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Homophobie mal ganz sachlich

Mai 29, 2012

Passage aus einem Buch über sexuellen Mißbrauch und Mißhandlung

Marcus ich kann dir nicht ganz zustimmen. Ich z.B. kenne durchaus zwei Bekannte von mir, die sich selbst als homosexuell bezeichnen, wobei ich allerdings weiß, dass der eine damals mit 12 seine erste Freundin hatte und dann auf einer mehrtägigen Klassenfahrt von einem älteren Hebephilen missbraucht wurde. Er hatte zuvor keinerlei Anstalten gemacht, auf Jungen zu stehen. Ich glaube schon, dass es auch durch Missbrauch so was gibt.

Kommentar bei GayWest

Aus einer Studienübersicht zur Homosexualität

Habe vor ca 3 Monaten einen Mann kennengelernt. Wir haben uns ineinander verliebt und bisher klappt alles bestens in unserer Beziehung! Nur ein Problem ist mir aufgefallen: Er war sehr unsicher,

was die Sexualität angeht. Er wusste nicht wie er mich anfassen soll ect… ich dachte es liegt daran, dass er vielleicht unerfahren ist. Aber ich merkte auch, dass irgendwas nicht stimmt….

Ich fragte ihn (da wir uns immer bei mir getroffen haben), ob wir uns auch mal bei ihm treffen könnten (da ich ja auch wissen möchte, wie er lebt). Daraufhin kam er mit komischen Ausreden. erst dachte ich mir nichts dabei, aber mein Gefühl, dass irgendwas nicht stimmte wurde immer stärker. ich sprach ihn immer wieder darauf an, warum ich ihn nicht besuchen kommen durfte. Ich war fix und fertig, weil ich wusste, dass er was zu verbergen hatte. Er gab dann unter tränen nach und erzählte, dass er mit einem Mann zusammenwohne. schon mehrere jahre. Er wäre schwul gewesen (er glaubte es zumindest) bis er mich kennenlernte. Er würde mich lieben und mich begehren. Die 2 würden nur noch zusammenwohnen, wie Brüder es tun. Nur den Schritt zur entgültigen trennung hätte er wohl nicht gewagt!

Ich weiß nicht mehr, was ich denken, fühlen handeln soll! Einerseits bin ich froh, es zu wissen, andererseits bin ich so unsicher! zur Info: Mein Freund ist 23 ich bin 24 Jahre alt. Ich bin ziemlich weiblich, habe lange Haare und ne frauliche Figur, Sein partner bzw. ex-partner hätte wohl die Frauenrolle gespielt und nimmt hormone. Er hätte allerdings noch nie so gefühle zu einer Person gehabt, wie zu mir!

Meine Fragen: Wie kann ich mich verhalten? (Ich habe ihn getröstet und ihm erklärt, er solle die Situation klären) 2.: Wie kann es sein, dass man schwul / oder auch nicht ist?? 3.: Ach ich weiß ach nicht mehr wieter! Ich liebe ihn und will ihn nicht verlieren!!! DANKE

Beitrag auf gofeminin

Aus einer Studienübersicht zur Homosexualität

lesbisch weil sie missbraucht wurde?

Hallo ich bin lesbisch und hab ne feste Freundin… Problem ist sie hat mir erzählt dass sie missbraucht wurde ziemlich lange sogar. Damit kann ich noch umgehen mir ist das Selbe passiert. ABER, sie hat auch gesagt dass sie auch schon was mit Typen hatte nur nie mehr als knutschen weil sie das eben wegen der Missbrauchssache nicht konnte… Da stellt sich die Frage, ob sie nicht eigentlich hetero ist oder lieber einen Freund hätte aber nicht darüber hinweg sehen kann, dass das damals passiert ist. Ich fühl mich da irgendwie ein bisschen so als würde sie versuchen in der lesbischen liebe das zu finden was sie glaubt in der heteroliebe nicht mehr finden zu können… Sie scheint die erlebnisse von damals aber schon verarbeitet zu haben. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Was sagt ihr dazu?

Beitrag aus dem Forum gutefrage.net

Aus einer Studienübersicht zur Homosexualität

selbst wenn eine pathologisierung vorläge, müsste die frage erlaubt sein, was an der feststellung einer krankheit, fehlentwicklung oder störung diffamierend oder phobisch sein soll. wir stellen alle möglichen krankheiten, störungen und fehlentwicklungen fest, ohne dass die betroffenen sich das verbitten, sich diffamiert fühlen und den gesamten medizinbetrieb als z.b. apendizitophob hinstellen. es war auch jeder schon mal krank und hatte kein problem mit dieser “pathologisierung”.

besonders interessant ist in diesem kontext die argumentation der “queer feministinnen”, die zwar jede biologische ursache für geschlechtsunterschiede und letztlich diese selbst in abrede stellen, bei homo- und transsexualität aber problemlos biologische ursachen akzeptieren.

mir ist vollkommen schleierhaft, wieso es überhaupt wichtig sein soll, dass ein bestimmtes verhalten natürlich ist und ganz dringend biologische ursachen hat. ein verhalten kann auch soziokulturelle ursachen haben. wieso ist eine biologische ursache angeblich mehr wert und taugt als legitimation? und wieso taugen da plötzlich beispiele auch dem tierreich? ich stelle mir vor, man käme mit dem tierreich, um das patriarchat zu legitimieren *lol*

Teil eines Kommentars von Buddy

Aus einer Studienübersicht zur Homosexualität

Danke James!!!!
Ich danke dir für deine Mühe dich diesem Thema zu widmen. Du liegst mit deinen Beobachtungen und Einschätzungen vollkommen richtig. Bin froh endlich mal auf einen Blog gestossen zu sein der sich diesem Thema mit Objektivität und Verstand widmet. Mit diesen Einsichten bin ich unter andern Schwulen leider bis jetzt noch ganz alleine und werde völlig ausgeschlossen. Ich kann dir viele deiner Beobachtungen und Schlüsse über Homsexualität und vorallem der Diskusion darüber aus Sicht eines Homosexuellen bestätigen, und auch genauer erklären. Auch ich werde für meine Fragen und Antworten von Adrian einfach als homophob bezeichnet, bei mir sei sie einfach internalisiert und als Minderwertigkeitsgefühle zu erkennen. Bitte lasst es mich wissen wenn es ausser mir noch andere Schwule gibt welche sich für einen ehrlicheren Blick auf ihre Neigungen, und gegen die Wahrheits- und Faktenunterdrückung fanatischer Schwulen einsetzen. Ich fühle mich sehr alleine und einsam damit, und bin dir sehr dankbar dass du dich als Heterosexueller diesem Thema angenommen hast und mich in meinem Bestreben bekräftigst.

Kommentar von Neozelot zum Artikel „Die Homo-Rüge“

Niemand kann etwas dafür, wenn er homosexuell lebt. Und es ist auch nicht das (gesellschaftliche) Ziel, daß man wieder “normal” wird. Aber man sollte eben der Wahrheit auf den Grund gehen, egal wie sie aussieht.

Eine Auseinandersetzung mit unangenehmen Wahrheiten ist immer hilfreich. Das Lustige ist, daß die heutige liberale Atmosphäre in bezug auf (Homo-)Sexualität genau dazu führen wird, daß Homosexuelle viel eher sich selbst und eventuelle Mißbrauchserfahrungen problematisieren werden.

Jetzt ist auch viel mehr Raum dafür da, sich einer Pathologie der Homosexualität zu stellen. Dieses Thema ist jetzt viel weniger angstbesetzt bzw. wird es sein, weil der tolerante Umgang mit Homosexuellen gewährleistet ist, gesellschaftlich etabliert ist.

Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu homophob. (:

Teil der Antwort von mir auf Neozelots Kommentar

Ich persönlich finde es auf beiden Seiten schade, dass der Diskurs hier – nicht auf diesem Blog – nicht wertneutral geführt werden kann. Ich halte nichts davon, Menschen zu unterdrücken, poche jedoch darauf, auch die Frage stellen zu dürfen, warum Menschen mit einer gleichgeschlechtlichen Orientierung für rund 2/3 aller HIV-Neuansteckungen und prozentual für die meisten sexuellen Übergriffe an Jungen verantwortlich zeichnen

Teil eines Kommentars von Terminatus zum Artikel „Die Homo-Lüge“

Auch hier wieder zahlreiche Unterstellungen. Außerdem will Adrian immer noch nicht zur Kenntnis nehmen, daß ich eine Verneinung eines Mißbrauchs nicht per se als Beleg für meine These ansehe, sondern, daß eine bewußte Verneinung nicht unbedingt bedeuten muß, daß auch tatsächlich kein Mißbrauch vorgefallen ist.

Diese einfachen Zusammenhänge sind übrigens eine tiefenpsychologische Binsenweisheit und ein ganz normaler Sachverhalt. Viele Mißbrauchsopfer haben kein bewußtes Erinnern an diese Vorkommnisse und erinnern sich erst im Laufe des Lebens daran, wenn sie sich mit den Ursachen ihrer Probleme auseinandersetzen. Ich vertrete hier also keineswegs eine ungewöhnliche These.

Passage aus meinem Artikel „Die Homo-Rüge“

Als Etappenziel kann hier nur eine Versachlichung der Diskussion um das Problem der Pädosexualität vorgeschlagen werden. Als strafrechtliche Perspektive wäre hier z.B. eine Novellierung ins Auge zu fassen, die einerseits das jetzige “Schutzalter” von 14 Jahren zur Disposition stellt (in den Niederlanden gab es solche Initiativen mit erheblichem Erfolg!) oder auch eine Strafabsehensklausel.

Volker Beck, schwulenpolitischer Sprecher der Grünen, in: Angelo Leopardi (ed.), Der pädosexuelle Komplex, Berlin, Frankfurt (Main)

Du hälst es nicht mal nötig Deine Indizien und Belege “im Überfluss” zum Missbrauch zu verlinken. Hinweise, dass man selbst als Schwuler nicht missbraucht wurde, konterst Du mit dem süffisanten Einwand, diese Erfahrung habe man abgespalten, weil sie zu traumatisch sei.

Wie auch immer, was daran so interessant sein soll, Homosexuelle zu pathologisieren und sie somit allesamt als quasi gestört zu bezeichnen, bleibt wohl Dein Geheimnis. Entweder bist Du eine Klemmschwester oder ein pathologischer Mösenvögler. Und ja, letzteres darfst Du ruhig empört zitieren um zu beweisen, dass wir kranken Schwule Dich und Deine Ansichten unterdrücken wollen.

Kommentar von Adrian zu meinem Artikel „Die Homo-Lüge“

?!? Was für eine kindliche Art der Argumentation Kirk hat, das haut mich aus den Socken. Muss schön sein in so einer beschränkten Welt leben zu können ohne zu verzweifeln. Man sollte ihm ein Bonbon geben…

Kommentar auf GayWest

Alles Evolution

Ich möchte abschließend noch ein paar Worte zu den billigsten Abwehrphrasen verlieren, die einem entgegenschlagen, wenn man nur die Wörter Homosexualität und Mißbrauch in den Mund nimmt.

Das Grundproblem ist hier der völlige psychologisch-emotionale Analphabetismus bei vielen Mitdiskutanten. Alice Miller würde sagen: Die emotionale Blindheit.

Psychische Zusammenhänge werden betrachtet wie Betriebsanleitungen oder Schaltkreise – wie objektiv-technische Gegebenheiten. Ein Mensch, der als Kind geschlagen wurde, der sexuell mißbraucht wurde oder der nur rein psychische Mißhandlungen wie Lieblosigkeit und Ignoranz erfahren hat, kann dies auf Millionen verschiedene Arten und Weisen erfahren. Und aus der bloßen Tatsache, daß dies oder jenes in der Kindheit geschehen sei, kann man nicht im geringsten die konkrete seelische Situation eines Kindes in Erfahrung bringen.

Es gibt Kinder, die viel geschlagen wurden, aber dennoch auch ausgleichende liebevolle Erfahrungen gemacht haben, sodaß sie später nicht so destruktive Wege einschlagen mußten wie andere Kinder, die nur Grausamkeit kannten.

Ein Mensch, der sexuell mißbraucht wurde, wird in aller Regel dazu tendieren, diese Erfahrungen auf sexueller Ebene zu reinszenieren. Er kann sich prostituieren, er kann sich nicht mehr wohl in seinem Geschlecht fühlen und eine neue „Geschlechtsidentität“ anstreben. Er kann „Sadomasochismus“ als „sexuelle Orientierung“ verkaufen. Er kann Feministin werden und sich über Pornographie aufregen und darüber, daß nur Frauen vergewaltigt werden und sexuellen Mißbrauch in der Kindheit erfahren.

Er kann uns mitteilen, daß der heterosexuelle Geschlechtsakt immer einen Akt der Unterwerfung darstellt. Er kann wie Nadine Lantzsch überall „Heteronormativität“ ausmachen, weil er diesen „Zwang zur Heterosexualität“ tatsächlich als Kind erfahren hat. Er kann auch von einer „Rape Society“ fabulieren, da dies immer noch angenehmer ist, als den sexuellen Mißbrauch in der eigenen Kindheit und die damit verbundenen Gefühle zu realisieren.

An dieser Stelle muß ich kurz auf Menschen wie Christian zu sprechen kommen, die in ihrem objektivistischen Autismus vermutlich gar nicht den Sinn und die Symbolik dieser Zeilen verstehen. Menschen wie Christian scheinen komplett ihren Verstand ausschalten zu wollen und unter keinen Umständen irgendeinen Sinn hinter dem destruktiven und irrsinnigen Verhalten vieler Menschen sehen zu wollen.

Da muß dann die Evolution für herhalten. Ähnlich wie früher der Teufel.

Menschen wie Christian und viele seiner Kommentatoren fixieren sich zwanghaft auf die objektiv-materielle Ebene und blenden jegliche psychische Bedingtheit des Lebens aus.
Darüber, daß viele Feministinnen als Kinder sexuell mißbraucht wurden und später ganz zufällig einen homosexuellen Lebensweg wählen, brauchen wir nicht nachzudenken. Ganz überhaupt verschließen wir am besten die Augen vor jedwedem Sinnzusammenhang, der uns auf einer rein psychischen Ebene viele Dinge sehr einfach erklären kann.

Jemand, der als Kind sexuell mißbraucht wurde, kann auch magersüchtig werden und seine verdrängte Not an seinem Körper inszenieren. Es ist kein Geheimnis, daß viele Magersüchtige als Kind sexuell mißbraucht wurden.

Es gibt Millionen von Möglichkeiten, sein verdrängtes Kindheitsleid als Erwachsener unbewußt in Szene zu setzen. Argumentationen, die also darauf hinweisen, daß nicht jeder Mißbrauch zu Homosexualität führt, sind schlichtweg irrelevant und zeigen nur den emotionalen Analphabetismus der betroffenen Personen bzw. die Abwehr und Angst, sich ernsthaft auf das Thema der Kindesmißhandlung einzulassen.

Dann dürfen wir uns noch anhören, daß ja nicht alle Befragten antworten, sie seien als Kinder sexuell mißbraucht worden, also kann das mit dem Mißbrauch ja wohl nicht stimmen. Es kommen bei den Statistiken „überraschenderweise“ auch nicht immer wieder die gleichen Prozentzahlen zustande. Wie kommt das wohl? Könnte man daraus vielleicht etwas schließen? Lieber nicht. Eine unangenehme Fragestellung läßt sich doch mit dieser selbstgewählten Idiotenperspektive so schön aus der Welt schaffen.

Für diese Idiotenperspektive gibt es bereits viele etablierte Begriffe wie z.B. Objektivismus, Reduktionismus, Rationalismus, Determinismus oder Materialismus. Man könnte sie auch einfach als naturwissenschaftlichen Autismus bezeichnen, der jegliche subjektiv-psychische Dimension des Lebens ausblendet.

Es gibt auch zahlreiche subtilere Formen des Inzests und Mißbrauchs. Eine rein statistisch-objektive Herangehensweise an dieses Problem ist völlig unzureichend. Diese Hintergründe sind eigentlich jedem halbwegs gebildeten Menschen bekannt bzw. man kann ganz einfach von selbst darauf kommen. Dazu braucht man keine tollen Philosophen zu lesen. Man ist in Diskussionen über dieses Thema stets mit den stupidesten Abwehrritualen konfrontiert, die in ihrer Verlogenheit und offensichtlichen Unaufrichtigkeit schon regelrecht anekeln.

In ihrem Buch „Evas Erwachen – Über die Auflösung emotionaler Blindheit“ schildert Alice Miller den Fall einer Frau, die schwer von ihren Eltern mißhandelt wurde und die sich noch irgendwie an die rettende Illusion klammerte, sie habe Zuneigung von ihrem Vater erhalten. Erst in einer Therapie kam sie der bitteren Wahrheit immer näher, daß sie von ihrem Vater sexuell mißbraucht wurde. Wieso war dieser Frau ihr halbes Leben lang nicht bewußt, daß sie mißbraucht wurde? Vielleicht fühlt man sich am besten mal in die Lage eines Kindes ein, dann sind diese Prozesse möglicherweise nicht mehr so geheimnisvoll.

Für ein Kind ist es zunächst lebensrettend, sämtliche Mißhandlungen – welcher Art auch immer – zu verdrängen. Anders kann ein Kind, das seinen Eltern völlig vertraut, gar nicht überleben. Es ist also eher selbstverständlich, daß Homosexuelle nicht zu hundert Prozent die Frage nach einem Mißbrauch bejahen.

Es ist immer wieder beklemmend, den völligen psychischen Analphabetismus zu erleben, wenn es um das Thema Kindheit geht.

Man kann gerne der Auffassung sein, daß Homosexualität natürlich sei. Man sollte aber bedenken, daß bereits auf einer objektiven Ebene eine Homosexualität sehr fragwürdig ist. Wenn die sexuelle Orientierung kulturell bedingt sein sollte, also eine Wahl darstellte (Gender-Variante), wäre das Überleben der Art nicht mehr zwingend gesichert. Dies würde ein Aussterben der Menschheit ermöglichen, da theoretisch jeder homosexuell leben könnte. Worin besteht also der Anreiz, sich fortzupflanzen? Es muß sich also evolutionsbiologisch geradezu eine substantielle „Heterosexualität“ etablieren. Und komischerweise entspricht dies auch der Realität bei Mensch und Tier. Ganz nebenbei wäre es auch merkwürdig, warum sich bei einer angenommenen völligen Wahlfreiheit der sexuellen Orientierung unsere Geschlechgtsorgane evolutionsbiologisch erhalten haben. Aber das alles ist ja eine falsifizierende Fragestellung, die in universitären Gender-Kreisen nicht so beliebt ist.

Nun zur Biologie-Variante der Homophilie. Hier kann man nur sagen, wie absurd komisch es ist, daß über jede Wahrscheinlichkeit doch noch über fünf Ecken ein Selektionsvorteil der Homosexualität darüber konstruiert wird, daß angeblich weibliche Verwandte von Homosexuellen eine größere Fruchtbarkeit aufwiesen und damit das homosexuelle Erbgut weitergeben.

Warum die Natur zu solch einer indirekten Strategie greift, ist reichlich merkwürdig, wenn sie es doch auch viel direkter haben kann. Natürlich handelt es sich bei dieser Version nur um eine Hypothese, keineswegs um gesichertes Wissen.

Man stelle sich nun einmal vor, vor einer Million Jahren entsteht bei einem Hominiden eine Mutation, die dafür sorgt, daß einer seiner männlichen Nachkommen homosexuell wird – also komplett seine Fortpflanzungsfähigkeit einbüßt. Und glücklicherweise sorgt diese Mutation gleich auch noch dafür, daß seine weiblichen Geschwister fruchtbarer sind und somit das Homogen retten! Welch glückliche Fügung der Geschichte! Willkommen im Homo-Wunderland!

Und dann gibt es ja auch noch lesbische Homosexualität. Da werden wir bestimmt auch noch eine Erklärung finden, die uns vor unangenehmen Überlegungen bewahrt. Und im Tierreich finden wir ja auch ganz viel Homosexualität. Homosexualität, das ist doch ganz natürlich! Das gab’s schon immer! Das wird es immer geben. Nur noch Ewiggestrige bestreiten das.
Das eigentlich Peinliche ist, wie sich erwachsene Menschen diesem Zeitgeist anbiedern und jeglichen Verstand ablegen, um nur ja nicht anzuecken. Das ist für mich das eigentlich Perverse an diesem Zeitphänomen, nicht das Treiben von Homosexuellen.

Christian muß mir noch erklären, wie solch ein Verhalten eigentlich in Demokratien möglich ist. Sowas gibt’s doch nur in Diktaturen, wo es keine Meinungsfreiheit gibt wie in unserer schönen Gesellschaft.

Mir ist es wichtig zu betonen, daß man all diese geistigen Winkelzüge und Betrachtungen auf einer objektiven Ebene, die ich hier vorgeführt habe, im Grunde genommen gar nicht benötigt, wenn man einmal sein Herz sprechen läßt. Was empfindet man eigentlich, wenn man sich Homosexuelle beim Analverkehr vorstellt, wenn sie sich küssen? Aber wir haben ja gelernt, daß Gefühle etwas Negatives sind und wir auf keinen Fall ihren Botschaften trauen und folgen dürfen. Wir wollen ja nicht intolerant sein.

In heutigen Zeiten ist es in Mode, sämtliche Phänomene der menschlichen Destruktivität auf genetische Ursachen zurückzuführen. Wir dürfen auf keinen Fall all das indirekte Leid der Kindheit zur Kenntnis nehmen, daß sich in so verschiedenen Dingen wie religiösem und politischem Fundamentalismus, sexuellen Störungen, psychischen Erkrankungen, Erfolgssucht, Besitzstreben etc. widerspiegelt.

Wie soll denn das etwas mit traumatischen Kindheitserfahrungen zu tun haben? Das ist doch naiv! Das machen die Leute doch alle freiwillig. Oder weil sie von „den Religionen“ oder „dem Kapitalismus“ dazu gezwungen werden. Oder vom „Sozialismus“.

Homosexuelle können heutzutage ihre verdrängte Not noch in einem „Streben nach sexueller Selbstbestimmung“ inszenieren, die sie in der Kindheit nicht hatten. So erklärt sich auch zum Teil das aggressive Auftreten der Homo-Lobby. Es wird für eine „Gerechtigkeit“ gekämpft, die in der Kindheit nicht vorhanden war.

In den kommenden Jahrzehnten werden meiner Meinung nach mehr und mehr Homosexuelle ihr wirkliches Drama und die eigentliche Tragik ihrer Existenz zum Ausdruck bringen und über ihre Kindheitserfahrungen sprechen. Im Moment muß unsere neurotische Gesellschaft noch zwanghaft die Frage der Toleranz und Nichtdiskriminierung mit einer angeblichen Natürlichkeit der Homosexualität verknüpfen.

Wie dem auch sei: Mit meinen Artikeln richte ich mich vor allem an die reflektierteren Leute, denn ich weiß natürlich, daß ich etwas Falsches tue, indem ich ganz einfach völligen Irrsinn, der aber von der Gesellschaft sehr geschätzt wird, als solchen bezeichne. Ich denke, es ist wichtig, daß zumindest einige wenige Menschen die wirklichen Hintergründe verstehen. Das ist die Basis für eine langsame Veränderung des Blickwinkels.

PS: Man muß sich keine Sorgen um meine seelische Verfassung machen angesichts der Reaktionen, die ich erhalte. Berauschend ist es allerdings auch nicht, wenn man solch stupide Antworten erhält wie auf Christians Blog. Diese Stupidie besteht übrigens nicht in einem mangelnden Wissen – bevor man mir das vorwirft -, sondern in einem Nichtwissenwollen, in einem völligen Unwillen, eine bestimmte Position ernsthaft zu diskutieren. Nichtsdestotrotz haben die Overkill-Diskussionen auf „Alles Evolution“ durchaus einen didaktischen Mehrwert. Man sollte sich vor Augen führen, wie stark die Abwehr gegen das Offensichtliche ist, und daraus seine Schlüsse ziehen.

Das letzte Wort hat Buddy:

nicht zu vergessen, dass die zuschreibung einer phobie auch eine pathologisierung darstellt

From → Schwulitäten

16 Kommentare
  1. ozelot (neozelot) permalink

    hallo james

    danke für diesen herausragenden artikel. lerne sehr viel durch deinen blog und die kommentare da. vorallem habe ich den „psychologisch-emotionalen Analphabetismus“ davor, nie so klar als das grundproblem erkannt. obwohl ich „alice miller“ und ihre bücher gut kenne und sehr schätze. auch was „zelot“ bedeutet, war mir völlig neu. danke. „gaywest“ und dessen betreiber haben mich sowas von angewidert, dass ich die seite nie mehr aufrufen werde. abartig, was der von sich gibt.

    nun ganz was anderes.
    sprechen wir vom selben „objektivismus“ wenn du den auch als idiotenperspektive bezeichnest?
    kennst du ayn rand? http://de.wikipedia.org/wiki/Objektivismus_(Ayn_Rand)

  2. Hallo Neozelot,

    ich habe eigentlich noch gar nicht geguckt, was Objektivismus offiziell heißt. Ich verwende es als Analogie zu Subjektivismus. Also eine Perspektive, die sich nur auf objektive Gegebenheiten fixiert und gelten läßt.

    Objektivismus ist eher ein Männerproblem, da Männer von ihrem Naturell eher auf objektiv-physische Tatsachen orientiert sind. Damit kann man dann alles ausblenden, was subjektiv und psychisch bedingt ist. Also wie subjektive Gegebenheiten die Welt beeinflussen.

    In meinen Artikeln geht es im Grunde genommen gar nicht um Homosexuelle und deren Leben, sondern um den verlogenen gesellschaftlichen Diskurs. Deshalb sind satirische Begriffe wie „Homolukken“ auch nicht abwertend in bezug auf Homosexuelle gemeint, sondern karikieren unsere neurotische Homophilie in der Gesellschaft.

    Emotionaler Analphabetismus ist ein ganz guter Begriff, um das zu bezeichnen, was in unserer Gesellschaft los ist. Da wird alles fröhlich genetisch oder sonstwie erklärt, ohne auch nur die offensichtlichen Traumen und Verletzungen hinter destruktiven Verhaltensweisen zur Kenntnis nehmen zu wollen.

    Ein Objektivist sagt dann, nicht jede Feministin ist lesbisch, nicht jede Feministin wurde sexuell mißbraucht, Na und dann sind ja auch nicht alle Homosexuellen laut Statistik mißbraucht worden. Also alles Unfug. Keine kausalen Zusammenhänge. Praktisch wie ein Autist.

    Man stellt sich also dumm, bis zum gehtnichtmehr. Ich kenne natürlich diese Prozesse und sie sind alltäglich, wenn es um das Thema Kindheit, Trauma und Eltern geht. Es besteht keinerlei Interesse, Zusammenhänge symbolisch-psychisch zu verstehen, einen Sinn hinter all der Destruktivität zu erkennen.

    Das Problem der Kindesmißhandlung betrifft letztlich jeden Menschen. Homosexualität als Folge von sexuellem Mißbrauch ist da nur ein kleiner Teilbereich.

  3. ozelot (neozelot) permalink

    Dann schau dir doch mal dieses Interview von Ayn Rand an. So viel ich weiss, hat sie diese Philosophie sehr geprägt. Hier ist der erste Teil in deutsch untertitelt.

    Objektivismus ist kein Problem, es ist ein Segen. Es ist bestimmt nicht so gemeint und überhaupt nicht objektiv, alles Subjektive und psychisch bedingte auszublenden. Das wäre meiner Logik nach, Ignoranz oder Dummheit.

    Deine Artikel über Homosexualität verstehe ich voll und ganz. Und wer beim lesen seinen Verstand und die Logik nicht ausblendet, erkennt auch schnell dass nicht du, sondern deine Gegnerz ein Problem mit Homosexualität haben.

  4. ozelot (neozelot) permalink

    untertitel kann man einschalten wenn nicht schon sichtbar

  5. Hallo Neozelot,

    ich habe den Wikipedia-Artikel zu Ayn Rand gelesen. Das ist ja eine ausgearbeitete Philosophie, ich meine mit Objektivismus, Materialismus und dergleichen eher eine allgemeine (pathologische) Grundhaltung, in der in diesem Falle die subjektive und geistige Dimension des Lebens ausgeblendet oder marginalisiert wird. Selbstverständlich aus Abwehrgründen. Mit so einer androiden und autistischen Haltung kann man schön unangenehmen Fragestellungen aus dem Weg gehen.

    Ich sehe aber auch bei Ayn Rand gewisse pathologische Qualitäten, die mit meinem Objektivismus etwas zu tun haben. Das ist ja eine sehr rationale, logische Philosophie, wo die Welt auf einer abstrakten Ebene geordnet wird. Ich empfinde diese Philosophie ebenfalls als abwehrbehaftet und weltfremd, was aber nicht verwunderlich ist, das trifft meiner Meinung nach auf so gut wie jede Philosophie zu.

    Aus meiner Sicht verkennt Rand die Bedeutung der Gefühle und ihre Wichtigkeit für Erkenntnis. Gefühle sind viel elementarer als Verstandeserkenntnis. Der Verstand ist dem Fühlen nachgeordnet und nicht selten extrem pervertiert.

    Aus meiner Sicht kranken sämtliche Philosophien daran, daß auf einer abstrakten unverbindlichen Ebene, die Welt nach irgendwelchen Prinzipien geordnet wird und dann eine Art System erstellt wird, das man ebenso gut auch anders erstellen könnte, was ja nicht zuletzt die vielen Philosophien selbst beweisen.

    Sie alle kranken an ihrer Unverbindlichkeit und Irrelevanz für das konkrete unmittelbare Leben. Wenn man mit seinen echten Gefühlen konfrontiert ist, sind solche Philosophien ziemlich redundant.

  6. ozelot (neozelot) permalink

    „Aus meiner Sicht kranken sämtliche Philosophien daran, daß auf einer abstrakten unverbindlichen Ebene, die Welt nach irgendwelchen Prinzipien geordnet wird und dann eine Art System erstellt wird, das man ebenso gut auch anders erstellen könnte, was ja nicht zuletzt die vielen Philosophien selbst beweisen.
    Sie alle kranken an ihrer Unverbindlichkeit und Irrelevanz für das konkrete unmittelbare Leben. Wenn man mit seinen echten Gefühlen konfrontiert ist, sind solche Philosophien ziemlich redundant.“

    in diesem fall eben mal nicht. schau dir doch wenigstens noch den film an. viel klarer und verständlicher gehts doch fast nicht mehr.

  7. Ich habe jetzt auch das Video gesehen. Rand will eine Moral, die nicht durch Glauben oder Emotion begründet wird. Ihre Philosophie ist nachvollziehbar vor dem Hintergrund der USA. Ich halte diese Philosophie aber für rationalistisch. Ich bin der Meinung, daß eine Moral überhaupt nicht zu begründen ist, weil das Begründen an sich schon in Teufels Küche führt. Auf der Ebene des Intellekts kann man sich alles Mögliche herbeibegründen.

    Die Natur hat uns unsere Gefühle gegeben, die eindeutig sagen, was gut (für uns) ist.

    Rand kritisiert einen pathologischen Altruismus – vor dem Hintergrund des Christentums. Stichwort Verlogenheit. Aber was tut sie? Ihre Antwort ist ein pathologischer Egoismus. Das wird auch im Wiki-Artikel kritisiert. Auch jemand, den ich nicht kenne oder der ein „Sünder“ ist, kann meine Nächstenliebe erfahren. Rand versteigt sich bei ihrer an sich berechtigten Kritik am pathologischen Altruismus.

    Die Folge ist dann ein neoliberaler utilitaristischer Weltzugang.

    Ich muß immer wieder auf die Ebene des Abstrakten und Unverbindlichen kommen. Wenn mein Gefühl mir sagt, ich will irgendwelchen Tieren oder verunglückten Menschen in fernen Ländern helfen, dann sagt es mir dies eben. Punkt.

    Natürlich nicht gegen deren Willen. Oder für meinen eigenen Gewissenshaushalt (Helfergrandiosität – typische Frauenkrankheit). Nimm’s mir nicht übel. Ich habe einfach einen (tiefen)psychologischen Blick auf all diese Dinge, und ich denke Alice Miller wird dich auf ein ähnliches Gleis bringen.

    Niemand richtet sein Leben nach irgendeiner Philosophie aus. Moralphilosophien sind meiner Meinung nach eher Abwehrsysteme, die die eigenen Pathologien (des Philosophen und seiner Anhänger) legitimieren und in ein schönes Gewand kleiden sollen.

    Man könnte fast sagen, Rand will sich selbst rechtfertigen, um ihre emotionale Entfremdung nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen.

    Das Video hatte eine coole fünfziger Jahre Atmosphäre. Das waren noch Zeiten. Richtig romantisch.

  8. ozelot (neozelot) permalink

    verstehe dich ehrlichgesagt nicht mehr.

    „Die Natur hat uns unsere Gefühle gegeben, die eindeutig sagen, was gut (für uns) ist.“

    Und den Verstand hat uns die Natur nur aus Jux gegeben?
    Weshalb zerbrechen wir uns den hier den Kopf darüber, was gut (für uns) ist und was nicht?

  9. YesHomo permalink

    Oh man, ein Blick auf schwule Pornographie zeigt doch, dass ihr komplett auf dem holzweg seid mit dem Pädo-zeug. Da könnt ihr mit irgendwelchen gefakten Christlichen Fundi-Studien ankommen soviel ihr wollt. Pornos zeigen das was die Leute sehen wollen. und die dortigen Verkaufszahlen sind eindeutiger als jede Studie.

    Wer sind die am besten bezahlten Darsteller? Richtig, die muskelbepackten Testosteronbullen.
    Was sind die häufigsten Suchwörter? Richtig: Alpha, Macho, Muscle usw.
    Was sind die häufigsten Rahmenszenerien und Fetische? Richtig, Handwerker, Sportler, Soldaten, Skinheads usw. Maskulin, Maskulin, Maskulin.
    Es gibt auch eine Sparte für Twinks, das sind junge Männer zwischen 20 und 25, die wenig ausgeprägte maskuline Attribute haben, aber im Großen und Ganzen heisst es: Bigger is better und wenns noch ein bisschen mehr ist, schadet es auch nicht.
    Jeder der halbwegs gut gebaut ist, kann das sogar mal im Selbstversuch testen:
    Macht euch spaßeshalber ein Gayromeo Profil, nennt euch „GhettoStylah“, „Machofucker“ oder ähnlich, ladet ein Bild hoch das euch in Bomberjacke oder freiem Oberkörper zeigt und schreibt nichts weiter ins Profil als „Isch nur dominant, isch ficken disch hart“ und wartet ab was passiert.
    Ihr werdet unter Garantie tausendmal mehr Anfragen kriegen als irgendwelche milchgesichten Spargelstecher auf die Homos ja angeblich so sehr stehen.

    Pädophilie und Päderastie ist im Heterobereich übrigens mindestens genauso verbreitet. Werft mal einen Blick auf die arabische Welt. Wieso wohl wird das Heiratsalter bei Mädchen im Iran grade auf 9 Jahre runtergesetzt? Klar, weil Heteros ja total auf alte Frauen stehen. Verarschen kann ich mich auch alleine.

    Ich verwette alles was ich habe, dass es nicht wenige als nicht pädophil identifizierte Männer gibt die sogar hierauf eindeutige Reaktionen zeigen würden, wenn man ihnen für einen Test Drähte in den pimmel oder ins Gehirn stecken würde um es zu testen.

    13 Jahre

    12 Jahre

    10 Jahre

    Stimmts oder hab ich Recht? Würdet ihr wirklich die Hand dafür ins Feuer legen, dass sich da nichts tun würde bei vielen?

    Klar gibts auch unter Homos viele die auf (sehr) jung stehen. Das sind aber größtenteils Männer die eben wirklich nur auf „Jugend“ und nicht auf Männlichkeit an sich stehen. Von daher hört doch mal auf ständig die Orientierungen gegeneinander auszuspielen und dabei jeglichen Verdacht von sich zu weisen.
    Die Mißbrauchzahlen von 40-50% bei Homosexuellen in der Jugend glaubt ihr doch selber nicht.

  10. YesHomo permalink

    „In den kommenden Jahrzehnten werden meiner Meinung nach mehr und mehr Homosexuelle ihr wirkliches Drama und die eigentliche Tragik ihrer Existenz zum Ausdruck bringen und über ihre Kindheitserfahrungen sprechen. Im Moment muß unsere neurotische Gesellschaft noch zwanghaft die Frage der Toleranz und Nichtdiskriminierung mit einer angeblichen Natürlichkeit der Homosexualität verknüpfen.“

    Was genau führt dich zu der Annahme dass Homosexuelle aktuell zu blöd sind, zum Therapeuten zu gehen wenn sie ein wie auch immer geartetes Problem haben oder sich psychisch angeschlagen fühlen und das deshalb erst in „wenigen Jahrzehnten“ tun werden?
    Die meisten Menschen die verdrängte Mißbrauchserfahrungen mit sich rumtragen, haben dadurch früer oder später irgendwelche Probleme, höchstwahrscheinlich (auch) im Bereich Sexualität und Beziehungen.
    Auch in einer „normalen“ nicht auf ex-gay ausgerichteten Therapie werden solche Sachen früher oder später an die Oberfläche kommen wenn man sich dem Therapeuten öffnet und können aufgearbeitet werden. Und überhaupt wird sich um Lebensgeschichte, Familie, vergangene und gegenwärtige Probleme gekümmert. Das passiert auch heute.
    Es ist total absurd anzunehmen, dass ausgerechnet bei homosexuellen Patienten sämtliche Therapeuten das nicht auf die Reihe kriegen.

    All die Sachen die angeblich zur Homosexualität führen: Selbstwertdefizite, Mißbrauch, Traumata, schlechtes Verhältnis zu den Eltern blablablayadayadayada. sind völlige Wald und Wiesen Probleme die jeder angehende Therapeut in der Grundausbildung lernt. Egal ob ein Hetero oder ein Homo in Therapie ist und egal ob der Therapeut einfach „nur“ ein TfP, VT oder PA ist oder ob er ein Super-Special-Sexual-Healing-Reorientation-Coach mit einer Prise Seelsorge ist.

    Ich frage mich woher du die Arroganz nimmst, anzunehmen, dass ein normaler Therapeut solche 0815 Probleme nicht beheben und aufdecken kann so sie denn vorliegen.

    Kein Therapeut wird einen Homosexuellen der zu ihm kommt wegschicken bloß weil er Homosexualität nicht für veränderbar hält. Wenn ein Mensch sich in Therapie begibt, weil er ein Problem hat, dann wird ihm zugehört und sich damit auseinandergesetzt. Punkt.

    Und mich wundert es ehrlichgesagt nicht, dass Menschen sich aufregen wenn man ihnen pauschal über ihren Kopf Dinge andichtet gegen die sie sich nicht verteidigen können. „Du bist mißbraucht worden. Punkt. Und wenn du nichts davon weisst, dann nur deshalb weil du dich nicht erinnerst“

    Da kann ja jeder alles über jeden behaupten und wenn die Person es abstreitet, kommt die Verdrängungskeule. Menschen werden nicht gerne fremdbestimmt und um ihre eigenen Erfahrungen und ihre innere Selbstwahrnehmung gebracht.

    Davon abgesehen ist es nicht so häufig, dass man einen Mißbrauch rein garnicht erinnern kann. Die meisten Opfer erinnern sich durchaus, spätestens wenn das Erlebte durch irgendwas getriggert wird.

  11. Hallo yeshomo,

    erst mal sind die Juden an allem schuld. Ich antworte mal auf deinen ersten Kommentar, der zweite folgt zugleich.

    Also: Ich behaupte nirgends, daß sexuelle Pathologien nicht auch bei normalen Menschen vorkommen. Sexueller Mißbrauch in der Kindheit kann zu allen möglichen Symptomen im Erwachsenenalter führen.

    Das ist ein klassisches Dummstellen von dir. Du unterstellst mir, ich hätte mich auf Homosexuelle eingeschossen und würde wie manche christlich-konservative Kreise dort wild um mich schießen und zwanghaft pathologisieren.

    Deine Antwort zeigt schön, wie Homosexuelle seriöse Kritiker trivialisieren, indem sie in eine fanatische christlich-fundamentalistische Ecke gestellt werden.

    Ich kritisiere diese Fundamentalisten auch und halte wenig von der Ex-Gay-Bewegung. Eine Aufarbeitung der Kindheitserfahrungen funktioniert nicht über eine charismatisch-religiöse Selbstmanipulation.

    Wie dem auch sei, mir scheint erwiesen, daß sexueller Mißbrauch in der Kindheit deutlich häufiger bei Homosexuellen vorkommt und daß sexuelle Pathologien insgesamt auch häufiger sind.

    Die Studien sind nun mal eindeutig. Du mußt ja nicht dran glauben.

    Ich würde meine Meinung auch völlig ohne Studien vertreten, da es genug andere Anhaltspunkte für meine These gibt.

  12. YesHomo permalink

    What the f….?

    Ich frage lediglich wieso du denkst dass Homosexuelle in der aktuellen Zeit nicht zum Therapeuten gehen wenn es ihnen schlecht geht bloß weil die Gesellschaft tolerant ist? Und wieso normale Therapeuten nicht in der Lage sein sollen Kindheitsprobleme von Homosexuellen aufzuarbeiten, von Heterosexuellen aber schon?

    „Die Studien sind nun mal eindeutig. Du mußt ja nicht dran glauben.“

    Nein, sind sie nicht. Zumal du die Studien nicht einmal verlinkt hast, sodass man es nachprüfen kann.

    Und dass 46% deutlichst zu hoch sind, kann sich jeder mit ein bisschen Hirn denken.

    „Ich würde meine Meinung auch völlig ohne Studien vertreten, da es genug andere Anhaltspunkte für meine These gibt.“

    Und welche?

  13. Ich frage lediglich wieso du denkst dass Homosexuelle in der aktuellen Zeit nicht zum Therapeuten gehen wenn es ihnen schlecht geht bloß weil die Gesellschaft tolerant ist? Und wieso normale Therapeuten nicht in der Lage sein sollen Kindheitsprobleme von Homosexuellen aufzuarbeiten, von Heterosexuellen aber schon?

    Ich denke es schlicht nicht. Ich kann nichts dafür, was andere Leute immer wieder unentwegt in meine Texte hineininterpretieren. Ich spreche nicht von allgemeinen psychischen Problemen, sondern dem Komplex sexueller Mißbrauch und Homosexualität. Diesen Komplex werden Homosexuelle immer öfter in Augenschein nehmen und sich selbst hinterfragen, also ihr homosexuelles Verhalten als Kompensation und Flucht erkennen.

    Du solltest meine Texte schon genau lesen.

    Ich habe einfach keine Lust, mich mit Leuten zu unterhalten, die auf dumm schalten und eine offensichtliche Voreingenommenheit gegenüber meinen Thesen haben.

    Deine Diktion ist übrigens eine gute Veranschaulichung deiner Abwehr und Angst vor meinen Ansichten. Das sieht nicht sehr nach rationaler und neutraler Ablehnung aus. Ablehnen darf man meine Ansichten gerne. Es ist aber ein bißchen nervig, wenn man als Gegenüber nicht für vollgenommen wird.

  14. Atacama permalink

    Ich finde die Diskussion sehr interessant. Und frage mich an dieser Stelle, wieso du deine Thesen anstatt auf einer unbekannten Internetseite nicht dem deutschen Psychologenverband, der WHO und sämtlichen Ex Gay Organisationen dieser Welt vorlegst damit diese unfähigen Laien endlich mal von einem Experten wie dir lernen, ihren verdammten Job für den sie bezahlt werden endlich mal richtig zu machen.

    Die ganzen bisherigen Ansätze mit Jesus, Kastration, Elektroschocks, Aversionstherapie, Hormonbehandlung, Gehirnoperationen, Psychoanalyse, Eltern-Kind-Beziehung usw. alles unnötig, die Lösung ist ganz simpel: Homosexuelle sind einfach nur Mißbrauchsopfer.
    Was aber bisher den ausgebildetenn Ärzten und Psychologen größtenteils entgangen ist, selbst in der Therapie mit homosexuellen Patienten. Alles haben sie versucht, nur die verdrängten Mißbrauchserfahrungen, darauf sind sie nicht gekommen, obwohl das bei heterosexuellen Patienten fast immer klappt. Dabei ist die Lösung so einfach. Nur du weisst was wirklich Sache ist. Es muss echt toll sein, so ein Fachmann zu sein und soviel Ahnung zu haben, geradezu beneidenswert.

    „Diesen Komplex werden Homosexuelle immer öfter in Augenschein nehmen“

    Und wieso haben sie es bisher nicht getan? Die Sache mit der Toleranz ist ja noch nicht besonders alt und es wurde bisher immer sehr eifrig geforscht und analysiert und auch experimentiert, wieso man denn nun homosexuell ist. Aber auf diese Erklärung ist keiner gekommen mit Ausnahme von dir Auserwähltem.

    „also ihr homosexuelles Verhalten als Kompensation und Flucht erkennen.“

    Und wovor wird geflohen? Sind sie von Frauen mißbraucht worden und mögen Frauen deshalb nicht mehr und wenden sich Männern zu? Oder sind sie von Männern mißbraucht worden und stehen „deshalb“ (oder trotzdem?) auf Männer? Oder ist das egal?

    Und wieso schaffen es so viele Menschen trotz (nicht aufgearbeitetem) Mißbrauch hetero zu sein?

    Und wieso schaffen soviele Homosexuelle es, erfolgreich heterosexuelle Beziehungen zu führen bis sie sich outen? Und müssten sie nicht merken, dass ihnen bei homosexuellen Beziehungen etwas fehlt, wenn sie in Wahrheit hetero sind und bloß Angst haben (so wie es im umgekehrten Fall, wenn ein Homosexueller eine heterosexuelle Beziehung führt der Fall ist, denn fast alle berichten darüber dass ihnen da was fehlt weshalb sie überhaupt erst den inneren Coming Out Prozess durchlaufen)?
    Und wieso wissen viele Homosexuelle bereits im frühen Kindesalter was Sache ist? Es gibt Jungs die seit sie laufen können kleine „Tunten“ sind oder welche die sich bereits ganz früh merken, dass sie sich fürs gleiche Geschlecht interessieren. Sind die dann schon als Säugling mißbraucht worden?
    Und was ist mit den Bisexuellen die auf beide Geschlechter stehen? Sind die nur halb mißbraucht worden und deshalb auch nur halb krank?

    Und wieso erklärt dieser Erklärungsansatz die Existenz von Homophobie? Wieso muss man negativ oder gar mit Hass und Gewalt darauf reagieren wenn es doch bloß Mißbrauchsopfer sind? Haben die denn nicht schon genug erduldet?

    Und wieso werden diejenigen „Mißbrauchsopfer“ die mit ihrer Sexualität zufrieden sind nicht in Ruhe gelassen solange sie niemandem schaden?

    Das würde mich alles sehr interessieren.

  15. Atacama permalink

    Und dann bleibt noch die Frage danach, wieso es das Thema zu allen Zeiten und in allen Kulturen gegeben hat, teilweise in mehr oder weniger ritualisierter bzw. festgeschriebender Form (z.B Griechenland, Sparta, Gallien, Persien)

    Da müssen ja ganze Völker flächendeckendem sexuellem Mißbrauch zum Opfer gefallen sein. Schade, dass du damals noch nicht gelebt hast. Du hättest denen sicher helfen können😦

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