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Normativität am Beispiel vom Blog „Alles Evolution“

Juli 22, 2012

Normativität ist der abstrakte Begriff für eine voreingenommene Haltung. Er beschreibt bestimmte gesellschaftliche Wertsetzungen und Abwehrbedürfnisse, die es verhindern, daß Fragestellungen neutral und nüchtern behandelt werden können. Gegenwärtig wird dies deutlich am Beschneidungsthema oder an der Debatte um das israelkritische Gedicht von Günter Grass.

Daß bei diesen Themen eine normative Haltung in der Gesellschaft vorliegt, wird daran deutlich, daß weniger Sachargumente für die Beschneidung oder gegen Günter Grass vorgebracht werden, sondern gleich unter einem enormen Maß an Empörung allerlei Mutmaßungen darüber angestellt werden, welch finstere Motive wohl die Ursache dafür sein mögen, daß Grass Israel kritisiert oder daß Menschen die jüdische und muslimische Beschneidung ablehnen und verbieten wollen. Ich erinnere hier auch an die Worte unserer Kanzlerin, Deutschland würde sich zu einer „Komikernation“ machen, wenn es die religiöse Beschneidung verbiete.

Auch die Qualität der Sachargumente für Beschneidung verrät eine gewisse Voreingenommenheit, wenn argumentiert wird, daß das „Infektionsrisiko“ bei beschnittenen Männern geringer sei. Es gibt bekanntlich auch humanere und selbstbestimmtere Möglichkeiten, das Infektionsrisiko zu senken, die nicht erfordern, daß kleine Babys ohne Narkose wie am Spieß schreien müssen und schon zu Beginn ihres Lebens traumatisiert werden. Normativität verrät sich regelmäßig durch offensichtliche logische Inkonsistenzen und Schwachstellen, die unmißverständlich deutlich machen, daß ein Tabu verliegt, eine unangenehme Wahrheit, die umschifft werden muß.

Wie jeder weiß, waren im Christentum auch schon viele Dinge einmal „unabdingbar“, um ein „guter Gläubiger“ sein zu können. Auf solch religiösen Nippes können heute viele Menschen verzichten, ohne an ihrer Religiosität Abstriche machen zu müssen.

Wenn also keine Sachargumente mehr helfen, dann muß etwas anderes her. Kritiker der religiösen Beschneidungspraxis haben nämlich eigentlich etwas ganz anderes im Sinne als die körperliche und seelische Unversehrtheit eines Kindes. Es geht ihnen nicht um eine humanere Welt und die Abschaffung eines hirnrissigen religiösen Artefakts. In Wirklichkeit sind sie „antisemitisch“ und „islamophob“. Hinter plausiblen Sachargumenten steckt also in Wirklichkeit eine zutiefst finstere Haltung, deren Träger Juden und Moslems an den Kragen wollen und ihnen feindlich gesonnen sind.

Dies ist also der wirkliche Hintergrund vermeintlich ernst zu nehmender Sachargumente!

Hierbei denkt man sich natürlich: Na und? Dann sind wir eben antisemitisch und islamophob. Richtig. Die sachlichen Gründe gegen Beschneidung bleiben ja trotzdem bestehen – auch bei den finstersten Absichten.

Diese hier parodierte Paranoia ist das Hauptmerkmal einer normativen Haltung. Die Sachebene wird also über diverse pauschale Unterstellungen und Verknüpfungen vergewaltigt, damit nur ja nicht z.B. das religiöse Lügensystem hinterfragt oder als solches erkannt werden muß. Hinter religiösen Vorschriften steht natürlich der Machtanspruch der Kirchen, die gerne bestimmen wollen, wie Menschen zu glauben und was sie dafür zu tun haben.

Wenn Menschen meinen, fünfmal am Tag beten und sich vorher Hände und Füße waschen zu müssen, oder unbedingt eine Beschneidung als religiöse Essenz betrachten wollen, dann dürfen sie dies als Erwachsene gerne tun. Einem Kind darf eine medizinisch nicht indizierte Beschneidung nicht aufgezwungen werden.

Die gleichen hier geschilderten Mechanismen der Paranoia und Denunziation herrschen auch beim Thema Homosexualität vor. Wer Homosexualität auf sexuellen Mißbrauch in der Kindheit zurückführt, hat hierfür nicht etwa triftige Gründe, sondern ist unter anderem „homophob“, ein „Homohasser“ oder ein „christlicher Fundamentalist“.

Diese Abwehrhaltung kann man auch bei Christian und seinem Blog „Alles Evolution“ finden. Christian behandelt in einem Beitrag das Problem, daß biologische Erklärungen politisch von „rechten“ Gruppen vereinnahmt werden könnten und daß Feminismuskritik als „rechts“ dargestellt werden könne, welches sein Leser Chomsky aufwirft. Dies sei schädlich für eine Männerbewegung. Daher solle man unsere Geschlechtlichkeit nicht so dezidiert biologisch erklären, wie Christian dies tut. Natürlich ist diese Argumentation Unfug, denn einem Wissenschaftler muß es qua Berufung und Ethos egal sein, was mit seiner Forschung geschieht. Ein Wissenschaftler hat sich nicht dafür zu interesieren, was böswillige Kräfte mit seinen Forschungen unter Umständen tun, sondern dafür, daß seine Forschung seriös und weltanschaulich neutral ist. Ebenso muß sich jeder seriöse Mensch in der Männerbewegung der Wahrheit verpflichtet fühlen, egal ob diese nun allgemein goutiert wird oder nicht.

Man könnte dem vielmehr entgegensetzen: Die feministische Biologismus-Paranoia eignet sich gerade dazu, um ein weiteres Mal den fragwürdigen Geisteszustand dieses Personenkreises zu illustrieren.

Christian und andere argumentieren nun zu recht gegen eine solche Vereinnahmung von Wissenschaft für politische Interessen. Denn nichts anderes stellt Chomskys Mahnung dar. Chomsky möchte nicht, daß biologische Erklärungen von rechts vereinnahmt werden können und sorgt damit dafür, daß Forschung de facto für seine, also eher linke Interessen vereinnahmt, kastriert und in die Schranken gewiesen wird. Die Beschreibung der Realität kann sich nicht nach politischen Wunschvorstellungen richten. Nach dem Motto: Lieber nicht zu viele biologische Begründungszusammenhänge herstellen. Da droht Unheil von rechts.

Genau diese geistige Haltung, wie sie Chomsky an den Tag legt, ist der Totengräber von Wissenschaft und das Parademerkmal der Gender-Ideologie und des Feminismus.

Nun zu Christian. Er verteidigt in seiner Replik auf Chomsky biologische Erklärungsversuche folgendermaßen:

Wenn die sexuelle Orientierung biologisch festgelegt ist, und das pränatal und permanent, dann ist Homosexualität keine Sünde, sondern schlichtweg eine andere Programmierung. Wenn dies noch nicht einmal etwas mit Genen, sondern auch mit der Anzahl älterer Brüder oder dem Hormonspiegel der Mutter zu tun hat, dann wird die Basis dafür, dass man Homosexuelle abwertet aus meiner Sicht noch viel geringer. Ich glaube, dass bei Aufnahme dieser Entstehungsgeschichte in Schulbücher Homophobie wesentlich besser bekämpft werden kann als nur mit Toleranzprogrammen.

Jetzt könnte man noch sarkastisch hinzufügen, daß doch hoffentlich auch noch andere Erklärungsmöglichkeiten der „sexuellen Orientierung“ verfolgt werden dürfen und daß diese die gleiche neutrale Würdigung erfahren mögen, auch wenn sie zu keiner Legitimation von „Homosexualität“ führen. Christian gibt hier also absurderweise den „negativen Chomsky“, indem er ausdrückt: Hey Leute, ist doch gar nicht so schlimm, das mit der Biologie. Denn die Biologie kann für das politische Ziel einer Legitimierung der „Homosexualität“ dienen.

Bei Chomsky sind biologische Erklärungen also blöd, weil sie für konservative Rollenvorstellungen mißbraucht werden können. Bei Christian erhält die biologische Perspektive Absolution, da man sie nun für die Legitimation von Homosexualität mißbrauchen kann. Beide Male geht es um einen Mißbrauch von Wissenschaft und um ein Eindringen politischer und weltanschaulicher Motive. Christian und Chomsky haben also mehr gemein, als sie vermuten.

Vor diesem Hintergrund ist es natürlich zum Wegwerfen, wenn jemandem wie mir ständig irgendwelche weltanschaulichen Befangenheiten unterstellt werden – natürlich ohne die geringsten Belege.

Diese Ausführungen zeigen, daß Christian das Problem der Normativität nicht verstanden hat. Dies wird auch an vielen anderen Aussagen auf seinem Blog deutlich.

Die einzig richtige Antwort auf Ansinnen wie die von Chomsky wäre natürlich, sich gänzlich von einer politischen Kontextuierung von Forschung zu distanzieren. Christian bringt nun das Kunststück fertig, einer möglichen politischen Vereinnahmung (von rechts) eine andere politische Vereinnahmung (von links) entgegenzusetzen, und meint, dies wäre jetzt die Antwort. Denn hier kann Biologie auf einmal für etwas „Gutes“, „Wünschenswertes“ benutzt werden.

An Zeilen wie diesen wird deutlich, daß Christian keine neutrale Haltung zur Frage der Homosexualität hat, sondern klar eine politische Agenda hat: Die biologische Legitimierung von Homosexualität. Christians normative Haltung zeigt sich beispielsweise auch darin, daß er meint, Homosexualität sei „geächtet“. Dies würde die zahlreichen belegten pathologischen Eigenheiten eines homosexuellen Lebensstils ausreichend erklären.

Wie geächtet Homosexualität im westlichen Kulturkreis ist, kann man ja daran sehen, daß immer noch nicht 2 Millionen Menschen zum Christopher Street Day in Berlin oder Köln gehen und daß dafür nicht die gesamte Stadt zur Verfügung steht, sondern nur das Zentrum. Hirnrissiger geht’s nun wirklich nicht. Gestern sah ich zufällig bei Spiegel Online diesen Artikel, der ebenfalls zeigt, wie „geächtet“ Homolaner in unserer Gesellschaft immer noch sind.

Es erübrigt sich hier festzustellen, daß eine Toleranz gegenüber Homosexuellen auch bei einem pathologischen Charakter der Homosexualität ohne weiteres umgesetzt werden kann. Dieses gesellschaftliche Ziel ist natürlich völlig unabhängig von der Ursache der Homosexualität. Ebenso ist auch das gesellschaftliche Ziel der Gleichberechtigung völlig unabhängig von der Ursache unserer Geschlechtsunterschiede.

Immerhin geht es nicht mehr um die Frage, ob sich die Erde um die Sonne dreht oder umgedreht und inwieweit dies wohl Blasphemie sei oder nicht. Es tut sich also etwas mit der Menschheit.

Ich wollte an diesem Beispiel nur mal kurz zeigen, daß Christian, der sich als Speerspitze von Wissenschaftlichkeit und Objektivität versteht, zwar viele Studien und Hypothesen zitieren kann, aber offenbar nicht versteht, daß Wissenschaft unabhängig sein muß und auch keine Angst haben darf vor außerordentlich gering geschätzten Erklärungsmöglichkeiten. Sobald es um die von ihm favorisierte Natürlichkeit von Homosexualität geht, legt er die hehren Ansprüche, die er eben noch bei Chomsky anlegt, beiseite.

Für mich ist es beklemmend, wie man als wissenschaftlich orientierter Mensch nicht den enormen gesellschaftlichen Druck realisieren kann, der auf einer naturalisierenden Erklärung der Homosexualität liegt. Also das Gutmenschentum, das mit diesem Thema verbunden ist.

Dies alles ist umso verwunderlicher, als Christian ja durchaus fähig ist, an anderer Stelle feministisches Gutmenschentum zu hinterfragen, wo die gleichen gesellschaftlichen Abwehr- und Verleugnungsstrukturen vorhanden sind wie bei der Homophilie.

Zur Ehrenrettung von Chomsky möchte ich noch anfügen, daß dieser im oberen Viertel des besagten Threads recht gekonnt die lächerlichen und scholastischen biologischen Erklärungsbemühungen in bezug auf Homosexualität zu hinterfragen weiß. Ich steige jetzt auch immer mehr dahinter und es wird immer absurder, wie diese „Erklärungen“ funktionieren, je mehr man dort einsteigt.

Nachtrag:
Die „Ächtung“ der Homosexualität war in den 90er Jahren sicherlich noch viel stärker als heute, wie man folgendem Gespräch bei Harald Schmidt entnehmen kann. Der österreichische Künstler und Selbstdarsteller Hermes Phettberg spricht hier offen über seine homosexuellen und sadomasochistischen Gelüste.
Das Gespräch ist zwar auf einer gewissen Ebene recht lustig, zeigt gleichzeitig aber auch in erschütternder Weise, wie dekadent, indifferent und nihilistisch unsere Gesellschaft unter dem Deckmantel der Toleranz und Fortschrittlichkeit mittlerweile geworden ist. Man kann sich im Video ein glaubwürdiges Bild davon verschaffen, wie „natürlich“ und „unbedenklich“ Homosexualität und Sadomasochismus sind.

Aus aktuellem Anlaß finde ich es sehr beschämend, daß Arne Hoffmann diese Schwachsinnsideologie auch noch nach Kräften unterstützt und sich selbst in solch ein Lügensystem flüchtet. Der eben angegebene Link zum Genderama-Artikel funktioniert nicht, da vermutlich Blogspot etwas gegen den Inhalt hat. Der Artikel lautet:

„Freiheit für Gewaltpornos gefordert: Markus Theunert stößt zu Sado-Maso-Flügel der Männerbewegung“

Man kann ihn sich aktuell auf der Hauptseite noch ansehen und wird ihn vermutlich auch im Monatsarchiv Juli finden. Der gleiche Arne Hoffmann, der sich gegen Beschneidung von Jungen einsetzt, macht sich hier mit einer menschenverachtenden Ideologie gemein, mit deren Hilfe sich SM-Anhänger ihre sexuell konnotierten traumatischen Erfahrungen vom Leibe halten. Mal in der Rolle des passiv-devot Leidenden. Mal als aktiv-sadistischer Part, der sich am Leid anderer erregt.

Auf den „SM-Flügel“ der Männerbewegung kann ich gerne verzichten.

13 Kommentare
  1. eso-policier permalink

    Beschneidungen müssen verboten sein. Zudem muss klar sein, dass Antisexualität oder Heterosexualität besser ist, als Homosexualität. Es darf keine Sonderrechte für Homosexuelle geben; z. B. kein Adoptionsrecht. Denn ein Kind braucht Mutter UND Vater. Es ist sinnvoll, Autosexualität (selbstbezogene Sexualität) stark zu begrenzen. Zudem ist es wichtig, Erotikfilme und u. a. die Rock- und Popmusik zu verbieten. Es darf nur noch lebensfrohe (mediterrane) Musik geben. Es ist in Ordnung, wenn eine Frau sich 20 Jahre lang hauptsächlich um ihre Kinder kümmert. Danach hat sie immer noch genug Zeit, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Die Frauen sollen ihre Weiblichkeit bewahren; und die Männer ihre Männlichkeit. Eine Frau sollte in ihrem ganzen Leben nur mit EINEM Mann sexuellen Kontakt haben; und ein Mann nur mit EINER Frau. Es ist sinnvoll, sexuelle Kontakte vor dem 21. Lebensjahr zu verbieten.
    Bei der Wahl 2015 in Hamburg zieht die Partei BIW in den Landtag (Bürgerschaft) ein. Und bei der Wahl 2017 zieht die Partei FW in den Bundestag ein. Eine nicht-grüne Ökopolitik wird etabliert. Die Einwanderung wird stark begrenzt. Die orthodoxe Wissenschaft wird durch Esoterik (z. B. Traumdeutung nach C. G. Jung) und Naturheilkunde ergänzt. Z. B. können Krampfadern mit der Linser-Methode ohne Operation zerstört werden.

  2. Dein Kommentar ist im Spam gelandet und wurde nur aufgrund meiner Großzügigkeit freigeschaltet.

    Auf sach- und artikelbezogene Argumente gehe ich gerne ein. Rock- und Popmusik sollte meiner Meinung nach nicht verboten werden. Es gibt schließlich auch geläuterte und reine Popmusik wie z.B. dieses Lied:

    The Byrds – Turn! Turn! Turn! (leider mit Werbung vorher)

  3. eso-policier permalink

    @ James T. Kirk
    Warum ist Großzügigkeit erforderlich, um einen solchen Kommentar freizuschalten? Darf man nicht mehr fordern, dass der Mensch sittlich und moralisch veredelt wird?

  4. Dein Kommentar ist halt im Spam gelandet, und da hab ich ihn wieder rausgeholt. Ich kann deine Vorschläge nicht so ganz ernst nehmen, und weiß auch nicht recht, wie du das meinst. Da weiß man nicht so recht, ob du’s ernst meinst oder ob’s Satire ist. Es reicht doch, wenn eine Frau sich fünf Jahre um die Kinder kümmert.

    Und Frauen sollten ruhig mehr Sexualkontakte haben dürfen. Oder besser noch: So etwas sollte man nicht reglementieren.

    Banken und Märkte sind bessere Objekte für Regulierungen.

  5. Kirk T James permalink

    Der ganze Artikel ausgezeichnet recherchiert, wie dieses Beispiel zeigt: „Der mittlerweile verstorbene österreichische Schauspieler und Selbstdarsteller Hermes Phettberg“

    Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens.

  6. Das war kein Wunsch. Das war bloßer Irrtum. Ich weiß auch nicht, wie das kam. Ich war mir ziemlich sicher diesbezüglich. Vielleicht weil der Typ so morbide ist. Na ja. Ich werde es berichtigen.

  7. Leszek permalink

    @ Kirk

    Mal ein Buchtipp für Dich. Es ist ja eigentlich klar, dass es für die Wahrheitsfindung tendenziell eher schlecht ist, sich immer nur einer einzigen Perspektive zu bedienen.

    Das wissenschaftliche Standardwerk über sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung im deutschsprachigen Raum, mit dem Anspruch eine Zusammenfassung des Forschungsstandes zu geben und dabei unterschiedlichste Quellen zu berücksichtigen, ist:

    Peter Fiedler – Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung: Heterosexualität – Homosexualität – Transgenderismus und Paraphilien – sexueller Missbrauch – sexuelle Gewalt

    http://www.amazon.de/Sexuelle-Orientierung-sexuelle-Abweichung-Heterosexualit%C3%A4t/dp/3621275177/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1342720433&sr=8-1

    http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Fiedler_(Psychologe)

    Der Autor kommt bei einigen Themen (auch bei der Homosexualität) zu anderen Einschätzungen und Schlussfolgerungen als Du.

    Ich hatte mir das Buch vor einigen Jahren mal ausgeliehen und es auszugsweise gelesen und überflogen. Ich werde es mir im Laufe dieses Jahres noch mal besorgen und die entsprechenden Kapitel (Homosexualität, sexueller Missbrauch) durcharbeiten und sie mit meinen sonstigen Kenntnissen zu diesen Themen vergleichen.
    Ob auch die aktuellen Forschungsbefunde zu Frauen als Täterinnen bei Sexualdelikten in das Buch Eingang gefunden haben, weiß ich auf Anhieb leider nicht. Grundsätzlich ist das Buch aber recht umfassend angelegt.
    Da aber nicht unbedingt davon ausgegangen werden kann, dass der Autor maskulistisch gebildet ist, ist vermutlich ein gewisser kritischer Blick bei der Lektüre hilfreich, ob und inwieweit es Passagen gibt, in denen längst widerlegte vulgärfeministische Klischees bedient werden. Das ist für die Kapitel zu Homosexualität oder zu SM allerdings von geringer Bedeutung.

    Insofern bei Dir ein wissenschaftliches Interesse an den genannten Themen besteht, wäre dies sicherlich ein geeignetes Buch um Deinen Kenntnisstand zu vertiefen und zu erweitern.

  8. Omti permalink

    Ich weiß nicht ob du Normativität ganz richtig verstanden hast. Normativität ist nämlich nicht der wissenschaftliche Begriff für eine voreingenommene Haltung, sondern gibt ein sein sollen an. Eine moralische Bewertung eines Sachverhaltes, bzw. eine bewertende Perspektive.
    Oder was deiner Auffassung wohl noch am nächsten kommt, dass man mit „(…) normativem Verhalten soziale Handlungen (beschreibt), die beabsichtigen, etwas gesellschaftlich akzeptabel zu machen, es quasi zu normalisieren.“ (so sagt zumindest Wikipedia)
    Was du beschreibst hat jedoch herzlich wenig mit Normativität zu tun. Das ist schlichtweg eine Interessengelenkte Debatte oder sogar Sophismen.
    Auch der Aufbau von Strohmann Argumenten (wie zum Beispiel die „höhere Hygene“ bei Beschneidungen – als ob wir noch in der Wüste lebten) ist keine Normativität.

    Eine Schlussfolgerung aus einer normativen Anname kann auch niemals zur eigenen Rechtfertigung führen. Aus der Annahme „öffentliches Pfurzen ist gut“ kann ich nicht schließen, dass öffentliches Pfurzen wirklich gut ist, sondern nur, dass die Menschen zum öffentlichen Pfurzen angeregt werden sollen.
    Oder ein bisschen mehr auf unser Thema bezogen, die Annahme das Geschlechtlosigkeit gut ist, kann nicht der eigenen Rechtfertigung dienen, aber der Rechtfertigung von Gender Mainstreaming.

    Während in der Philosophie solche Argumente vielleicht wenig überprüfbar sind, und insofern einfach ein Axiom darstellen, sieht das in der Wirklichkeit natürlich anders aus. Das normative Argument „geschlechtlosigkeit ist gut“, gilt dann vielleicht nur für eine Minderheit, aber für die Mehrheit absolut nicht.

    Deine Probleme mit die du mit der Erforschung der Homosexualität hast haben nichts mit Normativität zu tun, jedenfalls nur am Rande. Was du bemängelst ist das die Wissenschaftler die das Phänomen untersuchen befangen sind und einfach nicht annerkennen wollen, dass das in Wirklichkeit an kindlichem Missbrauch liegt. (so deine Meinung) Es wäre mal ganz nett wenn du Korrelationswerte der Studien anführen könntest aus denen du diese Kausalität geschlossen haben willst, genauso wie Links zu den Studien selber. (oder hast du das schon bei deinen Homsexualitäts Rants getan?)
    Das Wissenschaftler ergebnisorientiert arbeiten ist nicht normativ, wenn überhaupt wäre es teleologisch, denke ich. Eigentlich ist es einfach nur unwissenschaftlich.

    Um noch mal genauer darauf einzugehen wozu Normativität eigentlich dient zitiere ich noch mal Wikipedia: „Unterschieden werden muss, besonders wenn der Begriff „normativ“ im Zusammenhang mit Theorien gebraucht wird, zwischen normativen Theorien und teleologischen Theorien. Im Gegensatz zu teleologischen Theorien versuchen normative Wissenschaften nicht das tatsächliche Vorgegebensein einer Norm oder eines Zieles an sich zu begründen. Normative Theorien setzten also eine Norm hypothetisch als gegeben voraus, ohne selbst zu begründen warum man dieser Norm folgen soll. Allerdings beschreiben normative Theorien z. B. welche Bedingungen gegeben sein müssen, oder welche Handlungen vollbracht werden müssen, um eine bestimmte Norm erfüllen zu können.“

    Wie du siehst hat Normativität also durchaus seine Berechtigung. In der Praxis muss man diese hypothetisch gegenbe Norm halt nur auf ihre gültigkeit überprüfen. Die Welt pfeift nunmal auf Konstruktivismus und Postmodernismus.

  9. @Leszek

    Ich bin, was diese Sache anbelangt, leider etwas abgehoben. Wenn du dich mal ein bißchen mit Tiefenpsychologie beschäftigst, dich auch mit dir selbst auseinandersetzt und ein paar Bücher von Alice Miller gelesen hast, so wirst du einen anderen Blick auf die Welt haben und realisieren, wieviel Verleugnung und Dummheit auch und gerade in der Wissenschaft existieren.

    Mir ist bewußt, daß das, was ich hier schreibe oder anderswo, eine Unerhörtheit ist und eigentlich noch viel zu früh für das gesellschaftliche Bewußtsein. Ich weiß daher, daß ich nie Anklang mit meinen Sichtweisen finden werde. Mal abgesehen von reflektierteren Leuten, die ein Gespür dafür haben, was Zeitgeist ist. Es gibt ja durchaus auch vereinzelt relative Zustimmung.

    Ich kann dir nur raten, die Augen in meine Erklärungsrichtung offenzuhalten bzw. am Ball zu bleiben. Dann werden sich auch die einen oder anderen Erkenntnisse einstellen.

    Wenn du diesen Sexualkomplex mal emotional auf dich wirken läßt, werden dir glaube ich viele Dinge auffallen. Vielleicht interessiert dich das Buch „Du sollst nicht merken“ von Alice Miller oder „Am Anfang war Erziehung“. Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten.

    PS: Die Bücher von Alice Miller sind ja nicht primär dazu da, um die Welt zu verstehen, sondern um sich selbst zu verstehen. Dann versteht man auch viel besser, was in der Welt vor sich geht. Auch politisch und wirtschaftlich.

    @Omti: Antwort kommt noch.

  10. @Omti

    Ich weiß nicht ob du Normativität ganz richtig verstanden hast. Normativität ist nämlich nicht der wissenschaftliche Begriff für eine voreingenommene Haltung, sondern gibt ein sein sollen an. Eine moralische Bewertung eines Sachverhaltes, bzw. eine bewertende Perspektive.

    Ich benutze ja auch in meinem Text Wörter wie weltanschauliche Befangenheit und dergleichen.

    Ich denke, wir meinen schon dasselbe, nur daß es dafür viele Wörter gibt. Es bestehen bestimmte Wertungen von neutralen Sachfragen. Beispielsweise: Dreht sich die Erde um die Sonne oder umgekehrt?

    Das Ergebnis ist sozusagen moralisch völlig unwichtig. Aber es gibt halt Leute, die engstirnig sind und von vornherein bestimmte mögliche Wahrheiten ablehnen oder abwerten. Weil es ihre Machtbasis bedroht oder ihr Selbstkonzept. In jedem Fall ist es eine Bedrohung – psychologisch gesprochen: vor allem weil die eigene Abwehr, das eigene Lügensystem bedroht wird.

    Deshalb sind auch immer wieder diese wertenden willkürlichen Aufladungen diverser Sachfragen so interessant und entlarvend.

    Ich verwende den Begriff vor allem „psychopathologisch“.

    Daß Forscher beim Homo-Thema befangen sind, siehst du an Formulierungen wie im ersten Screenshot meines Artikels „Homophobie mal ganz sachlich“.

    Und man spürt es natürlich ganz allgemein am gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema, an den willkürlichen Verknüpfungen wie Homosexualität=natürlich=Toleranz.

    Ich kümmere mich nicht groß um wissenschaftliche Studien. Für mich sind die Tatsachen offensichtlich. Es ist mir egal, ob irgendein Forscher nun eine Kausalität feststellt oder nicht.

    Die Fakten sind eindeutig, auch wenn sie im streng naturwissenschaftlichen Sinne keine Kausalität begründen können.

    Naturwissenschaftlich kann man in der Psychologie genau genommen gar nichts feststellen.

    Das ist für dich vielleicht ein bißchen wenig, aber man kann den normalen Mainstream sowieso nicht von der Mißbrauchsthese überzeugen und darum geht es auch nicht.

    Meiner Meinung nach sprechen die Fakten für sich. Es geht ja um ein ganzes Kaleidoskop von Fakten aus verschiedenen Bereichen, die ein eindeutiges Bild zeichnen. Man muß halt nur wollen. Und man kommt auch nicht darum herum, daß Erkenntnis auch durch ein emotionales Begreifen und Verstehen dieser Fakten zustandekommt.

    Hier mal ein sehr interessanter Leserbrief bei Alice Miller:

    http://www.alice-miller.com/leserpost_de.php?lang=de&nid=747&grp=0706

    Ich kenne dutzende solcher Berichte aus dem Internet.

    Man muß hier auch mal bereit sein, die gewohnten „naturwissenschaftlich-statistisch-objektivistischen“ Pfade zu verlassen und einfach seinen gesunden Menschenverstand gebrauchen.

  11. Aventin permalink

    http://www.pflegewiki.de/wiki/Zirkumzision

    Damit hat „Christian“ erhebliche Schwierigkeiten!
    Denn das widerspricht seinem, im Grunde Feministinnenfreundlichem Weltbild!
    Ich kopiere eigentlich ungern, aber ich denke hier muss es sein!

    Lest euch die Seite dochmal durch!
    Und dann schaut euch die Befürworter nochmal an!
    Fragt die Befürworter, ob sie diese Seite
    (http://www.pflegewiki.de/wiki/Zirkumzision)
    gelesen haben?
    Sicher nicht!
    Das sind also unsere „Menschenrechtler“ im Bundestag!
    Übringens Hochachtung dem Bosbach! Der hat sich nicht enthalten, sondern dagegen gestimmt!
    Solche Menschen lassen mich noch hoffen?

    „Hygienische und gesundheitlich-präventive Motive

    Jenseits medizinischer Indikationen werden von Beschneidungsberfürwortern eine Reihe gesundheitlich-präventiver Vorwände vorgebracht, die von medizinischen Studien mehrheitlich widerlegt werden.
    Übertragung von Geschlechtskrankheiten

    Die Zirkumzision verhindert weder die Ansteckung noch die Übertragung von sexuell übertragbaren Erkrankungen.

    Die USA hat sowohl den größten Prozentsatz an sexuell aktiven beschnitten Männern in der westlichen Welt wie auch die höchsten Raten von sämtlichen sexuell übertragbaren Erkrankungen, einschließlich AIDS. Zahlreiche Studien belegen, dass beschnittene Männer ein signifikant höheres Risiko haben an Sexuell übertragbaren Krankheiten zu erkanken.[85][15] Beschnittene Männer in den USA weisen höhere Raten an sexuell übertragenen Krankheiten auf als nicht-beschnittene Männer.[15] Michael et al. stellte fest, dass die überwiegend beschnittene Männer in den USA eine größere Variabilität hinsichtlich ihres sexuellen Verhaltens aufzeigten, seltener Kondome benutzen und häufiger an sexuell übertragenen Krankheiten litten als die überwiegend nicht-beschnittene männliche Bevölkerung des Vereinten Königreichs.[65]

    Die Vorhaut schützt auf vielfätige Weise gegen Krankheiten und Infektionen[86] Diese Schutzmechanismen liefern eine mögliche Erklärung dafür, warum chirurgisch veränderte, beschnittene Männer eine größere Häufigkeit an so vielen unterschiedlichen Geschlechtskrankheiten aufweisen. Ausgetrocknete Schleimhäute sind eher anfällig für Infektionen als natürliche, feuchte Schleimhäute. Aus diesem Gründe neigen viele Menschen im Winter bei trockener Heizungsluft an einer Erkältung zu erkranken.

    Die Vorhaut hält die Eichel des Penis auf natürliche Weise feucht, und hält so den optimale Gesuindheitszustand aufrecht um Infektionen abzuwehren. Die subpräputiale Flüssigkeit enthält unter anderen Lysosyme, Enzyme, welche die Zellwände sämtlicher Bakterien angreift und zerstören.[87][86]

    Tanne et al. führen an, dass in den USA –trotz der höchsten Beschneidungsrate in der westlichen Welt– eine „Epidemie“ von Geschlechtskrankheiten einschließlich Herpes, HPV-Infektionen, Hepatitis B, und HIV Infektionen herrscht.[64] Die Häufigkeit von sexuell übertragbaren Krankheiten in den USA ist mit die höchste in der industrialisierten Welt. Einen möglichen Erklärungsversuch bietet die hohe Häufigkeit der Zirkumzision. Die Daten der National Health and Social Life Survey deuten an, dass 1992 von 1511 untersuchten Männern im Alter zwischen 18 und 59 Jahren, 77 Prozent der in den USA geborenen Männern beschnitten waren.[15]
    Natürlicher Schutz

    Neuere Studien deuten darauf, dass der natürliche Penis einen gewissen Schutz gegen Infektionen mit vielen Geschlechtskrankheiten bietet[59][88][60][62][63][58][64][65]

    Auch zeigen Studien, dass beschnittene Männer ein erhöhtes Risiko haben an Uretritis (Harnleiterentzündungen), Gonorrhea,[89] Syphilis,[15][89] Genitalwarzen,[60] und Chlamydia-Infektionen[15] zu erkranken. Wenn Genitalwarzen beim nicht-beschnittenen Mann auftreten, dann überwiegend an der Penisspitze -also der Region,die durch die Vorhaut am wenigsten geschützt ist.[60]
    Übertragung von HIV

    Neue Forschungsarbeiten aus Afrika, unter der Leitung der Beschneidungsbefürworter Robert C. Bailey und Ronald H. Gray, behaupten Beweise zu liefern, dass die Beschneidung von Männern gegen HIV-Infektionen und/ AIDS schütze. [90][91] Die Verantwortlichen der Studien, Baily und Gray, waren schon mehrere Jahre vor der Durchführung der Studien Beschneidungsbefürworter, was die Neutralität der Studien infrage stellt.

    Von den Verantwortlichen der Studien wird ein um 60% reduziertes Risiko für HIV-Infektion angepriesen. Die absolute Risikoreduktion laut den Befunden ihrer Studien, beträgt lediglich 1,3%. Da jedoch bereits während der Durchführung der Teststudien so viele Manipulationen und Maßnahmen, welche die Studienbefunde verfälschen, durchgeführt wurden, ist selbst dieser geringe Wert von 1,3 % fragwürdig. Studienteilnehmer, die beschnitten wurden, hatten eine Komplikationsrate von bis zu 3%. Ob diejenigen Teilnehmer der Studie, die beschnitten wurden, ihr restliches leben ein vermindertes Risiko für HIV-Infektionen haben ist fragwürdig. Von Kritikern werden eine Reihe Kritikpunkte an den Studien angeführt.
    Bioethische Einwände

    Vorausgesetzt der Annahme die Studienbefunde von Gray et al. und Bailey et al. wären glaubhaft, gibt es vorrangige ethische Gründe, warum die Beschneidung von Männern als HIV-Prophylaxe unangebracht ist.

    Die Beschneidung stellt keine angemessene Maßnahme dar, da sie selbst die normale Erscheinung und Funktion des Körpers schädigt.[92]
    Eine Maßnahme, die weit weniger invasiv ist, der Gebrauch von Kondomen, ist bewiesenermaßen weit effektiver.[93][94]
    Die Beschneidung von Männern vermindert nicht[95][96][97][98] und erhöht vielleicht das Risiko der Übertragung von Mann zu Frau.[99]

    Die männliche Beschneidung in einem realen Afrikanischen Setting ist ein Vektor für die Verbreitung des Virus und kabb die Pandemie sogar noch verschlimmern.[100][101][102][103][104][105]

    Einwände bezüglich der Anwendbarkeit

    Zahlreiche Studien belegen, dass sich die Befunde der Studien, selbst wenn sie richtig wären, nicht in eine nennenswerte Reduktion der HIV-Infektionen in der realen Welt umsetzten lassen.

    Die Gesamtheit der wissenschaftlichen Belege über die Beziehung zwischen Zirkumzision und HIV in Afrika sind widersprüchlich und zeigen insgesamt keine Reduktion des HIV-Infektionsrisikos durch die die Beschneidung.[106]
    Die USA ist die einzige Industrienation, in der noch die Mehrheit der männlichen Neugeborenen aus nicht-religiösen Gründen beschnitten werden, und die höchste Rate an sexuell aktiven beschnittenen Männern hat, aber gleichzeitig die Industrienation mit der höchsten HIV-Rate.[107]
    Generell weisen Länder mit einer hohen Beschneidungsrate eine besonders Hohe Häufigkeit an HIV-Infektionen auf, insbesondere im Vergleich mit Europäischen Ländern, die eine geringe Beschneidungsrate haben.
    Eine Britische Studie über homosexuelle Männer stellte eine höhere Rate an HIV-Infektionen bei beschnittenen Männern.[108]
    Eine Zunahme der HIV-Übertragung von Mann zu Frau infolge der männlichen Beschneidung könnte die angebliche Schutzwirkung aufheben.
    Beschneidungen in Afrika werden fast immer unter unhygienischen Bedingungen durchgeführt. Medizinische Instrumente und rituelle Instrumente können selbst zur Verbreitung des HI-Virus beitragen, sodass die Propagierung der männlichen Beschneidung in Afrika das HIV-Problem noch verschlimmern kann.

    Kritik an der Durchführung der Teststudien

    Die afrikanischen HIV-Studien unterschreiten sämtliche wissenschaftliche Mindeststandards für einen Nachweis einer medizinischen Wirksamkeit. Da es sich bei den Studien nicht um Blindstudien handelte, sind diese anfällig für die Voreingenommenheit der Forscher, den sorgannenten „Researcher Bias“. Es ist bekannt, dass die Verantwortlichen der Afrikanischen HIV-Studien voreingenommen waren, da sie bereits vorher Artikel veröffentlichten, in denen Beschneidung zur Prävention von HIV der Infektion in Afrika befürworteten.

    Für die Studien wurden Männer rekrutiert, die „beschnitten werden wollten“, da die Teilnehmer glaubten, die Beschneidung schütze sie vor HIV-Infektionen. Diejenigen der Testpersonen, die beschnitten wurden, hatten weniger Geschlechtsverkehr als die unbeschnittenen Testpersonen, da alleine die beschnittenen Testpersonen dazu ermahnt wurden, Enthaltsamkeit zu üben und ganze 6 Wochen lang gänzlich auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. Die Anzahl der Studienteilnehmer die vor Beginn der Nachuntersuchung verloren gingen, übersteigt bei Weitem die Zahl der Teilnehmer, die sich mit dem HI-Virus infizierten. Diese Tatsache wirft ernsthafte Zweifel bezüglich der Beweiskraft der Studien auf. [109]

    Die Studien wurden vorzeitig abgebrochen. Forschungsergebnisse beweisen, dass solche Studien, die vorzeitig abgebrochen wurden, konsequent die Vorteile der Behandlung überbewerten.[110][111] In zwei dokumentierten Fällen empfahl ein Daten-Überwachungs-Komitee, dass die Studien vorzeitig beendet werden sollen, da keine Möglichkeit bestünde, dass sich die Abhandlung noch als ineffektiv erweisen könnte. Aber die Studien wurden trotzdem zu Ende geführt.[112][113] Das Ergebnis dieser Studien war, dass die Behandlung nicht effektiv war. Es ist daher anzunehmen, dass Befunde von Studien, die vorzeitig abgebrochen wurden, nur das vorherrschende Vorurteile der Forschergemeinschaft widerspiegeln.

    Die Studien wurden von einer massiven Medien-Kampange begleitet, die diese Schlussfolgerung nahelegt. Verstärkend kommt hinzu, dass die Verantwortlichen der Studien die Verminderung des relativen Risikos von „60%“ betonen, während die tatsächlichen Ergebnisse der fragwürdigen Studie lediglich eine absolute Reduzierung des Risikos um nur 1,3% belegen, welches unwesentlich ist.
    Gebärmutterhalskrebs

    Die Behauptung, die Beschneidung senke das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, ist wiederholt widerlegt worden.[114][115][55][116]

    Weibliche Partner von beschnittenen Männern weisen keine niedrigere Rate an Gebärmutterhalskrebs auf.[55] Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2007 fand nach der Auswertung der verfügbaren Literatur keine Unterstützung für die These, dass die Zirkumzision das Risiko für HPV-Infektionen reduziert.[114]
    Peniskrebs

    Die Behauptung, die Beschneidung senke das Risiko an Peniskrebs zu erkranken, gilt als widerlegt. Peniskrebs betrifft weniger als 1 aus 100000 Männern und ist daher eine der seltensten Krebserkrankungen überhaupt. Peniskrebs betrifft fast ausschließlich Männer im Greisenalter mit schlechter Intimhygiene. Folglich müssten, mehr als 100000 Jungen beschnitten werden, um einen einzigen Fall von Peniskrebs zu vermeiden. Die Konsequenz ist, dass in den USA jährlich mehr Babys und Jungen an den Folgen der Beschneidung sterben als an Peniskrebs. [117]

    Klinischen Studien zeigen, dass die Peniskrebsrate in den USA signifikant höher ist als in Dänemark, wo die Zirkumzision, mit Ausnahme unter den Immigranten aus dem Mittleren Osten, sehr selten angewandt wird.[57]
    Harnwegsinfekte

    Die Behauptung, die Beschneidung senke die Wahrscheinlichkeit an Harnwegsinfektionen zu erkranken ist widerlegt.[118][119][120]

    Harnwegsinfekte sind eine schmerzhafte aber leicht behandelbare Erkrankung. Harnwegsinfekte können meist innerhalb weniger Tage durch Einnahme von Antibiotika therapiert werden.[121][122] Das ist bei weitem kürzer als die Wundheilungszeit nach einer Beschneidung, welche in der Regel mehrere Wochen beträgt. Selbst wenn die Behauptung, die Beschneidung mindere das Risiko an Harnwegsinfekten zu erkranken, stimmte, bedeutete das, dass ein relativ harmloses Leiden mit einer Operation vorbeugend behandelt werden soll, die weit risikoreicher, schmerzhafter und gefährlicher ist, als die Krankheit selbst. Von den 603 Japanischen Jungen zwischen 0 und 15 Jahren die von Dr.Hiroyuki Kayaba, in einer Studie über die natürliche Entwicklung der Vorhaut untersucht wurden, hatte kein einziger jemals einen Harnwegsinfekt, weder zum Zeitpunkt der Untersuchung zur Studie noch laut Krankenberichten davor.[120]

    E. R. Mueller et al. kamen in ihrer US-amerikanischen Studie zu dem Schluss:

    „Ungeachtet des Beschneidungszustand haben Jungen, welche eine Harnwegs-Infektion im Alter von 6 Monaten oder früher aufweisen, mit Wahrscheinlichkeit eine zugrundeliegende Anomalität des Harn-und Geschlechtsapparates. Unter den restlichen Patienten mit normaler zugrundeliegender Anatomie und Harnwegsinfektionen fanden wir genauso viele beschnittene Kinder wie solche, die ihre Vorhaut behalten hatten.“ [118]

    Eine Risiko-Nutzen-Analyse von über 36000 Fällen bezüglich dem Risiko an Harnwegsinfektionen zu erkranken kam zu dem Ergebnis, dass selbst wenn davon ausgegangen werde, dass keine Säuglinge Komplikationen in Folge der Beschneidung hätten, keine Beschneidung durchzuführen den größten gesundheitlichen Nutzen habe.[119] Harnwegsinfekte bei Männern sind selten. Aufgrund der geringen Basiswahrscheinlichkeit ist eine Beschneidung zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen, selbst unter der Vorraussetzung die Behauptungen über die „Vorbeugung von Harntraktinfektionen durch Beschneidung“ stimmen würden, nicht als notwendig anzusehen.[123]“

  12. Aventin permalink

    http://www.pflegewiki.de/wiki/Zirkumzision

    Ohne worte!
    Danke für die Beachtung!

  13. Verbreiter permalink

    „Das PflegeWiki ist derzeit und auf unbestimmte Zeit nicht erreichbar. Wir versuchen gerade die Ursache für die neuen SPAM-Attacken ausfindig zu machen! Die Administration “

    Das machen alles die „Beschneider“!
    Die versuchen die Informationen zu löschen!

    Und wenn es nicht anders geht eben mit Spam!

    Nur habe ich die Seite schonmal gespeichert!
    Würde das hier laden?

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