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Oh, welch Freude: Die Maskulisten kommen!

Juli 29, 2012

Endlich habe ich mal ein neues Thema, das nichts mit Homophobie zu tun hat und das mich wieder als ernst zu nehmenden Menschen rehabilitiert. Das habe ich Andreas Kemper zu verdanken. Dem verlorenen Arbeitersohn.

Kemper weiß sicherlich, daß gerade wir Maskulisten etwas für benachteiligte Arbeiterkinder übrig haben. Aus Dankbarkeit hat er jetzt wieder ein Buch über uns geschrieben. Über das WGVDL-Forum bin ich auf das neue Werk von Kemper gestoßen. Es hat den famosen Titel:

Die Maskulisten – organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum

Daß wir „organisiert“ und „vernetzt“ sind, ist immer eine wichtige Feststellung, wenn es darum geht, die Maskulisten zu beschreiben. Es ist aber neutral gemeint, nicht dämonisierend.

An dem Buch haben u.a. Thomas Gesterkamp, Ines Fritz, Hinrich Rosenbrock, Jörg Rupp und Isolde Aigner mitgeschrieben, also die volle Ladung politisch neutraler Gelehrtheit.

Auf der Verlagsseite wird das Buch wiefolgt dargestellt:

›Maskulismus‹ ist die Selbstbezeichnung des modernisierten Antifeminismus.
Der vorliegende Sammelband vereint aktuelle Forschungsergebnisse mit Erfahrungsberichten zum Maskulismus im deutschsprachigen Raum.

So geht’s weiter:

Im ersten Kapitel wird die Entwicklung des Maskulismus skizziert. Thomas Gesterkamp berichtet über die sich bereits in den 1990er Jahren etablierende Vaterrechtsbewegung. Jörg Rupp skizziert die Entwicklung der Männerrechtsbewegung von den Anfängen im Usenet und deren Ausbreitung im Web 2.0.

Hört sich ja ein bißchen an wie eine Epidemie oder Pest. Will man hier etwa über etwas Negatives berichten?

Die interne Debatte über den antifeministischen Oslo-Attentäter Breivik und die vermeintliche Spaltung der Männerrechtsbewegung untersucht Andreas Kemper.

Der Attentäter Breivik war also „antifeministisch“. Dies ist vermutlich positiv gemeint. Ist doch eine gute Sache. Und sein Antifeminismus ist ja auch verständlich, wenn er von einer feministischen Mutter mißhandelt wurde, die ihrem Sohn den Vater vorenthalten hatte.

Vielleicht hätte Breivik nicht Ersatzobjekte für seinen in der Kindheit entstandenen unermeßlichen und berechtigten Haß auf seine Mutter suchen müssen, wenn er sich als Erwachsener aufgemacht hätte, diesen zu fühlen, und wenn ihn die Gesellschaft dabei unterstützt hätte. Noch besser wäre es freilich für die Gesellschaft, dieser Haß wäre erst gar nicht entstanden und die zuständigen Instanzen hätten die Bedürfnisse eines Kindes ernster genommen – und Väter als Menschen anerkannt. In einem Gutachten wurde ausdrücklich festgestellt, daß Breiviks Mutter untauglich für seine Erziehung sei. Die Sorgerrechtsanträge durch den Vater und seine neue Frau wurden abgelehnt.

Alles wieder mal ein großes Rätsel, wie ein Mensch solch eine Destruktivität entfalten kann und woher seine politischen Ansichten kommen. Wir sind alle unglaublich ratlos und solch eine Tat ist einfach „unfaßbar“. Vermutlich alles biologisch vererbt.

Aber weiter im Text:

Auf der Grundlage von drei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten kann erstmals die Männerrechtsbewegung umfassender analysiert werden.
Isolde Aigner befasst sich mit antifeministischen Denkmustern im medialen Diskurs. Hinrich Rosenbrock stellt die Hauptideologien der Männerrechtsbewegung, nämlich Antifeminismus und männliche Opferideologie vor. Darauf geht auch Robert Claus in seiner Analyse von „AGENS“ und „MANNdat“ ein.

Männliche Opferideologie. Hört sich nicht so freundlich an. Aber lesen wir weiter. Noch ist nicht aller Tage Abend.

In einem weiteren Teil berichten FeministInnen von ihren Erfahrungen mit Maskulisten und deren Strategie „hate speech“. Ines Fritz berichtet über ihre Erfahrungen mit antifeministischen Bloggern – Ähnliches hat auch Gudrun Debus in der Piratenpartei mit der maskulistischen Männer-AG erlebt. Einen neuen Umgang mit der Strategie „hate speech“ versucht eine Gruppe, die das Projekt „hatr.org“ gestartet hat.

Beispiele für hate speech sind „Privilegienpimmel“ oder „potentieller Vergewaltiger“, die Maskulisten als Selbstbezeichnung wählen, um Feministinnen somit auf billige Weise zu denunzieren. Aber warum verdienen wir „Maskulisten“ in diesem Abschnitt eigentlich nicht das Binnen-i, wie es auch den „FeministInnen“ zugestanden wird? Auch Frauen kämpfen auf unserer Seite. Ist das Generische Maskulinum doch nicht so illegitim wie gedacht?

Ines Fritz berichtet über ihre Erfahrungen mit Maskulisten – und Gudrun Debus, das „Piratenweib“, auch. Sie hat „Ähnliches“ wie Frau Fritz in der Piratenpartei erlebt. Wobei wird es sich dabei wohl handeln? Klingt auch alles nicht sehr einladend. Soll dieses Buch etwa ein negatives Bild zeichnen? Wir wissen noch nicht, wo die Reise hingeht.

Wir sind also organisiert und benutzen Strategien. Ähnlich wie die Befreiungsbewegungen in Nordafrika oder die Demokratiebewegung in Rußland. Es könnte sich bei unserer Bewegung also durchaus auch um etwas Gutes handeln. Wer weiß, was uns in diesem Buch erwartet. Noch steht es in den Sternen.

Die Konturen der Maskulisten sind noch recht unscharf.

Schauen wir weiter im Text:

Kontrastiert man den Maskulismus mit den Geschlechterkonzeptionen von Rechtsextremisten, so werden die Ähnlichkeiten schnell deutlich. Daher widmet sich der letzte Teil dem Männer- und Frauenbild in rechtsextremistischen Gruppen.

Ich hoffe mal, daß rechtsextremistische Gruppen ein positives Männer- und Frauenbild haben. Denn sonst hätten die Maskulisten ja ein negatives. Aber „den Maskulismus“ gibt es ja bekanntlich gar nicht. Also wird es bestimmt eine breite Vielfalt an Geschlechterkonzeptionen dort geben. Vielleicht konzipieren manche Maskulisten die Geschlechter sogar überhaupt nicht, was einem revolutionären Akt gleich käme – ähnlich der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten.

Eigentlich können wir ganz beruhigt sein. Denn es werden bestimmt auch dissidente „Geschlechterkonzeptionen“ wie in rechtsextremen Gruppen gesellschaftlich akzeptiert. Es sind ja gerade die Gender Studies, denen wir eine stete Liberalisierung des Klimas verdanken, sodaß jetzt jede – aber wirklich auch jede – Geschlechterkonzeption akzeptiert wird.

Wenn ich es recht sehe, steht nichts Schlimmes zu befürchten durch dieses Buch. Alles in allem kommen die Maskulisten ganz gut darin weg:
-antifeministisch
-selbstbewußte, sich vom Mainstream absetzende Geschlechterkonzeption
-strategisch operierend
-organisiert und vernetzt
-modernisiert

Wir Maskulisten werden in diesem Buch wohl ganz gut wegkommen.

5 Kommentare
  1. Tim permalink

    Was für ein Geschwafel. Die „Essenz“ dieses Beitrags findet man in der dümmlichen Arroganz des Schreiberlings.

  2. Dummerjan permalink

    „Was für ein Geschwafel. Die “Essenz” dieses Beitrags findet man in der dümmlichen Arroganz des Schreiberlings.“
    Das ist so fein formuliert, dass es schon wieder zum Lachen ist. Dauert etwas.

  3. Verbreiter permalink

    @Tim @ Tim?
    Was möchtest Du damit sagen?
    Wo ist die „Arroganz“ des „Scheiberlings?

    Wenn man will, kann man auch die „Arroganz“ finden, wo immer
    man dieses sucht!

    Auch bei Dir!
    Weil Du feige bist! Zu feige bist zu sagen, wo der
    „Schreiberling“ dümmliche Arroganz gezeigt hat!
    Wo hat der „Scheiberlig“ das gemacht?
    oder gar geschrieben?
    Wo ist die dümmliche Arroganz?

    Ist die dümmliche Arroganz nicht vielmehr bei den
    Zensoren der „Mädchenmannschaft“?
    Oder bei dem Feministenversteher Christian?
    „von Christian – Alles Evolution“

    Der alle Hinweise auf den Mohel löscht!
    (Du weisst was ein Mohel ist?
    Ein Penislutscher!)
    Alle Hinweise auf, in ihrer Kindheit, missbrauchten
    Homos löscht!

    Mach doch mal einen Test!
    Poste auf „Mädchenmanschaft“

    „Ich finde Feminismus schlecht!“
    Deine Meining wird sicher nicht zugelassen!
    (Wetten nichtmal der oben genannte Satz fürde durch die
    Zensur der „Mädchenmschafft“ kommen?)

    Jedenfalls hier und auch bei Manndat!
    1. Dein Post bleibt stehen!
    2. Du wirst Antworten auf Deine Fragen bekommen!

    Und welche Beiträge hatten eigentlich „Tim“ und „Dummrejan“

  4. Verbreiter permalink

    Würde gerne einen Kommentr über „Alles Evolution“ abgeben,
    insberesonde, warum eighentlich so gute Kommentartoren, wie
    „Roslin“ immer noch dort schreiben?
    Obwohl denen doch die feministenfreudliche Ausrichtung des
    Bloogs klar sein müsste?
    Und auch gerade auch solchen Menschen ,wie Roslin klar müsste!
    oder garklar sein, sollte!
    das alle und jede Gegenrede nur lächerlich wirkt und ist?

    „Roslin“ hat eine lustige Sprache!
    Nur, alles, was er schreibt, oder ich, sagen!, ist unwichtig!
    Gerade bei „Alles Evolition“!
    Denn auch hier haben die Feministinnen Narrenfreiheit!
    Beleidigunge dürfen nur Feministinnen!
    Chritian will nur ein „Gespräch“ mit Feministinnen!
    Er will keine erklärte Antifeministinnen!

    Ich schaue auf diesen Blogg nur noch, ob der Roslin eine
    Meinung hinterlassen hat!
    Der ist immerhin lustig!
    Ansonsten ist der „Christian“ unwichtig!
    Cap: Kirk!
    Machen Sie es doch auch so!

    Alle mit einer klaren Gegenrede, werden eiskalt gesperrt!
    Da nimmt der „Alles Evolution“ „Christian“ sich nicht viel mit
    „Mädchenmannschaft“!

    Captain Kirk! Sind wir denn die wenigen, die verstehen was
    hiern falsch gebeammt wurde? Und was immernoch falsch läuft?

    Wenn die so toll sind, gehen wir eben „Golfen“?

  5. Man sollte alle charakterlosen Menschen sterilisieren. Dann wird kein zweiter Breivik in Erscheinung treten.
    Erfreulicherweise kämpfen auch manche Frauen, z. B. Kristina Schröder, für Männerrechte. Bedauerlicherweise wird Kristina Schröder aber möglicherweise den Fehler machen, die Homo-Ehe der Hetero-Ehe steuerlich gleichzustellen.

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