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Mädchenblog findet Zahlen und Alphabet sexistisch

Mai 16, 2011

In behördlichen Fragebögen müssen Menschen ihr Geschlecht angeben. Eins steht für männlich, zwei für weiblich. Man beachte: Dies folgt einer gewissen Logik. Der Buchstabe M steht vor dem Buchstaben W.

Allerdings steht die Eins in der Zahlenreihe vor der Zwei. Eine klare Benachteiligung von Frauen. Frauen sind also zweitklassig. Etwas anderes wäre es, wenn das W vor dem M stünde. Dann bekämen Frauen die Zahl Eins zugestanden. Frauen wären erstklassig. Das Problem wäre gelöst.

Das Alphabet muß also geändert werden, um Sexismus zu beseitigen.

Die Zwei ist allerdings größer als die Eins. Und zwar doppelt so groß. Außerdem zählt sie zu den geraden Zahlen. Dies könnte suggerieren, daß Männer mehr wert sind als Frauen und daß sie das Normgeschlecht abbilden, da die Zwei gerade ist, nicht ungerade, mithin unnormal.

Eine Änderung des Alphabets und der Zahlenfolge würde also nicht unbedingt eine Lösung des Problems bedeuten, sondern nur eine Verlagerung.

Vermutlich sind Alphabet und Zahlen absolute männliche Normsetzungen und somit insgesamt illegitim. Für eine Beseitigung der Geschlechterordnung wäre es also von entscheidender Bedeutung, Alphabet und Zahlensystem gänzlich abzuschaffen. Dies würde eine Befreiung von Sexismus, Patriarchat und Zweigeschlechtlichkeit ermöglichen.

Die Grenzen von Alphabet und Zahlensystem zeigen sich auch in der Sprache, die im Deutschen nur drei grammatische Geschlechter zuläßt und somit alle übrigen Geschlechter und sexuellen Orientierungen ausblendet. In letzter Konsequenz wird also auch die Sprache als solche abgeschafft werden müssen.

Mädchenblog – Geschlecht zweiter Klasse

10 Kommentare
  1. Omti permalink

    Ja, feministische unlogik. Ich habe auch so einen Dozenten an der Uni, der immer von Autorinnen spricht auch wenn seine ganzen Zitierten Autorinnen männlichen Geschlechts sind.

    Darf man denen eigentlich Vorschlagen sich den Stock mal aus dem Hintern zu ziehen, oder ist man dann wieder ein Troll?

    Ich weiß nicht, mich würde das ja unglücklich machen, mich von allem diskrimminiert zu fühlen. Aber einige Leute scheint es ja glücklich zu machen. Ich schätze mal, dass das wieder ein Fall weiblicher unlogig ist. Frau hatte gradezu einen Diskrimminationsfetisch, aber tut alles um ihre eigene Benachteiligung abzuschaffen. Wollen die jetzt diskrimminiert werden oder nicht?
    Abgesehen davon kann man die nichtexistenz einer Sache nicht beweisen. Wenn jemand an etwas glauben will, dann wird er/sie dafür „Beweise“ finden. Und wenn es nur ist, dass im Alphabet das M vor dem F kommt.

    Ich überlege grade… Der unter Frauen weit verbreitete Glaube an Magie, hängt der mit einer höheren Bereitschaft von Frauen zusammen an völlig abstruse Thesen zu glauben, oder einfach mit dem Hormonellen Wahniss in den Wechseljahren?

    Sorry für das durcheinander geschreibsel, waren nur son paar Gedanken ^^

    Grüße,
    Omti

  2. Ich finde es traurig, daß sich so viele Männer an diesem Schwachsinn beteiligen. Mir hatte mal eine Dozentin gesagt, als ich sie auf ihre verquere Sprache ansprach – sie litt unter demselben Symptom wie dein Dozent -, daß sie ein Mann auf ihre „androzentrische“ Sprache aufmerksam gemacht hatte. Das hat sie in einer ziemlich dümmlichen Art und Weise gesagt, als müßte man nicht weiter darüber nachdenken oder mal etwas hinterfragen.

    „Androzentrisch“ sollte auch noch in die Liste der wertenden, delegitimierenden Begrifflichkeiten im Rahmen der Gender-Ideologie aufgenommen werden wie z.B. „stereotyp“, „Rollenbild“, „patriarchal“ und dergleichen. Diese Begriffe dienen allesamt der negativen Bewertung von an sich zunächst neutralen Sachverhalten. Mit diesen Begriffen soll einfach etwas Negatives suggeriert werden, obwohl keinerlei sachliche Begründung enthalten ist oder geliefert wird. Es ist immer wieder peinlich, dieses Ritual zu beobachten.

  3. Omti permalink

    Eigentlich unverständlich von Androzentrischer Sprache zu sprechen… Ich meine das ganze Plural hat den femininen Artikel. Wenn ich es nicht so sehr verachten würde, dann würde ich glatt vorschlagen für den Pluralartikel nicht mehr die sondern der zu verwenden.

    „Der feministischen Autorinnen regten sich über der androzentrischen Sprachen auf“

    Ich verstehe nicht, wie man so wenig zu tun haben kann, dass man auf so einen Quatsch kommt… Selbst im „Elfenbeinturm“ der Universitäten sollten die Geisteswissenschaftlerinnen besser beschäftigt sein. Das einzige was ich mir vorstellen kann ist, dass die behördlichen Daumendreherinnen in ihren Gleichstellungspöstinnen einfach nichts besseres zu tun haben als die patriarchische Weltunterdrückung auf diese weise zu bekämpfen.

    Eigentlich komisch, das denen das nicht peinlich ist mit so etwas anzukommen… Selbst bei Frauen, die sonst gern gewillt sind für ihre eigene Bevorteilung den Feministinnen zuzustimmen verlieren bei solchen Spinnereien dann den Glauben. Naja, nur gut für uns wenn die sich öffentlich blamieren wollen.

  4. Luise Pusch ist ein ganz extremer Fall. Ich finde es immer unfaßbar, wie korrupt diese Leute sind. Ich hab mal auf die Standard ein Interview mit ihr gelesen, das übertitelt war mit „Langfristig bin ich für eine Abschaffungen des grammatikalischen Geschlechts“. Es soll dann wohl nur noch die und der Arbeiter heißen (Einzahl) oder die und der Arbeit+Kunstendung.

    Die ist glaube ich promoviert oder sogar professoriert. Die Adresse lautet fembio.org. Ich glaube es gibt noch eine Rasse, die Linguiden heißen oder so. Muß ich auch noch aufnehmen bei mir.

  5. Georgien ist eine Sprache, die kein grammatisches Geschlecht kennt. Tatsächlich stehen georgische Frauen im Ruf, größere Freiheiten zu genießen. Doch amnesty international vermerkt:

    Der Ausschuss kritisierte ferner das Fortbestehen einer patriarchalischen Kultur und geschlechtsspezifischer Klischees sowie die Praxis

    Wie? Patriarchalische Kultur, geschlechtsspezifische Klischees trotz durchgesetztem Gender-Sprech?

  6. Hallo Georgi,

    Dein Kommentar zeigt mir klar, daß Du dich noch nicht im richtigen Bewußtsein befindest. Das Georgische ist per se sexistisch und frauenfeindlich, weil der Name offenbar auf einen gewissen Georg zurückgeht, also auf einen Mann.

    Dies ist übrigens die neue Strategie des Patriarchats: Oberflächlich für Frauenbefriedigung sorgen, aber hinterrücks immer noch mit patriarchalen Symbolen arbeiten und Frauen weiterhin in Abhängigkeit von einer „Symbolischen Männlichkeit“ (Antje Schrupp) zu halten.

    Das Land Georgien müßte also umbenannt werden, um mehr Rechte für Frauen verwirklichen zu können. Schlimm ist allerdings, daß es auch viele weibliche Namen gibt, die nur Komposita von männlichen sind. Wie z.B. Michaela oder Martina. Es bleibt also dabei: Die Sprache als ganzes muß abgeschafft werden, damit wir uns wieder geschlechtergerecht verständigen können.

  7. Du glaubst wirklich nicht, daß jemand dahinterkommt, daß „Georgien“ gar nicht von „Georg“ kommt? Das kommt von Grudza, was auf persisch Georgien heißt. Früher kannte man das Land auch hierzulande unter dem Namen „Grusinien“, was sich direkt aus dieser persischen Bezeichnung herleitet. Im Türkischen wurde aus „Grudza“ das Land „Gurgiye“. Daraus wurde dann „Georgien“. Mit dem heiligen Georg oder dem Drachentöter hat das alles nichts zu tun.

    Naja, Feministen wissen auch nicht, daß „mensch“ und „man“ auf dieselbe Wurzel zurückgeht, es also genauso sexistisch ist, „man“ durch „mensch“ zu ersetzen, als es so zu lassen, wie es ist.

  8. Lestrad permalink

    Schlimm, wenn niemand das tote Penis-I wertschätzen will. Dabei ist die linguistische Potenz des phallischen I doch längst dank der Männerbewegung erschlafft.
    Treibt euch nicht auf Mädchenseiten rum, ihr „Helden“. So werdet ihr niemals erwachsen und unabhängig von Frauen!

  9. Omti permalink

    Ähm war das jetzt ein Trollversuch? Wenn ja, erklär mir bitte mal genauer was du eigentlich meinst Lestrad. Mein armes Testosteron geplagtes Gehirn ist leider nicht in der Lage diese weibliche Logik zu entziffern.

    Falls du es nicht verstanden hast, ich verstehe nicht so ganz was du mit Penis-I meinst, und wie du da drauf kommst.

    Den Rest versteh ich schon ^^

  10. Bei mir gibt es keine Trolle.

    Alle Menschen werden Brüder.

    Damit hat sich auch das Problem der Frauenfeindlichkeit erledigt.

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