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Rechtsdrehende Maskulisten auf WGVDL

April 3, 2012

Mus Lim, ein User bei wgvdl, möchte gerne den “aufrichtigen” Dialog mit linken Männerrechtlern suchen und schreibt Folgendes:

An die Gleichstellungspolitiker und linken Männerrechtler:

Die, die ihr euch Gleichstellungspolitik auf die Fahnen geschrieben habt und euch die Gleichheit aller Menschen das höchste Gut ist, schaut nach Nordkorea und Cuba, da werden Eure Träume erfüllt!

Des weiteren wünscht er sich, daß linksorientierte Menschen sich explizit von der Passage im SPD-Parteiprogramm distanzieren sollten, in der davon die Rede ist, daß man die männliche Gesellschaft überwinden müsse, um die menschliche zu verwirklichen.

Ich schreibe ihm daraufhin Folgendes:

Hallo Muslim-Bruder,

warum soll ich mich davon distanzieren?

Da bist du genauso drauf wie Gerstensaft, Mösenbock und Stümper, die erst einmal verlangen, daß man sich von allem möglichen rechten Gedankengut distanziert.

Darauf antwortet mir Mus Lim:

Vielleicht weil Sie ein Mann sind?!??

Damit meint er wohl, gerade als Mann müsse man sich von der Passage distanzieren. Nebenbei zeigt er, daß er offenbar von schlichtem Gemüt ist, weil er meine Frage gar nicht verstanden hat, die auf den Generalverdacht und die Paranoia seitens Rechter zielt, die alles Linke verteufeln und diffamieren.

Auf Mus Lim gehen auch folgende Aussagen zurück:

Da kommen die linken Schmeißfliegen wieder angeflogen

Selbst in diesem Forum kommen die linken Schmeißfliegen geflogen.
Ich lasse mich doch nicht von Müller und Vormund bevormunden.

Damit meint Mus Lim Forumsteilnehmer, die ihm widersprechen.

In einem anderen Thread ist dies zu lesen:

Das linke braune Gesindel, sie sind Menschenhasser vor allem was das männliche Geschlecht betrifft

Was meiner Meinung nach das linke braune Menschenhasser Gesindel ist:
DIE
1. Väterentsorger sind
2. Familienzerstörer sind
3. Unterhaltssklavenbetreiber sind
4. Männerentrechter sind
5. Falschbeschuldiger sind
6. Frauenprivilegienverschffer sind
7. Unrecht und Verbrecher sind

usw. lässt sich das braune linke Gedankengut erweitern und das sind Tatsachen was in Deutschland abläuft an Unrecht und Verbrechen!

Oder dies:

Das linke braune Gesindel … hat auch die Juden nicht gemocht – “Genosse” war ihre Anrede usw. genau wie bei Rotlinken, Gelblinken, Schwatzliken und Grünlinken

Die linke Pest hat viele Farben, aber nur ein Ergebnis: Leichenberge.

Noch einmal Mus Lim zum besten:

Ehrlich gesagt bin ich auch ein Spätzünder. Als Franz-Josef Strauß 1978 von den Linken als Ratten und Schmeißfliegen sprach, hatte ich noch nicht begriffen, was er damit meinte. Heute weiß ich es. Ich hätte nie gedacht, dass ich Franz-Josef Strauß mal vermissen würde.

Psychologisch interessant sind diese Ausführungen, weil sie sehr schön veranschaulichen, daß die linke Paranoia von Feministinnen und deren Helfern, die alles (vermeintlich) Nichtlinke und Feminismuskritische blind denunzieren, sich auch auf der rechten Seite wiederfindet. Jetzt ist alles, was nicht “rechts” ist und auch nur irgendwie einen linken Anstrich hat, verdammungswürdig. Hier haben wir die gleichen Strukturen, daß politisch mißliebige Auffassungen und deren Vertreter wahnhaft denunziert werden. Mus Lim und all die anderen rechtsdrehenden Maskulisten auf WGVDL sind also exakte rechte Entsprechungen von Gesterkamp, Rosenbrock und Co., für die Feminismuskritiker ebenfalls Schmeißfliegen darstellen, für die die Unschuldsvermutung aufgehoben ist. Die obigen Passagen beweisen, daß rechte Ideologen wie MusLim nicht dazu fähig sind, sich abweichenden Meinungen und Kritik sachlich und respektvoll zu stellen, wie man es in einer Demokratie praktiziert.

Die gleichen Demokratiedefizite, die wir schon bei Gesterkamp und Kemper festgestellt haben, finden sich also bei vielen rechten Männerrechtlern wieder.

Vielleicht sollten sich beide Seiten in einer gemeinsamen Bewegung einfinden, da sie ja doch recht ähnlich ticken und offenbar nicht viel von Demokratie, Meinungsfreiheit, Rechtsstaat und fairen Debatten halten. Mus Lim könnte als nächstes vielleicht eine “soziologische Studie” über linke Männerrechtler verfassen.

Ich persönlich zähle mit meinen politischen Ansichten zum “linken” Spektrum, vertrete aber auch Meinungen, die dort nicht gern gesehen sind.

Der Begriff “links” ist ein Haßbegriff von Leuten wie Mus Lim, genauso wie der Begriff “rechts” ein Propaganda-Begriff von Feministen und Lila-Dackeln wie Gesterkamp, Kemper und Rosenbrock ist. Im WGVDL-Forum kann man schön die Gleichartigkeit dieser Strukturen studieren. Hintergrund ist, daß Feministen wie rechte Ideologen nicht die Lügenhaftigkeit ihrer Systeme registrieren wollen und um jeden Preis verteidigen.

Die Lügenhaftigkeit rechter Ideologie besteht darin, daß ein immer Mehr an vermeintlicher Freiheit und Konkurrenz, an staatlicher Enthaltung und Deregulierung angeblich zu mehr Gerechtigkeit und Wohlstand führe. Hier wird das Ideal der Freiheit zum Fetisch, zu einem gesellschaftlichen Autismus, der dazu führt, daß die Menschen immer weniger Verantwortung füreinander übernehmen und die Gesellschaft als Gemeinschaft auseinanderbröckelt. Ein schönes Beispiel für diese “Freiheit” ist unser Schulsystem, daß unter der Phrase der “Bildungsvielfalt” systematisch sozial Schwächere benachteiligt und völlig an der Lebensrealität der Kinder vorbeigeht. Die Kinder müssen hier praktisch den Konkurrenzwahn unserer Gesellschaft ausbaden. Ein anderes Beispiel ist das verantwortungslose und enthemmte Wirtschaften, das Profit um jeden Preis anstrebt und folglich regelmäßig zu Krisen führt. Diese Form des Wirtschaftens wird staatlich geduldet und gefördert, da man ja im Konkurrenzkampf der Nationen bestehen muß.

“Konkurrenz” bedeutet hier, daß es sich bestimmte Bevölkerungsteile gutgehen lassen auf Kosten anderer, weil dies angeblich nicht anders gehe und sonst der wirtschaftliche Untergang drohe. Dies ist das grundsätzliche Argumentationsmuster rechter Ideologen, die quasi indirekt schon eingestehen, daß es sich um eine falsche Konkurrenz handelt. Nur geht es halt nicht anders, denn die anderen machen es ja auch so und sonst gehen wir unter. Man plädiert also für etwas Falsches, weil es angeblich das Überleben im Falschen sichert.

Es handelt sich also um eine ungerechte Konkurrenz und Pervertierung des Freiheitsideals. Die rechte Ideologie der Freiheit ist das komplementäre Gegenstück zum kommunistischen Gesellschaftsentwurf, der notwendige individuelle Freiheiten und das damit verbundene Potential zugunsten einer gleichgeschalteten Volksgemeinschaft aushebelt, in der das Konkurrenzprinzip völlig ausgeschaltet ist. Hier wird also ebenfalls die Gerechtigkeit und Entfaltung von Menschen behindert unter dem Deckmantel der Gleichheit. Diese beiden Gesellschaftsentwürfe kranken jeweils daran, daß zum einen das Ich über das Wir, zum anderen das Wir über das Ich gestellt wird. Anders ausgedrückt: Konkurrenz- und Solidarprinzip werden entkoppelt, und jeweils eine dieser beiden Dimensionen wird zum Fetisch erhoben.

Die zukünftige Entwicklung wird so aussehen, daß beide Momente wieder in ein rechtes Verhältnis gesetzt werden. Dies geschieht quasi automatisch und wird zwangsläufig eintreten. Es wird zu einer weiteren Regulierung von Banken und Finanzmärkten kommen, damit die auf Gier und zwanghaftem Profitstreben basierende Risiko- und Leistungsökonomie wieder menschliche Züge bekommt.

Es ist schon ein bißchen merkwürdig, wenn man sich die letzten 200 Jahre der Menschheitsgeschichte anschaut und dann das Treiben rechter Ideologen begutachtet. Die vergangenen Jahrhunderte sprechen eine eindeutige Sprache: Sie sind ein kontinuierliches Ringen um eine soziale und ökologische Regulierung des Marktgeschehens. Dieser Prozeß wird auch so weitergehen.

Der Kommunismus spielt hier die Rolle einer tragischen Utopie, die auf dem Irrglauben beruhte, der Markt als solches – also das Konkurrenzprinzip – müßte abgeschafft werden, um Gerechtigkeit herzustellen. Was übrigens schon auf symbolischer Ebene lustig wirkt, wenn man sich einmal die Struktur historisch gewachsener Städte anschaut. Der Markt ist hier selbstverständlicher Bestandteil des Stadtlebens.

Linke und rechte Ideologen gleichen sich also gewissermaßen ein Stück weit. Die einen tanzen ums Goldene Kalb der Gleichheit, die anderen um das der Freiheit. Um diese Pervertierungen erkennen zu können, braucht man kein Politik- oder Wirtschaftsstudium. Dazu muß man einfach mal gewisse Geschehnisse und Begebenheiten emotional auf sich wirken lassen.

Das Zeitalter der Hyperkonkurrenz und des damit verbundenen zweifelhaften materiellen Überflusses, der zwanghaften und ungesunden Innovationsgeschwindigkeit und Leistungsorientierung wird also sein Ende finden. Die Signale für diese Humanisierung der Weltgesellschaft sind eigentlich unübersehbar.

Rechte müssen noch begreifen, daß der Preis für dieses pathologische Konkurrieren viel höher ist als der vermeintliche Wohlstand, den wir dadurch erhalten. Die jüngsten Ereignisse sind doch eigentlich ein willkommener Anlaß, um einmal in Klausur zu gehen.

Zurück zum Problem der Links-Rechts-Paranoia von Ideologen und der damit verbundenen Abwehr und Verfemung von unangenehmen Wahrheiten: Mit den Begriffen “links” und “rechts” wird suggeriert, hierbei handele es sich um geschlossene Weltbilder, und deren (vermeintliche) Anhänger seien quasi ferngesteuerte Marionetten, die keine eigenen Meinungen haben und Teil eines monolithischen Blocks seien. Zudem wird dann alles Mögliche in die Eimer “links” und “rechts” geschüttet, welches meist nachweislich nicht den Tatsachen entspricht.

Nun hat man ein schön komponiertes Feindbild, das den passenden Kontrast bietet, um das eigene Lügensystem vor sich selbst zu legitimieren und nicht hinterfragen zu müssen.

Wie die rechte Links-Paranoia im WGVDL-Forum funktioniert auch die linke Rechts-Paranoia von Andreas Kemper oder Isolde Aigner, wie sie Arne Hoffmann einmal geschildert hatte, der bei diesen Leuten irgendwie doch noch als Rechter durchgeht. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, daß je nach Feindbildbedürfnis und Lügensystem Hoffmann mal als linker Gleichstellungsbefürworter, mal als rechter Frauenfeind dargestellt wird.

Die Paranoia und der Abwehrcharakter, die mit den Begriffen links und rechts verbunden sind, sind eigentlich leicht zu durchschauen und man kann sie schön bei MusLim und seiner Bruderschaft studieren. Aus den geschilderten Gründen verwende ich persönlich Bezeichnungen wie links und rechts auch nicht, da sie meist Pappkameraden und Diskussionsdummies sind, die in einer seriösen Diskussion nichts zu suchen haben.

Sie sind meist genauso dumm und inhaltsleer wie folgende Prädikate, die uns aus anderen Lügensystemen der Menschheitsgeschichte bekannt sind:

    konterrevolutionär
    entartet
    ungläubig
    kommunistisch
    antifeministisch
    ketzerisch

Für MusLim sage ich deshalb Folgendes:

Ich lehne Kommunismus ab, sehe Kuba und Nordkorea als Diktaturen an, bin nicht der Meinung, daß Männer und Frauen gleich sind, und bin gegen Gleichstellungspolitik.

Ich habe keine Träume, die in Nordkorea oder Kuba erfüllt würden. Höchstens die Befreiung von Diktaturen.

Vermutlich wird dieses Bekenntnis nicht dazu führen, daß rechtsdrehende Maskulisten einmal etwas gütiger auf “linke” Genossen schauen und ihre Feindbildrhetorik hinterfragen.

Ich muß sagen, daß ich solche Töne wie von manch rechtsdrehendem Männerrechtler von sich als “links” empfindenden Antifeministen selten bis gar nicht höre. Natürlich gibt es auch seriösere Leute wie Manifold oder Terminatus, aber auch dort hört man manchmal Formulierungen, die abfällig über Linke sprechen und das Gefühl vermitteln, daß Linke ein Feindobjekt sind. Dieses Verhalten belegt übrigens ein weiteres Mal die Fragwürdigkeit und Unglaubwürdigkeit rechten Denkens.

Als Linker muß ich mich also noch daran gewöhnen, daß Nordkorea und Kuba meine Traumdestinationen sind.

Eigentlich müßte ich auch noch einen Artikel über rechtsdrehende Maskulisten mit dem Titel “Sieg Heil” schreiben, wie ich es bereits bezüglich der feministischen Ideologie und ihrer pseudolinken Fürsprecher getan habe. Vermutlich ist die Finanzkrise das Produkt von zu viel “Sozialismus”.

9 Kommentare
  1. Hi James,

    nun hat es dir auch einmal gelangt, verständlich. Ich habe ja damals auch einen Rant gegen den Feminismus abgelassen. Ich verstehe allerdings immer noch nicht, warum Hoffmann und du mich als “rechtsdrehenden Männerrechtler” sehen. Ich habe niemals gesagt, ich wäre rechts. Das einzige, was ich von mir gegeben habe, ist die Aussage, dass ich mich als konservativ-libertär begreife. In vielen Bereichen würde ich mich auch als links-libertär einordnen.

    Gruß,
    termi

  2. OldBoy permalink

    Ich wundere mich, dass sich Leute ohne Not politisch selbst in eine Schublade stecken wollen.
    Wozu soll das denn gut sein?
    Muss man sich Links nennen, um ja nicht in die Gefahr zu geraten als Rechts hingestellt zu werden?
    Was sind rechts und links für Kategeorien, was bedeuten sie für einen Männerrechtler?
    Bedeutet das überhaupt irgendwas?
    Ja, Linke sind, da darf ich vielleicht einen bekannten Foristen zitieren, Linke sind die Pest, Rechte auch. Ebenso alle, die ihre Weltanschauung für das einzig Seligmachende halten.
    Guten Abend.

  3. Hallo Terminatus,

    ich sehe dich ja nicht als “rechtsdrehenden Männerrechtler” an. Es geht ja nur um bestimmte Leute, die die Gegenseite maßlos diffamieren. Deshalb “rechtsdrehend”.

    Da wäre ich ja genauso dumm wie manche Leute, wenn ich jetzt ankäme und “rechts” als etwas per se Negatives darstellen würde. Darum geht es mir ja.

    Ich verwende die Begriffe “rechts” und “links” auch recht oberflächlich, ich differenziere da nicht bis sonstwohin. Und du kamst mir eben “rechts” vor.

    Das ist ja auch ein Problem, das ich anspreche, nämlich wie dumm diese Zuordnungen eigentlich sind.

    Wenn ein Grüner hören würde, daß ich Homosexualität als pathologisch betrachte, auch mit einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten gut leben kann (Hauptsache, der Ausstieg steht fest.) oder unsere Meinung zum Thema Gleichberechtigung, würde er mich vermutlich als Junge-Freiheit-Leser und CDU-Wähler einordnen.

    Damit gestehe ich übrigens auch indirekt Pathologien typisch linken Denkens ein.

    Mir geht es um dieses undemokratische Gebaren seitens mancher Leute im WGVDL-Forum. Diese sind in Wirklichkeit ein Schaden für Männer-Anliegen, nicht rechte oder linke Anschauungen.

  4. Ein guter Beitrag.
    Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstehen kann ist folgender Sachverhalt :
    Nach meinem Verständnis definiert sich Maskulismus im engeren Sinn als eine auf die Abschaffung des feministischen Einflusses auf die Politik und Gesetzgebung gerichtete Bewegung.
    (Manche Zeitgenossen sprechen auch von einer Abschaffung des Feminismus selbst, aber der bzw. dessen Existenz ist mir persönlich eigentlich relativ egal solange er nicht mit Steuergeldern finanziert wird und solange er keine Fascho-Tendenzen mehr in die Legislative einbringen kann.)

    Es ist also ein klar definierter Weg, den man zusammen gehen kann, ohne zwingend über die weltanschaulichen Gegensätze von links-libertär-rechts-mitte stolpern zu müssen.
    An dem Punkt, wo diese Gegensätze schlagend werden würden, nämlich zu einem Zeitpunkt wo die Männerbewegung tatsächlich (legislativ) gestalterisch tätig werden würde, davon sind wir noch Lichtjahre entfernt (vielleicht wird sie das auch nie).
    Bis dahin hat man ein gemeinsames Ziel und jeder täte gut daran, sich zuerst einmal diesem gemeinsamen Ziel unterzuordnen. Persönliche Eitelkeiten schaden da nur.

    Zum besseren Verständnis ein Vergleich :
    Selbst die Résistance konnte sich darauf einigen, trotz aller weltanschaulicher Gegensätze, zuerst einmal an dem gemeinsamen Ziel zu arbeiten, die Deutschen aus Frankreich zu vertreiben.
    Eine unnötige Debatte über die Zeit danach hätte der Bewegung und dem gemeinsamen Ziel bloss geschadet.

    Unterhalten wir uns doch später in demokratischer Manier, was anstelle des Feminismus und seiner menschenverachtenden Gesetze treten soll, zuerst muss als conditio sine qua non das undemokratische Element des Feminismus weg.

  5. @Clochard
    Sogar bei Mao und Chiang Kai-shek hat es kurzfristig gegen die Japaner funktioniert :)

  6. Wolfgang Wenger (Odin) permalink

    Ich bezeichne mich selbst als “linken Maskulisten” bin aber mit der Begrifflichkeit nicht ganz glücklich. Sie ist treffend, zieht aber leicht das Augenmerk auf unsere Parteienlandschaft. Parteien sind aber immer ein Kompromiss, zu dem sich verschiedene Leute durchgerungen haben, keiner ist mit allem einverstanden. Viele Ziele können nicht die Ziele von allen sein.
    Links bedeutet für mich: fortschrittlich, den sozial Schwächeren im Auge haben, erneuerungsbereit, freiheitsliebend, alte Fesseln abstreifen, einen Hang zum Anarchismus haben usw.
    In diesem Sinne bin ich Links.
    Maskulist muss ich – denke ich – hier nicht definieren.

  7. Ich habe eine etwas sonderbare Einstellung zu all dem Ganzen. Ich würde mich weder als links noch als Männerrechtler und dergleichen bezeichnen.

    Es ist mir einfach ein Bedürfnis zu einem bestimmten Teil der Verlogenheit unserer Gesellschaft etwas zu sagen. Das war’s dann schon. Ich muß mich dazu noch nicht einmal als Antifeminist bezeichnen.

    Ich mag auch das Wort links nicht, weil es selbst bei mir negative Assoziationen weckt. Zumal es auch letztlich absurd ist, politische Einstellungen zu kanonisieren. Das ist wie beschrieben eine Ersatzhandlung, hat Abwehrcharakter, dient der Dämonisierung und Idealisierung.

  8. Omti permalink

    Danke für den Beitrag, mir persönlich geht dieses Links-Rechts gedönse auch auf die nerven. Ich halte nicht Frauen, Juden und Türken für schuldig an allem übel der Welt, aber genauso wenig eben Männer, Neonazis und Kapitalisten. (ok vielleicht Kapitalisten ^^)

    Sehr ätzend, das… Letzten Endes zerstört man doch die Bewegung bevor sie überhaupt richtig begonnen hat mit diesen Absolutheitsansprüchen. Man kann nicht alle Leute rausschmeissen die nicht die eigene politische Position haben. Der ganze Sinn einer Bewegung ist es doch Leute zusammenzubringen, die sich bei einem Thema einig sind und beim Rest möglicherweise spinnefeind.

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  1. Adolf, Andreas und ich « Neues aus dem Gender-Universum

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