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Antje und die Freiheit: Die FrauenRECHTSbewegung

Januar 24, 2012

Antje Schropp – die Reichsfrauenbeauftragte des Führers – hat mal wieder die Weisheit mit Löffeln gefressen. Genau drei Tage vor dem 70. Jahrestag der Wannseekonferenz, in der die Endlösung der Judenfrage beschlossen wurde, schreibt Antje einen neuen Blogeintrag. Ein deutliches Zeichen dafür, daß sie dem rechtsextremen Flügel des Feminismus zuzuordnen ist.

Ein weiteres Indiz ist die chauvinistisch-frauenabwertende Verwendung des generischen Maskulinums in der folgenden Passage, in der es um eine Aussage des Physikers Stephen Hawking geht. Man lese selbst:

Ich nehme an, dass er bei dieser Gelegenheit noch mehr gesagt hat, aber die meisten Medien haben diese eine Antwort zum Aufmacher gemacht.

Eine geschlechtergerechte Sprache, müßte im vorliegenden Fall auch weibliche Aufmacher berücksichten oder eine geschlechtsneutrale Form finden. Der Satz könnte also lauten:

Ich nehme an, dass er bei dieser Gelegenheit noch mehr gesagt hat, aber die meisten Medien haben diese eine Antwort zur Aufmacherin oder zum Aufmacher gemacht.

Oder wesentlich eleganter und dem Sprachgefühl entgegenkommend:

Ich nehme an, dass er bei dieser Gelegenheit noch mehr gesagt hat, aber die meisten Medien haben diese eine Antwort zum/zur Aufmachenden gemacht.

Bei dieser Form wird auch die sächliche Form berücksichtigt, da es ja auch das Aufmachende gibt, mit dem man einen Artikel beginnen kann.

Diese sprachlich-geschlechtergerechte Unsensibilität ist typisch für die Herrschaftssprache der rechtsgerichteten Feministinnen.

Antje Schrupp ist auch deshalb eindeutig als rechts einzuordnen, weil sie von einer Unterschiedlichkeit von Mann und Frau ausgeht. Hier findet also eine „Rebiologisierung“ der Geschlechterfrage statt. Der Soziologe Andreas Kemper hat dies als eindeutiges Kriterium für eine rechte Gesinnung ausgemacht.

Nun aber zum eigentlichen Inhalt vom Artikel der Reichsfrauenbeauftragten, die genau weiß, wie das Verhalten von Männern und Frauen zu deuten ist.

In ihrem Artikel mokiert sich Antje Schrupp darüber, daß Frauen von Männern entweder als großes, unlösbares Rätsel dargestellt werden oder als das genaue Gegenteil: Als den Männern genau gleich. Beides findet Frau Schrupp schlimm. Denn beide Erklärungen dienen dem Ziel, Frauen aus der Gesellschaft auszugrenzen.

Bei Podien und Diskussionen sind nämlich ganz wenig Frauen da, sondern ganz viele Männer. In ihrer objektiv-empirischen Vorgehensweise hat Frau Schrupp nun herausgefunden, daß dahinter finstere Machenschaften stehen. Frauen sind auf solchen Podien nämlich nicht erwünscht – obwohl es genauso viele bekannte weibliche Politiker, Wissenschaftler und Journalisten gibt wie männliche. Und obwohl Frauen genauso eloquent diskutieren können wie Männer. Wir leben ja im Patriarchat. Oder im Postpatriarchat. Was auf dasselbe herauskommt – nur mit Post dran.

Der Kniff geht so: Wir erklären Frauen zu einem großen Rätsel. Dann müssen wir sie nicht zu solchen Podien einladen, weil sie einfach so schwer zu verstehen sind. Wenn das nicht klappt, erklären wir Frauen einfach als nahezu den Männern gleich, weshalb es einfach uninteressant ist, eine Frau in eine Diskussion einzuladen. Was soll da noch Besonderes zu hören sein?

Das ist die Strategie des Patriarchats.

Antje ist ja Reichsfrauenbeauftragte. Und als solche weiß sie, wie die Dinge laufen. Die Antje sagt dis, was sie denkt, so:

Meine Idee nun ist folgende: Diese beiden scheinbar so diametral entgegengesetzten Vorstellungen, die unter Männern über Frauen kursieren – „sie sind ein unerklärliches Mysterium“ versus „sie sind ganz genauso wie wir“ – sind nur die zwei Seiten derselben Medaille. Sie führen nämlich beide zu dem Schluss, dass es eigentlich keinen Grund gibt, mit Frauen zu reden. Denn welchen Sinn soll es haben, Frauen zuzuhören, wenn man schon von vornherein weiß, dass man sie nicht verstehen wird, weil sie ja so mysteriös sind? Oder welchen Sinn soll es haben, Frauen zuzuhören, wenn sie doch eh nichts anderes sagen werden als Männer auch?

Männer wollen Frauen nicht zuhören.
Weil sie ganz anders sind.
Weil sie sowieso gleich sind.

So drehen sich Männer die Dinge.

So darf das nicht weiter gehen. Denn sonst reden die Männer nicht mal mehr mit ihresgleichen, weil die ja auch genau gleich sind. Eine gefährliche Strategie des Patriarchats.

Das Problem sind die Männer.
Die Frauen sind Opfer.
Die Männer müssen sich ändern.

Rechtsgerichtete Feministinnen wie Antje Schrupp sind also durchaus flexibel in ihren Erklärungsansätzen.

Die Antje sagt dis so:

Dabei wäre es doch eigentlich so einfach. Frauen sind nämlich keine Wesen vom anderen Stern. Man kann mit ihnen reden, echt jetzt. Und nicht nur, weil sich das heute nunmal so gehört für den toleranten Mann, sondern weil man dabei tatsächlich zuweilen Sachen erfährt, auf die man selber nicht gekommen wäre.

Aber natürlich nur, wenn’s einen auch interessiert.

Männer haben Defizite.
Sie können von den Frauen lernen.

Männer müssen erst einmal lernen, mit Frauen zu reden. Das können sie noch nicht.

Aber dazu müssen sie auch erst einmal aufhören zu denken, daß Frauen genau gleich sind wie sie – oder total anders.

Der rechtsgerichtete Feminismus zeichnet sich auch dadurch aus, daß er Männer zu emotionalen und kommunikativen Idioten erklärt und Frauen eine höhere Intelligenz zuschreibt.

Nach außen wird versucht, Prominente zu vereinnahmen und sich in einer Art Querfrontstrategie als emanzipatorisch darzustellen; intern dient das Feindbild Mann zur eingeschworenen Frauenkumpanei, die keinen Widerspruch duldet. Die Frauenrechtsbewegung geht konform mit inflationärer Fraunförderung und Männer-Bashing und kann realpolitische Erfolge, Universitäts-Konferenzen und eine Rebiologisierung von Geschlechterfragen vorweisen.

Demnächst nur auf diesem Kanal: Antje und die Freiheit! – Die geheimen Tagebucheinträge von Antje Schrupp

Verpassen Sie keine Folge!

Eine internationale Co-Produktion von GenderTV, DeBiLplus und Schwafel1


Quelle

4 Kommentare
  1. Wirklich amüsanter Beitrag!

    Nach dem Lesen bin ich der Meinung, zumindest Frau Antje muss in die Therapie, denn mit Logik ist nichts mehr zu machen, und entsprechend kann man mit Frau Antje auch nicht reden. Allein die Rabulistik von Frauen in nicht zu verstehen und Frauen sind wie Männer und aus beiden Gründen reden Männer nicht mit Frauen – das macht in der Tat sprachlos, ob seiner Idiotie. Wer es schaftt, derart verquer zu denken, der hat wirlich ein Verständigungsproblem. So ähnlich wie wir Männer, die wir uns alle so ähnlich sind, weshalb wir nicht miteinander reden. Hier hilft nicht einmal mehr ein Babelfisch weiter…

  2. Omti permalink

    Autsch, das tut weh:D
    Merkt die das denn gar nicht mehr, was sie da schreibt? Echt jetzt! Imer ernst, wenn alle Frauen so drauf sind wie sie, dann erklärt das doch alles. Abgesehen davon, wer hält denn die Damen davon ab zu Podiumsdiskussionen hinzugehen, oder ihre eigenen Aufzumachen?
    Es kann doch nicht im Ernst sein, das zu den lila Muschi veranstaltungen mehr Pudel als Frauchen hingehen. Wenn ja, dann sollten wir vielleicht eine Impfung gegen Feminismus erfinden um so die armen Pudel zu kurieren und wieder zu Menschen zu machen – oder so ^^

  3. Erza permalink

    Frau Antje bring Käse aus Deutschland.

  4. Ich weiß wieder einmal, warum ich nicht mehr auf Antjes Blog vorbeischaue. Das kann sich kein normaler Mensch mehr antun, sorry, ohne seine psychische Gesundheit zu gefährden. Zudem sind solche Irrationalitäten äußerst gefährlich, wie uns die Geschichte immer und immer wieder vorführt.

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