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Sigmar Gabriel und die Statistik

März 2, 2011

SPD-Chef Sigmar Gabriel möchte endlich „Gleichberechtigung“ haben.

SPD-Chef Sigmar Gabriel will gleiche Löhne für Männer und Frauen in Deutschland gesetzlich durchsetzen. „Wir werden ein Gesetz einbringen, das die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen vorschreibt“, sagte Gabriel der „Bild am Sonntag“. Damit Frauen eine gerechte Bezahlung erhalten könnten, brauche es Transparenz über die Lohnunterschiede. […] In Deutschland verdienten Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger. „Das ist eine schlimme Ungerechtigkeit.“

(Die Welt, 28.2. 2011)

Sigmar Gabriel möchte Frauen dazu zwingen, körperlich anstrengende, streßbehaftete Tätigkeiten anzunehmen, mehr Überstunden zu leisten, in Berufen zu arbeiten, die nicht ihren genuinen Interessen entsprechen, wie z.B. im technischen Bereich, und ebenso karrierreorientiert zu sein wie Männer.

Sigmar Gabriel ist ein erwachsener Mann, mit Abitur und Hochschulabschluß. Er hat bereits auf Landes- und Bundesebene vielfältig Verantwortung wahrgenommen. Herr Gabriel, ein studierter Lehrer, ist nicht in der Lage, eine Statistik seriös zu interpretieren. Er ist als langjähriger Politiker nicht darüber informiert, daß die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen auf legitime Ursachen wie z.B. unterschiedliche Berufswahl zurückgehen.

Er ist ebenfalls geistig offenbar so unbedarft, daß er den Ideologiecharakter der Ungerechtigkeitskonstruktionen im Rahmen von Feminismus und Gleichberechtigungsendlösung nicht zu erkennen in der Lage ist.

In was für einem Land leben wir, in dem dessen Politiker solch einen geringen geistigen und ethischen Anspruch an sich selbst haben, blind einer Ideologie huldigen und jegliche Fähigkeit zu Zivilcourage, kritischem Denken und geistiger Verantwortung missen lassen?

3 Kommentare
  1. Hey!

    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt. Grosses Kompliment!

    Wenn du nichts dagegen hast, werde ich dich auf meinem Blog verlinken und deinen Blog weiterverbreiten in den Foren.

    Nur weiter so!

    Gruss,
    Manifold

    Die Söhne von Perseus

  2. borat permalink

    Sigmar Gabriel ist Politiker.
    Vorrangig ist für Ihn wie er bei seinen potentiellen WählerInnen in der Gunst steigen kann.
    Man muss Ihm nachsehen dass er sich dabei nicht mit Nebensächlichkeiten abgeben kann, geschweige denn seine WählerInnen belehrt, denn er will Ihnen bestmöglich dienen.

  3. Dunken Sadovic permalink

    Hat denn Herr Gabriel mal einen Menschen persönlich kennengelernt, der bei vergleichbaren Ausgangsbedingungen die berühmten 23% Lohn weniger bekommt. Mir fällt da spontan der öffentliche Dienst und die Beamten ein, da gehts ja kunterbunt durcheinander, jeder verdient was anderes und auf jeden Fall weniger als vergleichbare Tätigkeiten in der Wirtschaft. Wenn Herr Gabriel wirklich Lehrer ist, dann müssen wir uns über PISA nicht mehr wundern. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken …….

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