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Homophobie – Der Kampf geht weiter!

Juni 10, 2012

Ich hoffe, daß dies der vorerst letzte Artikel zum Thema „Homophobie“ sein wird. Ich möchte hier niemanden langweilen. Über eine Sache muß ich allerdings noch schreiben. Ich will mal veranschaulichen, wie es um die Redlichkeit und weltanschauliche Neutralität von selbsternannten Homo-Verteidigern bestellt ist, die zwanghaft und gegen jede Vernunft Homosexualität naturalisieren.

Dazu hatte ich letztens ein interessantes Erlebnis mit der Userin Haselnuss auf Alles Evolution. Ich mußte mir in unserer Diskussion natürlich wieder diverse Vorwürfe anhören, ich sei ein Schwulenhasser, homophob, würde lügen etc. Haselnuss reagiert mit starker Aggressivität und unübersehbarer Voreingenommenheit für die These, Homosexualität sei natürlich. Es ist nicht im geringsten zu erkennen, daß die Mißbrauchsthese eine neutrale und ehrliche Würdigung erführe.

Dieses Verhalten spricht als solches schon Bände. Nachdem ich meinen letzten Artikel, den ich ironisch „Homophobie mal ganz sachlich“ nannte, geschrieben hatte, antwortete Haselnuss mit den gleich folgenden Worten. In ihrer Reaktion meint sie nachzuweisen, daß der Autor, aus dessen Studienübersicht ich ausführlich zitiere, eine Studie zur sexuellen Präferenz von Homosexuellen falsch wiedergegeben habe, indem er das niedrigste Partner-Präferenzalter männlicher Homosexueller von 18 Jahren auf 15 herabsetzte. Haselnuss meint also triumphal nachgewiesen zu haben, daß an den Altersangaben manipuliert wurde, um so das gewünschte Bild von „Homohassern“ zu erzeugen, daß Homosexuelle sehr junge und minderjährige Partner bevorzugen, ihre Vorlieben also pathologisch seien und auf eine Reinszenierung eines Mißbrauchsthemas hinweisen.

Hier der Kommentar von Haselnuss:

Wie zu sehen differieren beim zweiten Zitat aus dem schwulenkritischen Text die Altersangaben. Hat hier jemand manipuliert, bewußt gefälscht? Oder löst sich dieser Widerspruch ganz einfach auf?

Mein erster Gedanke beim Lesen dieser Anklage war, daß es sich um ein Durchschnittsalter handeln könnte, sodaß in der Studie tatsächlich die Altersspanne der jüngsten Altersgruppe bei 15 bis 20 Jahren lag. Mein zweiter Gedanke war, daß Haselnuss von Seite 70 der Originalstudie zitiert und daß diese Studie dummerweise noch ein paar mehr Seiten hat und sich daher die scheinbaren Widersprüche aufklären könnten.

Man merkt, das, was ich hier tue, ist nichts weiter, als Dinge zu hinterfragen und eine kritische unabhängige Haltung einzunehmen. Das kann eigentlich jeder – wenn er eine neutrale Perspektive hat. Die Frage ist auch, warum ein Autor solch eine billige Manipulation vornehmen sollte. Außerdem ist sein Text in einer glaubwürdigen Sprache verfaßt worden. Haselnuss hat offenkundig kein Interesse, wirklich ernsthaft und fair die Aussagen des schwulenkritischen Autors sowie meine These zur Homosexualität zu prüfen.

Ich nahm mir dann ein paar Stunden später die Originalstudie (PDF) zur Brust und siehe da: Nur eine Seite weiter fand ich in der Studie folgende Passage, die beschreibt, welche Altersgruppen auf Bildern den Probanden zur sexuellen Stimulation gezeigt wurden:

The Kinsey Scale (Kinsey et al., 1953) was used to assess sexual orientation. The stimulus set consisted of 30 facial pictures, 15 pictures of female faces, and 15 pictures of male faces. The faces of each sex category were constructed with 3 pictures from 5 apparent age groups; 15 years, 20 years, 30 years, 40 years, and 50 years of age. The stimulus set therefore consisted of 15 male faces (3 from each of the 5 age categories) and 15 female faces (3 from each of the 5 age categories)

Wer sich die Studie auf Seite 70 anschaut, wird feststellen, daß Haselnuss nur ungefähr 15 Zeilen hätte weiterlesen müssen, um auf die oben zitierte Passage zu stoßen. Also nicht ein paar Seiten, sondern lediglich 15 Zeilen. Was kann man daraus über das neutrale Erkenntnisinteresse von Haselnuss schließen? Hat Haselnuss möglicherweise ein brennendes Interesse, andere Menschen zu denunzieren und in Mißkredit zu bringen?

So sieht also die nüchterne Realität aus, wenn einem Homophobie vorgeworfen oder man der Manipulation aus niederen Motiven angeklagt wird. Bei manchen Menschen löst offenbar eine bestimmte Erklärungsmöglichkeit merkwürdige Verhaltensweisen aus und treibt sie zu ziemlich irrationalem Verhalten an. Wie kommt dies nur?

Es ist völlig sinnlos, wohlmeinende und gutartige Menschen wie Haselnuss, Nick und viele andere Alles-Evolution-Besucher auf ihre Idiotie, Korruptheit und Verlogenheit hinzuweisen. Dessen bin ich mir vollends bewußt. Ich diskutiere mit diesen Leuten vor allem aus didaktischen Gründen und als Selbsterfahrungstrip. Ich werde demnächst wohl noch einen Artikel schreiben, den ich vielleicht „Parade der Idiotenargumente“ nenne. Dort werde ich mal die schlimmsten Zumutungen dokumentieren, die man über sich ergehen lassen muß, wenn man etwas in den Raum stellt, was nicht sein darf. Man kann dort häufig Fehlleistungen beobachten, die jeder Beschreibung spotten.

Mir geht es nicht darum, daß man nicht die Meinung vertreten dürfe, Homosexualität sei natürlich, sondern darum zu zeigen, zu welch wahrhaftiger Idiotie Menschen fähig sind, die sehr selbstbewußt auftreten, einem akademischen Milieu entstammen und beständig mit einer moralischen Vorwurfskeule hantieren.

Ich lasse Haselnuss, die die erstbeste Gelegenheit nutzt, um zu manipulieren und homokritische Personen zu denunzieren, noch einmal zu Wort kommen:

Was ich feststelle, wenn ich mich so durch die Literatur wühle, ist, dass homophobe Schwulenhasser, ständig Zitate aus dem Kontext reißen oder gar komplett erfinden und Wissenschaftlern in den Mund legen.

Ich schließe mit: “Kirk, du hast gar nichts an der Hand außer eingebildeter Überlegenheit und einer subjektiven Überzeugung, die nur auf Homophobie beruhen kann”.

Unter Nennung eines Wikipedia-Artikels über Homophobie unterstellt mir Haselnuss, ich sei ein Homosexueller, der seine eigene Homosexualität verleugnet und kompensatorisch Schwule diffamiert:

“Die These, dass Homophobie auch durch Abwehr eigener schwuler oder lesbischer Anteile verursacht werde, wird durch eine Untersuchung gestützt, die Professor Henry E. Adams im Jahr 1996 an der University of Georgia durchgeführt hat. Es wurde die Anschwellung (Tumeszenz) mittels Phallografie gemessen. Dabei wurde festgestellt, dass 54,3 % der 35 homophoben Probanden (zum Vergleich: 24,1 % der 29 nicht homophoben Probanden), sexuell eindeutig erregt wurden beim Betrachten von Videos, die sexuelle Handlungen zwischen Männern zeigten. An der Untersuchung nahmen insgesamt 64 Männer teil, die sich alle selbst als ausschließlich heterosexuell bezeichnet hatten.”
Q: Wikipedia.

Vielleicht solltest du mal ganz tief in dich gehen.

Kirk: “Ich berufe mich nicht auf die Bibel, um Homosexuelle zu diskriminieren.”
Richtig, du verwendest beliebiges Psychogebabbel, emotionale Argumentation.

Zu einer Position gehören notwendigerweise rationale (, empirische gesicherte) Argumente. Nachdem du nichts anderes tust, als am laufenden Meter unbewiesene Behauptungen aufzutellen, hast du auch keine Position, mit der man sich auseinandersetzen müsste.

“unbewiesene Behauptungen”
Ich will mal nicht so streng sein, belegte Behauptungen würden mir schon reichen.

Aus all diesen und anderen Wortmeldungen spricht die pure Verachtung. Damit kann ich leben. Der Hinweis auf dieses Verhalten wird mir dann auch noch zum Vorwurf gemacht. Kafka läßt grüßen. Ich kann mir die psychologische Aussage nicht verkneifen, daß in diesem Verhalten sehr deutlich die Muster der Schwarzen Pädagogik zu erkennen sind, die die meisten Menschen in ihrer Kindheit erfahren haben.

Diese Muster zeichnen sich dadurch aus, daß das Kind ständig für das beschuldigt wird, was ihm angetan wird. Das Kind dient praktisch als Mülleimer für all die Verletzungen, die dessen Eltern von ihren eigenen Eltern erfahren haben und konsequent verleugnen.

Man kommt bei dieser Rhetorik nicht umhin zu fragen, ob dies ein seriöser und an neutraler Erkenntnis interessierter Zeitgenosse, der die Natürlichkeitshypothese vertritt, eigentlich nötig hat. Woher kommt diese Aggressivität, diese Verachtung?

Der User Nick soll hier auch noch mal zu Wort kommen:

Du hast nun mal keine sachlich fundierten Argumente dafür, Homosexualität als pathologisch zu bezeichnen.

Ein endlos sich wiederholendes Geseier, dass lediglich aus einer Behauptung plus der Immunisierung besteht, die Nichtanerknnung der anekdotisch begündeten Behauptung sei doch wohl psychischen Defiziten (“Abwehr”) geschuldet.

Du unterstellst Homosexuellen damit bestenfalls, dass sie unter ihrer sexuellen Präferenz leiden (also nicht “vollkommen Menschlich” sind, nicht “gleichwertig” empfinden können) und schlimmstenfalls, dass sie sozialschädlich sind. Das, ohne jeden begründeten Sachverhalt, außer dem dass du das “iih” findest.

Selbstverständlich ist das eine fundamentale Abwertung und Beleidigung. Und es ist, lieber Kirk, sehr leicht zu begründen warum es tabu ist, Andere zu beleidigen. Das _ist_ sozialschädlich.

Ich sehe da überwiegend Seitenlang repetierte Larmoyanz, dass doch das Thema nicht sachlich diskutieren könne und DICH aus einer “Abwehrhaltung” heraus ständig ganz pöse als Homophob diffamiere, weil du so ein wackerer Knappe im Dienste der “Aufklärung” bist.

Es ist deine Ingoranz, die kaum zu überbieten ist: Du meinst offenbar, deine reichlich spekulative “These” berechtige dich dazu, ganze Bevölkerungsgruppen kollektiv zu diffamieren. Unter völliger Ignoranz der oft sehr grausamen Geschichte.

Leider bekomme ich in den Reaktionen, die ich erhalte, nirgends die Antwort darauf, wieso sich aus einer Pathologisierung zwingend eine Abwertung oder ein Haß ergibt. Man kann sogar umgekehrt behaupten, daß eine Naturalisierung den puren Zynismus darstellt, wenn nämlich tatsächlich ein krankmachendes Moment vorliegt und Homosexualität nicht natürlich ist. Aber das ist wohl ein bißchen sophisticated und wird mir sogleich wieder als Vorwurf präsentiert.

Es wird übrigens ebenso schwerlich zu begründen sein, warum die These, daß sich die Erde um die Sonne drehe, mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar sein sollte. Oder eine Blasphemie darstelle.

Gleichwohl haben bestimmte Leute sehr lange an dieser Vorstellung festgehalten. Vielleicht liegt ja in dieser Verblendung das eigentliche Problem.

Es nützt auch nichts, zehnmal zu versichern, daß man Homosexuelle nicht abwerten und Homosexualität nicht verbieten wolle.

Wenn man nur einmal die Augen öffnet kann man selbst unabhängig von Studien und statistisch-objektivem Material unzählige Hinweise dafür sehen, daß Homosexualität eine Folge von sexuellem Mißbrauch in der Kindheit ist. Ich möchte mit diesem und meinen anderen Artikeln vor allem dafür sensibilisieren, wie stark und irrational die Abwehr gegen diese These ist.

Dafür gehen manche Leute offenbar über Leichen.

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