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„Sieg Heil!“

Juni 14, 2011

Wie die meisten Männerrechtler so setze auch ich mich für eine Neugründung der NSDAP ein. Diesem Ansinnen ist nun offenbar ein Soziologe auf die Schliche gekommen.

Es handelt sich bei diesem um einen gewissen Andreas Kemper. In einem Interview, das auf „dieStandard“ erschienen ist, kann man nun in jeder einzelnen Antwort dieses Soziologen nachlesen, daß die Männerbewegung „rechts“ ist.

Die größeren Foren „MANNdat“ und „WGvdL“ sind extrem rechts. Die BetreiberInnen (es sind ein Mann und eine Frau) verlinken ganz bewusst auf rechte Seiten wie Altermedia, usw.

Leute wie Arne Hoffmann (Autor von u.a. „Männerbeben“ und „Rettet unsere Söhne“), die früher im „WGvdL“ aktiv waren und jetzt u.a. in der Männer AG der Piratenpartei Mitglied sind, versuchen heute sogar, sich als geschlechterdemokratisch bis links darzustellen. Sie distanzieren sich von ihren Anfängen, um offizielle Ansprechpartner zu werden.

dieStandard.at: Gemäßigte Vertreter der Männerrechtsbewegung wie die Soziologen Gerhard Amendt und Walter Hollstein sind inzwischen fest im medialen Mainstream verankert. Ist die Debatte um die Geschlechterverhältnisse nach rechts gerückt?

Kemper: Exemplarisch sieht man das ja an der Vita von Walter Hollstein. Der kommt aus der linken Ecke und hat Ende der 1970er einige linke Bücher verfasst. Im Laufe seiner Karriere fand er sich mit seinen Ansichten allmählich in der Männerrechtsbewegung wieder. Das finde ich symptomatisch.

Die Kernessenz dieses intellektuell fordernden Interviews lautet also: Alle, die irgendetwas mit Antifeminismus zu tun haben, sind rechts.

So weit, so gut.

Wie man es also dreht, sind Antifeministen rechts. Selbst Arne Hoffmann, der die gleichen Initialen wie Adolf Hitler hat, war mal rechts und sein linkisches Auftreten ist nur Fassade.

Also, dann versuche ich jetzt mal, das in seiner Tiefe zu analysieren. Ein Soziologe schafft es, ein Interview zu geben, das sich auf einen einzigen Satz reduzieren läßt: Die Männerbewegung ist rechts.

Was bedeutet dieser Satz? Was steckt da drin? Kommt da noch was? Ist das nicht ein bißchen dürftig für einen Soziologen? Das heißt ja erst einmal nur, daß eine Bewegung politisch rechts einzuordnen sei. Wozu wurde dieses Interview geführt und wozu schreibt ein Soziologe ein Buch, um lediglich diesen einen Satz zu formulieren und eine irrelevante Aussage an den Mann zu bringen?

Thomas Gesterkamp

So etwas ähnliches hat ja auch schon ein gewisser Thomas Gesterkamp vollbracht. Irgendetwas wollen diese Forscher uns ja sagen. Nur, was mag dies sein? Wenn etwas „rechts“ ist, so bedeutet dies ja nicht viel. Ebenso wenig, wie wenn etwas „links“ ist. So sieht halt die Demokratie aus, möchte man meinen.

Ich möchte hier nicht endlos auf der Dummheit solcher Vollidioten herumreiten. Mit der Aussage, irgendetwas sei rechts, ist natürlich nicht im geringsten etwas Relevantes ausgesagt. Genauso gut könnte Herr Kemper uns mitteilen, die Linkspartei sei links.

Im gesamten Interview findet sich nicht eine einzige inhaltliche Auseinandersetzung mit konkreten Sachargumenten, die beispielsweise Vereine wie MANNdat anführen. Gleiches trifft auch auf den TAZ-Artikel und die zugrundeliegende „Studie“ von Thomas Gesterkamp zu. Es findet sich nicht eine einzige Widerlegung oder Kritik von konkreten Argumenten, die in dieser Debatte ins Feld geführt werden. Stattdessen versucht man zwanghaft über drittklassige Indizien wie z.B. Internetlinks, über Behauptungen, Unterstellungen und Suggestionen irgendwie das Bild zu erzeugen, die gesamte Männerbewegung sei nicht nur rechts, sondern rechtsextrem. Diesbezüglich werden aber nicht die geringsten glaubwürdigen Belege vorgelegt. Selbst wenn die Männerbewegung tatsächlich rechtsextrem wäre, so würde kein Weg daran vorbeiführen, sich ihren inhaltlichen Argumenten zu stellen und diese zu bewerten.

Daran haben Feministinnen, Gender-Ideologen und mancher Wissenschaftler natürlich kein Interesse. Sehr bezeichnend ist in dieser Hinsicht die Bemerkung am Ende des Interviews:

Schließlich sind diese Menschen minderwertiger Abschaum, denen man die Pest an den Hals wünschen, ohne jeden Beleg Frauenfeindlichkeit unterstellen und sie in einer Art Hexenjagd mittels willkürlicher Zuschreibungen dämonisieren kann.

An dieser einfältigen Diktion wird einmal mehr die autistische und totalitäre Geisteshaltung sowie die undemokratische Einstellung von Feministen deutlich. Eine unvoreingenommene Meinungsbildung seitens des Lesers ist nicht erwünscht. Der politische Gegner wird diffamiert. Wieso fügt die für dieses Interview verantwortliche Journalistin Ina Freudenschuß – der Name ist wohl Programm – nicht einfach die entsprechenden Links an und stellt klar, daß diese mit Vorsicht zu genießen seien und von der Redaktion inhaltlich abgelehnt werden?

Das gesamte Interview dreht sich letztlich darum, daß eine irrelevante These an den Mann gebracht wird, die nachweislich Mängel hat, da es auch explizit Männerbewegte gibt, die sich als „links“ verstehen. Einem neutral und seriös arbeitenden Forscher, der nicht bestimmte Weltbilder reproduzieren möchte, könnte dies ohne Schwierigkeit auffallen.

Nun ist mir, keinem geringeren als James T. Kirk, in meinem stetigen Ringen, Pseudowissenschaftler und Vollidioten zu verstehen, eine Idee gekommen, die schlagartig Licht ins Dunkel der Äußerungen dieses geistig verwirrten Soziologen und Aufklärung darüber bringen könnte, was er uns eigentlich mit seiner These sagen möchte.

Mein Erklärungsvorschlag, den ich zusammen mit Pille McCoy – auch für geistige Ausfälle zuständig – ausgearbeitet habe, lautet folgendermaßen: Hinter den vermeintlich inhaltsleeren und sinnlosen Aussagen unseres Soziologen, etwas sei rechts oder links, verbirgt sich ein Geheimnis. Die Ausführungen eines Thomas Gesterkamp und eines Andreas Kemper erklären sich unvermittelt, wenn man begreift, daß diese „Wissenschaftler“ bestimmte deskriptive Tatsachen einfach negativ und positiv bewerten! Also genau das tun, was Wissenschaftler eigentlich nicht tun sollten. Rechts ist nämlich etwas schlechtes. Und Links ist etwas gutes. So einfach ist manchmal die Lösung.

Unsere beiden Wissenschaflter sind also der Meinung, links ist gut und rechts ist schlecht. Hiermit bekommen die Aussagen des Herrn Kemper auf einmal einen Sinn. Denn dies bedeutet, daß die Männerbewegung etwas Schlechtes ist.

Warum hat er das nicht gleich gesagt? Es würde vermutlich etwas dümmlich wirken, wenn man keine Argumente vorzutragen hat und ein Interview lediglich aus einer Frage und einer Antwort besteht. Herr Gesterkamp und Herr Kemper sind ganz offensichtlich der Meinung, daß rechtes Gedankengut im Gegensatz zu linkem in unserer Demokratie nichts verloren hat und nichts Gutes verheißt. Sonst ergäben ihre Äußerungen ja auch keinen Sinn. Wozu fixiert man sich einzig auf die Feststellung, etwas sei rechts, wenn dieses „rechts sein“ nicht etwas negatives bedeuten sollte?

Hier sei also für unsere beiden Soziologen noch einmal erklärt, daß in demokratischen Gesellschaften sowohl progressive als auch konservative Strömungen existieren. Dies liegt in der Natur der Sache und wird gemeinhin als Meinungs- und Wahlfreiheit bezeichnet. Nach der Französischen Revolution saßen die konservativen Kräfte auf der rechten Seite des Plenums, die progressiven auf der linken. Daher rühren unsere heutigen Bezeichnungen „rechts“ und „links“. Man stelle sich nun einmal vor, die Geschichte wäre „antifeministisch“ und „frauenfeindlich“ verlaufen. Dann hätten die progressiven Kräfte vermutlich rechts im Parlament gesessen und die arglosen Nachgeborenen müßten heute Männerrechtler und Antifeministen als „links“ bezeichnen!

Ich wage zu behaupten, daß ein Herr Kemper dann zwanghaft daran arbeiten würde, Männerrechtler als links zu bezeichen, und daß eine linke Weltanschauung per se verdächtig wäre.

Soziologen wie Gesterkamp und Kemper haben offensichtlich starke Demokratiedefizite und seien deshalb hier noch mal einfühlsam daran erinnert, daß eine Demokratie nur bestehen kann, wenn in dieser konträre politische Strömungen und Meinungen ihren Platz haben dürfen.

Andreas Kemper

Schauen wir uns doch mal den persönlichen Hintergrund des Herrn Kemper an. Über „dieStandard“ erfahren wir Folgendes:

„Andreas Kemper ist Dissertant und Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie in Münster. Er war in den 1990ern in der profeministischen Männerbewegung aktiv und forscht derzeit schwerpunktmäßig zu Klassendiskriminierung.

Zur Beschäftigung mit der Männerrechtsbewegung hat ihn seine Autoren-Tätigkeit bei Wikipedia geführt. Auf der Plattform setzte er sich dafür ein, dass mehrere Begriffe, die eine antifeministische Schlagseite hatten, gelöscht wurden.“

Als jemand, der sich für Ideologiekritik und das Problem der Normativität interessiert, frage ich mich hier nun demütig, inwieweit dieser „Wissenschaftler“ noch neutral und deskriptiv Forschung betreiben kann.

Man fragt sich, warum sich ein Wissenschaftler, dessen Forschungsobjekt eine Männerrechtsbewegung ist, zwanghaft darauf fixiert, diese in einen politischen Kontext zu rücken, der seinen eigenen politischen Vorstellungen zuwider läuft, allerdings dummerweise ein legitimer Bestandteil demokratischer Gesellschaften ist.
Ebenso fragt man sich, wo nun die seriöse und neutrale Darstellung der inhaltlichen Auffassungen und Argumente der Männerrechtsbewegung verbleibt.

Eine Darstellung, die nicht von Paranoia, Fremdenhaß und totalitärem Denken getrieben ist, sondern sich auf Wissenschaftlichkeit, Deskriptivität und die Unschuldsvermutung stützt.

Im Rahmen der Gender-Ideologie bin ich immer wieder darüber erschüttert, wie skrupellos sich schwachsinnige Ideologen der Wissenschaft bedienen, sie mißbrauchen und ohne mit der Wimper zu zucken ihre eigenen normativen Vorstellungen in ihre Forschung einfließen lassen. Dies läßt sich gegenwärtig besonders gut an den scholastischen Phantasmagorien eines Heinz-Jürgen Voß studieren, der den Geschlechtsbegriff mittels formalistischer und reduktionistischer Scheinargumente zu delegitimieren versucht.

PS: Es wird Leute wie Gesterkamp und Kemper vermutlich irritieren, daß ich mich weder als „Antifeminist“ noch als „Männerrechtler“ noch als „Maskulist“ verstehe und daß ein einfacher Bürger und Sternenflottenkapitän zu ähnlichen Ergebnissen kommen kann wie Menschen dieses Spektrums. Meine eigenen politischen Auffassungen werde ich hier lieber nicht verraten, da ich sonst einen Bruch im Raum-Zeit-Kontinuum des Gender-Universums fürchte.

PPS: Ich nehme es gerne inkauf, wenn die hier porträtierten „Wissenschaftler“ den Rechtsstaat gegen mich anstrengen, weil ich sie hier ehrverletzend als Vollidioten und Pseudowissenschaftler bezeichne. Dies ist mir sehr kostbar.

Auch Jabba the Hutt studierte Soziologie.

Weiterführende Links:
Was ist Normativität?
Offener Brief an die Mädchenmannschaft
Kommentar bei Sascha Lobo

19 Kommentare
  1. Omti permalink

    Sehr korrekte Darstellung von Soziologen. Ich habe auch so ne Pflaume als Dozenten in meinem politische Theorie Seminar hocken… Er wird immer wieder überfraut, und Autorinnen sind Autorinnnen auch wenn sie alle männlichen Geschlechtes sind.

    Es ist traurig, dass manche Leute ihr Gehirn abschalten, wenn sie sich in ihrer politischen Gesinnung festgelegt haben. Vom Nazipack erwartet man ja nichts anderes, aber die Linken (Richtung nicht Partei) sind da genauso schlimm. Man sollte doch meinen das jemand während eines Soziologiestudiums mehr lernt, als politische Korrektheit auswendig zu können.
    Aber anscheinend ist das eh nur ein Studium für feministische Gehirnwäsche – Gender Studies ist dann für die die schon gewaschen sind ^^

  2. Würde eines Tages unsere Zivilisation in Schutt und Asche liegen, es hätte einen Vorteil: Kein Mensch würde nach einem Soziologen fragen. Auch der Feminismus hätte dann einen ganz schweren Stand😀.
    In Ihrem Soziologen-Gruselkabinett fehlt noch Ralf Puchert. Dessen Verein „Dissens“ hat mal in einem pädagogisch wertvollem Rollenspiel einem pubertierendem Jungen gesagt er hätte keinen Penis.

    Der Feminismus und seine Auswüchse… Nun ist es auch noch gut und wichtig eine Schlampe zu sein:
    http://apolitisch.wordpress.com/2011/06/15/marschierende-schlampen-burkas-und-der-segen-der-grazie/

  3. @Omti

    Er wird immer wieder überfraut, und Autorinnen sind Autorinnnen auch wenn sie alle männlichen Geschlechtes sind.

    Geht der wirklich so weit, daß er „überfraut“ wird? Diese Formulierung wäre ja mal ein schöner Untersuchungsgegenstand für tiefenpsychologische Ausdeutungen. Vielleicht sollte der mal gucken, ob er für seine Mutter immer ein lieber und braver Junge sein mußte und niemals Ärger äußern durfte. Na ja.

    Die meisten Leute sehen leider nicht die tiefenpsychologischen Hintergründe all dieses Irrsinns. Feministinnen verarbeiten mit ihren Vorstellungen meist den sexuellen Mißbrauch in ihrer Kindheit.

    Ich glaube, Du hast das doch mal mit dem Mitleid geschrieben. So falsch ist das gar nicht. Mir fällt diese Tragik besonders bei Luise Pusch auf, die zufällig lesbisch ist und bei der offenbar jeder zweite Blogeintrag den Subtext hat: „Warum hat mein Vater, das Schwein, mich sexuell mißbraucht?“

    Das wird dann feministisch übersetzt. Mich wundert es, ehrlich gesagt, wie wenig Leute diese offensichtlichen Zusammenhänge realisieren. Wenn man in diese Richtung seine Augen öffnet, dann fallen einem auf einmal sehr viele Dinge auf und ein.

  4. @Hilger Greve

    In Ihrem Soziologen-Gruselkabinett fehlt noch Ralf Puchert. Dessen Verein „Dissens“ hat mal in einem pädagogisch wertvollem Rollenspiel einem pubertierendem Jungen gesagt er hätte keinen Penis.

    Bei den Männern dieses Vereins handelt es sich meines Erachtens auch häufig um sexuell mißbrauchte Jungen, die den Haß, den sie in ihrer Kindheit erlebt haben, unbewußt ideologisch verpacken.

    Die Frauen sind ganz lieb und die Männer sind bösartig. Ein Kind, das von seiner Mutter gehaßt wird, erlebt dies wirklich so: Daß es selbst übermächtig und böse ist und in seinem Wesen die Mutter bedroht.

    Ein Kind muß dieses idealisierte Bild seiner Mutter aufbauen, um zu überleben. Später organisieren, sich diese Männer in Vereinen wie Dissens und hassen alles Männliche. Die männliche Identität muß zerstört werden.

    Woher haben diese Leute das bloß?

    Leider ist in unserer Gesellschaft eine ziemliche Ignoranz verbreitet, in der man bei solchem ideologischen Irrsinn einfach nur mit den Achseln zuckt und sich nicht fragt, wie ein Mensch überhaupt auf so etwas kommen kann.

    Die Episode mit dem Penis erkläre ich mir so, daß ein Junge, der von seiner Mutter mißbraucht wird, seine Männlichkeit und Geschlechtlichkeit als etwas Schlimmes, Schuldbehaftetes und Negatives anzusehen lernt.
    Das dürfen dann die Jungen in der pädagogischen Arbeit von Dissens ebenfalls.

    Und auch hier ist es „merkwürdig“, daß diese Männer größtenteils schwul sind. Na ja.

    Das alles ist übrigens auch ein Grund, warum diese ganze Gender-Bewegung so sehr darauf fixiert ist, unsere natürliche Geschlechtlichkeit wegzuerklären. Und ständig in einen negativen Kontext zu rücken. Man muß ja nicht erwähnen, wieviele Lesben auf den Gender-Lehrstühlen sitzen.

  5. Sebastian Klaus permalink

    „Zur Beschäftigung mit der Männerrechtsbewegung hat ihn seine Autoren-Tätigkeit bei Wikipedia geführt. Auf der Plattform setzte er sich dafür ein, dass mehrere Begriffe, die eine antifeministische Schlagseite hatten, gelöscht wurden.““

    Eigentlich nehmen sich doch alle nichts. Weder die Rechten, noch die Linken… weder Populisten, noch Soziologen… Wie man es dreht und wendet, umso wichtiger sich ein Mensch nimmt, desto eher ist er der Ansicht, er könnte all das verbieten lassen, was ihm nicht passt. Da spielt meines Erachtens die politische Gesinnung auch keine Rolle – und diverse Soziologen entpuppen sich nun leider nicht allzu selten als irgendwie geartete Linksfaschisten… Aber „… unsere beiden Wissenschaflter sind also der Meinung, links ist gut und rechts ist schlecht…“ – Genau: Sag du mir, welche Meinung du hast und ich sage dir, ob du ein guter oder schlechter Mensch bist…

  6. Hier scheint nur billige feministische Hasspropaganda und Wirklichkeitsverzerrung im Gange zu sein. Schon dadurch, dass er von einem Kampf gegen Frauen redet, beweist er sich als „intellectually dishonest“ (oder Vollidiot). Die Gleichsetzung von Feminismus und Gleichberechtigung zeigt wiederum auf ungeheure Naivität und Unkenntnis (oder Lügen). Schliesslich entsteht ja der Hass gegen Feminismus eben dadurch, dass der Feminismus selbst die größte Bedrohung gegen die Gleichberechtigung ist.

  7. Die Gleichsetzung von Feminismus und Gleichberechtigung zeigt wiederum auf ungeheure Naivität und Unkenntnis (oder Lügen). Schliesslich entsteht ja der Hass gegen Feminismus eben dadurch, dass der Feminismus selbst die größte Bedrohung gegen die Gleichberechtigung ist.

    Das ist wirklich eine der dümmsten Argumentationsfiguren, die bei mir regelmäßig Beklemmungszustände auslöst. Sie spiegelt auch die paranoide Geisteshaltung von Feministen wider. Das ist in allen totalitären System so, wenn man die herrschende Meinung oder Partei kritisiert, so wird einem sofort alles Mögliche unterstellt, was mit dieser Kritik als solcher gar nichts zu tun hat.

    Ich hab gestern mal bei wgvdl gesurft und ich habe dort nicht im geringsten irgendwelche Probleme ausmachen können à la „rechtsextrem“ und „frauenfeindlich“.

    Ich denke, wir wissen alle, daß wenn solch ein Fraggle und Vollidiot wie Andreas Kemper ein Forum wie wgvdl betrachtet, jegliches Differenzierungsvermögen aussetzt und die „Frauenfeindlichkeits-Paranoia“ einsetzt..

    Natürlich wird bei wgvdl ordentlich gebasht und es gibt durchaus auch Kritikpunkte, vom Grundsatz her sind die dortigen Inhalte aber nicht zu beanstanden und ich kann vielem – mal abgesehen von manchem Tonfall – zustimmen.

    Es ist ein reines Frustforum und als solches legitim. Daß die meisten restlichen Akteure des Antifeminismus weder rechts(extrem) noch frauenfeindlich sind, ist ohnehin klar.

    Ich frage mich immer, in was für einem perversen Geisteszustand man (als „Wissenschaftler“) sein muß, um andere Diskursteilnehmer und gesellschaftliche Akteure derart lächerlich und interessengeleitet in den Schmutz zu ziehen.

    Es sind völlig willkürliche Behauptungen, deren Zweckgerichtetheit selbst ein Kuhfladen erkennen würde. Ich glaube fast, ich kaufe mir mal das Buch.

  8. Sonny Burnett permalink

    Diese Art der „Argumentation“ begegnet mir immer wieder (ich kann mich noch an unzählige entsprechende Diskussionen im mittlerweile geschlossenen „Die Gesellschafter“-Forum mit einem gewissen T.A. Schmidt erinnern): Die anonymen Foren-Äußerungen irgendwelcher namenloser Internettrolle (die wirklich jeder da hätte absondern können, auch z.B. eine getarnte Feministin als Agent Provocateur) werden als stellvertretend für die gesamte Männerrechtsbewegung gewertet, die von den tatsächlichen Vertretern von Organisationen und Vereinen wie AGENS und Manndat öffentlich vorgebrachten Sachargumente hingegen großzügig ignoriert. Daß umgekehrt von Feministinnen ganze Bücher mit Männerausrottungsfantasien geschrieben und veröffentlicht werden, die dann von anderen Feministinnen öffentlich bejubelt werden, zählt hingegen nicht, denn „den Feminismus“ gibt es ja bekanntlich nicht, sondern nur unzählige unterschiedliche Spielarten und Varianten, die man um Himmels will nicht in einen Topf werfen darf, und überhaupt ist das mit dem Männer-Holocaust doch bloß eine brilliante Satire…

  9. @ Sonny Burnett

    denn „den Feminismus“ gibt es ja bekanntlich nicht, sondern nur unzählige unterschiedliche Spielarten und Varianten, die man um Himmels will nicht in einen Topf werfen darf, und überhaupt ist das mit dem Männer-Holocaust doch bloß eine brilliante Satire…

    Schöner Beitrag. Diese oberflächlichen Abwehrargumentationen sind auch das, was mich persönlich am meisten an dem Thema interessiert. Man kann auf unendlich einfache Weise die Verlogenheit und Widersprüchlichkeit vieler Argumentationsmuster von Feministinnen ausmachen und sie darstellen.

    Viele Leute argumentieren häufig und auch zurecht auf der Sachebene gegen Feministinnen. Dann haut man sich gegenseitig zehn Studien um die Ohren und das war’s.

    Die meisten etablierten Auffassungen von Gender-Theoretikern und Feministinnen sind allerdings auf einer viel grundsätzlicheren Ebene schon Humbug. Auf der Ebene des seriösen Denkens, so könnte man das nennen.

    Das habe ich ja auch in meinem Beitrag gezeigt: Daß selbst wenn dies alles stimmen sollte, was Mister Kemper erzählt, es irrelevant ist. Und daß genau dieses Arrangement zeigt, daß er als Forscher nicht ernstzunehmen ist.

    Ich entschuldige mich bei den mitlesenden Feministen für dieses Reflexionsniveau. Ihr dürft aber gerne Eure Verblendung hinterfragen.

  10. Milo permalink

    „Sehr korrekte Darstellung von Soziologen.“
    Nein. Von bestimmten Soziologen, die nicht redlich Wissenschaft betreiben. Soziologie an sich würde immer hinterfragen, welche Ideologie hinter einem Thema steckt. Soziologie ist nicht gleich Feminismus. Das ist Unsinn. Political Correctness ist es auch nicht. Wer Soziologie ernsthaft betreibt, kann eigentlich nicht politisch korrekt sein, schon allein, weil die Political Correctness selbst wiederum Forschungsgegenstand wäre. Man würde sich fragen, warum PC gerade jetzt und gerade von diesen Leuten gepusht wird. Dazu braucht man eine möglichst neutrale, WERTFREIE Sichtweise.

    Und es gibt auch Soziologen, die den Feminismus stark kritisieren, wie z.B. Rainer Paris.

    Also bitte nicht die Kritik an Pauschalisierung mit Pauschalisierung beantworten!

  11. Liberator permalink

    „profeministische Männerbewegung“
    ist das ein Oxymoron🙂

  12. Aventin permalink

    Soziologen?

    Soziologen haben soche „Kollegen“ und lassen sowas zu?
    http://www.soziologie.rwth-aachen.de/aw/cms/website/zielgruppen/~srw/gender/?lang=de

    Diese Menschen wollen ernstgenommen werden?
    Diese Zunft erheischt Anerkennung?

    Wenn die so weitermachen wird „Soziologe“ noch zu einem Schimpfwort-
    wenn es das nicht schon ist!

  13. Aventin permalink

    Pro „rechtsradikaler“ Zionismus?

    So schaufelt man sich sein eigenes Grab?

    (Antwort auf „“profeministische Männerbewegung”)

    War damals nicht.: „Jedem das Seine“ ?

    Nun, wer´s braunt (braucht) gerne!
    Der Feminismus hats aber auch nicht leicht mit Fakten!
    Die Fakten wollen einfach nicht passen!!

  14. Ich muss mir unbedingt alle alten Star Trek Folgen kaufen…

  15. Ja, die alten sind einfach Kult. Ich mag sonst noch TNG – The next generation für alle nicht Eingeweihten. Das war’s dann aber auch. Deep Space 9 und Voyager waren zwar ganz nett, aber es hat nicht Feuer gefangen.

    Das Problem ist, daß die Post-TNG Serien viel zu schnell aus dem Hut gezaubert wurden. Man hätte mindestens fünf Jahre Pause einlegen sollen. Das Geld hat die Seele dieser Serien zerstört. Vermutlich wären DS9 und VOY auch inhaltlich besser geworden, wenn man nicht zwanghaft Profit hätte machen wollen.

    Man hat praktisch den Geist von Star Trek ausgesogen.

    Wenn DS9 erst 1999 statt 1994 gestartet hätte, hätte man auch noch einen Quotenmoslem unterbringen können. Nach der Rechnung mit fünf Jahren Abstand wäre VOY dann erst 2011 gestartet. Dann wär der Captain bestimmt Moslem oder Chinese. Oder intersexuell.

  16. Ja James, das verstehe ich gut. DS9 war wirklich schon sehr übermultikulti. Und nicht mehr so wie NG war – ein überlegt agierender Captain und wirkliche Prinzipien die durchgezogen werden, obwohl es schon damals zu „selbstkritisch“ war.

    Nicht mehr das Star Trek. Darum saufte die Serie auch ab. Es sprach nicht mehr etwas nachdenklichere junge Männer an.

    Es wird sich wieder ändern – ich bin wohl nicht der einzige der das ganze Satt hat und alles zusammen finanzieren soll.

    Templarii

  17. @Milo

    Wenn man wirklich „objektive“ Forschung betreiben will, muss man den Christlichen Gottesbegriff wieder einführen und ihn als objekt der Objektivität nutzen damit der Geist des Menschen sich nicht in sich selbst verstrickt.

    @Liberator
    Es gibt eine feministische Männerbewegung – seit 30 Jahren. Keiner hat sie gemerkt, sie ist halt so ne Weicheier Sache.. Kastraten von Beginn.

    Templarii

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