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Männliche Feministen

August 26, 2012

Ein weiterer männlicher Feminist hat sich zu erkennen gegeben. Christian hatte jüngst auf seinem Blog auf die naiven Äußerungen eines gewissen Joachim Schulz hingewiesen.

In einem älteren Artikel äußert dieser sich zur Expertise von Hinrich Rosenbrock, seines Zeichens Maskulismus-Beauftragter der Heinrich-Böll-Stiftung. Es finden sich dort die üblichen Allgemeinplätze wieder:

  • Männerrechtler sind angeblich gegen Gleichberechtigung
  • Männerrechtler haben ein traditionelles Rollenbild
  • Männerrechtler haben Angst vor einer Frauenübermacht
  • Das eigentlich Interessante an dem Artikel von Joachim Schulz ist der paranoide Schreibstil, der einem sofort ins Auge fällt. Im Laufe des Artikels stellt sich mal eben heraus, daß der Autor sich noch nicht einmal selbst ein Bild von MANNdat und anderen seriösen Vertretern der Männerrechtsbewegung gemacht hat. Stattdessen vertraut er blind der Expertise von Rosenbrock, die die üblichen Klischees beinhaltet. Herr Schulz redet über Männerrechtler wie über Volltrottel, nicht für vollzunehmende Idioten. Man spürt regelrecht, daß der Autor gar kein Interesse hat, sich einmal direkt und vorurteilsfrei mit seriösen Protagonisten der Männerrechtsbewegung auseinanderzusetzen und ernsthaft sein Weltbild zu hinterfragen. Da kommt ihm die Expertise von Rosenbrock gerade recht.

    Schulz schreibt:

    Der Text beschäftigt sich im Schwerpunkt mit den Vereinen agens und MANNdat sowie mit der Internetplattform wgvdl.com. Ich kannte keine dieser Formationen zuvor mit Namen, aber mir kommen die Inhalte und die Formen des Auftretens in den Beispielen sehr bekannt vor. Die von Rosenbrock geschilderten Argumentationsmuster sind mir im eigenen und in anderen Blogs begegnet.

    Da liest also einer einen Sekundärtext über Antifeministen aus einer linken, den Grünen nahestehenden Stiftung, ohne auch nur einmal selbst seinen Verstand zu bemühen. So etwas reißt einen ja mittlerweile nicht mehr vom Hocker. Man ist ja die selbstgewählte Unmündigkeit und geistige Entwürdigung von Feministen und ihnen nahestehenden Personen gewohnt. Eigentlich müßte man darum kein weiteres Aufhebens machen. Ich finde es aber trotzdem immer wieder schockierend, auf solche Leute zu treffen. Man könnte sich doch einmal die Homepage von MANNdat anschauen, bevor man ein Urteil fällt. Oder ist das zu angstbesetzt?

    Noch schlimmer wird das Ergebnis, wenn man dann selbst kritische, sachliche Kommentare verfaßt und diese dann ohne mit der Wimper zu zucken nicht freigeschaltet werden. Dann fragt man sich erneut, was in solchen Leuten eigentlich vor sich geht. Was ist an einem sachlichen Kommentar denn so verwerflich? Schlimmstenfalls muß man sich korrigieren, was einen promovierten Naturwissenschaftler doch nicht stören müßte. Das gehört doch zum wissenschaftlichen Alltag. Schulz ist wie gesagt Wissenschaftler und betreibt auch noch ein „Scilog“ über Physik.

    Der ganze Artikel ist voll von der typischen „Sekundärargumentation“, wie man sie bei Feministinnen zu sehen bekommt: Die Männerrechtler gehen immer spät ins Bett. Manche von denen popeln auch. Und die Oma von dem einen war mal in der NSDAP.

    Es werden also irgendwelche nebensächlichen Belange behandelt, künstliche Nebengleise eröffnet und ein wirkliches Ernstnehmen von Positionen findet nicht statt. Hierauf kann eigentlich gar nicht oft genug hingewiesen werden: Nämlich die inhumane und menschenverachtende Haltung von Feministen gegenüber andersdenkenden Menschen. Die Vertreter des Staatsfeminismus weisen eine Diskurs- und Demokratiefähigkeit auf, wie man sie eher in Weißrußland oder Syrien vermutet.

    Man kann ja gerne Antifeministen kritisieren. Wunderbar. Dann würde endlich mal ein ernsthafter Dialog stattfinden. Nur warum wird über uns wie Abschaum berichtet, obwohl es zahlreiche seriöse argumentative Äußerungen von Feminismuskritikern gibt? Sind diese geistig behindert? Sind sie es nicht wert, als Menschen respektvoll und gleichwertig behandelt zu werden – auch wenn sie den Feminismus kritisieren?

    Diese Unmenschlichkeit fällt der Allgemeinheit natürlich nicht auf, weil der Feminismus noch herrschende Ideologie ist und man nicht den verkommenen Charakter vieler seiner Vertreter zur Kenntnis nehmen möchte.

    In meinem Kommentar bezog ich mich auf folgende Zeilen von Joachim Schulz:

    Die Männerrechtsbewegung sieht sich als eine Art Widerstandsbewegung gegen eine frauendominierte Welt, in der Gendertheorien, Gender-Mainstreaming und Feminismus die Herrschaft übernommen haben. Dabei scheinen sie sich als Fürsprecher aller, zumindest eines großen Teils der Männer zu verstehen. Diesem Selbstverständnis stellt Rosenbrock Studien über das tatsächliche Rollenverständnis von Männern gegenüber. Aus diesen Studien wird deutlich, dass die Männerrechtsbewegung nur für einen kleinen Teil der Männer sprechen kann. Selbst Männer, die eine sehr klassische Rollenverteilung als Alleinverdiener leben, wünschen sich mehrheitlich eine gleichberechtigte Partnerin und fühlen sich nicht von der Frauenbewegung diskriminiert oder gar unterjocht.

    Man beachte die Freude an logischen Inkonsistenzen in diesem Abschnitt: Wir Männerrechtler sehen uns als Vertreter aller Männer. Und das kann ja nicht sein, denn viele Männer hätten ein ganz anderes Rollenverständnis als unsereins. Geht doch gar nicht.

    Da haben wir also ein ganz steinzeitliches Rollenverständnis, und die heutigen Männer ein ganz neuzeitliches. So ist das wohl. Die vielen deutlich belegten juristischen und nichtjuristischen Benachteiligungen von Männern existieren offenbar nur für Männer mit steinzeitlichem Rollenbild. Ein typisches Beispiel für die feministische Sandkastenargumentation.

    Hier begegnen uns wieder die kindlich-naiven Argumentationsmuster, die wir schon von Andreas Kemper und Herrn Gesterkamp kennen. Manifold, ein sich als rechts-libertär verstehender Maskulist, vertritt ausdrücklich ein nichtnormatives Geschlechterbild. Er hat also keine Idealvorstellungen, nach denen sich die Geschlechter zu richten hätten. Arne Hoffmann, ein linker Protagonist der Männerbewegung, vertritt hier ebenfalls keine normativen Ansichten, wenn ich ihn richtig verstehe. Alles andere wäre ja auch ein bißchen hirnrissig.

    In Rosenbrocks Expertise werden diese Tatsachen vermutlich nicht nachzulesen sein. Sind wir jetzt vielleicht doch würdige Vertreter aller Männer, weil immerhin zwei prominente Repräsentanten der Männerbewegung ein nichtnormatives Verständnis von Mann und Weib haben?

    Das sind die essentiellen Fragen für Soziologen und Quantenphysiker heutiger Tage.

    Und dann noch dieser Satz:

    Selbst Männer, die eine sehr klassische Rollenverteilung als Alleinverdiener leben, wünschen sich mehrheitlich eine gleichberechtigte Partnerin und fühlen sich nicht von der Frauenbewegung diskriminiert oder gar unterjocht.

    Wir Männerrechtler wünschen uns also ausdrücklich keine gleichberechtigte Partnerin. Viele Juden konnten sich vermutlich auch nicht besonders mit den Darstellungen im „Stürmer“ identifizieren. So ist der Jude eben – heimtückisch und hinterlistig.

    Schulz schreibt weiter:

    Dazu kommt, dass die behauptete Frauendominanz im klaren Widerspruch zu den tatsächlichen Machtverhältnissen steht. So sind gut 2/3 des Bundestags männlich und in den Vorständen großer Unternehmen ist der Frauenanteil bekanntlich auch weit von 50% entfernt.

    So wie die Männrrechtsbewegung hier beschrieben wird, stellt sie sich vielleicht bei einigen Weltuntergangsmaskulisten im WGVDL-Forum dar. Was ist mit MANNdat, mit AGENS? Was ist mit Arne Hoffmann? Was ist mit Manifold? Mit dem Maskulisten?

    Wenn ich persönlich etwas über die Männerrechtsbewegung wissen oder schreiben wollte, würde ich mich auf diese Personen und Gruppen beziehen. WGVDL würde hier nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Bei WGVDL postet übrigens auch ein Schwuler namens Gismatis, der von mir noch nicht „homophob“ beleidigt wurde und mit dem ich mich recht kultiviert unterhalten habe. Ich, selbsternannter Linker und grünwählender Gutmensch, poste auch dort.

    Manifold schreibt dort immer wieder unermüdlich Entgegnungen auf die frauenfeindlichen Äußerungen der immergleichen Querulanten, bei denen es sich vielleicht um zehn Leute handelt. Im Forum selbst wird diesen immer wieder auch von anderer Seite widersprochen. Es finden sich auch immer wieder kritische Stellungnahmen zu den rechtsdrehenden Amokläufen mancher Maskulisten.

    Diese Weltuntergangsmaskulisten sind eine sehr kleine Minderheit. Sie bilden die Grundlage für Expertisen über die gesamte Männerrechtsbewegung. Und natürlich hat Arne Hoffmann auch mal ein Interview in der „Jungen Freiheit“ gegeben, was hiermit von mir schärfstens kritisiert wird, ohne daß ich dieses Interview je gelesen hätte. Damit sind wir wieder bei der typischen Kindergartenargumentation der feministischen Soziologen. Der eine hat mal das gemacht. Der andere das. Und das, was die denken, sieht so ähnlich aus wie das, was andere denken. Fertig ist die Expertise – die genau dem Weltbild und den Erklärungsbedürfnissen sowohl des Autors als auch des Auftraggebers entspricht, die sich auch noch ohne Umschweif als Feministen zu erkennen geben.

    Eine Absurdität der zwanghaften Rechtsverortungen durch diese Soziologen ist, daß der totalitäre Gestus und die Paranoia, die durch die Berichterstattung über Feminismuskritiker sprechen, sehr starke Ähnlichkeit mit der Judenparanoia der Nationalsozialisten aufweist. Man wartet förmlich nur noch darauf, daß in der nächsten Studie bestimmte Gesichtszüge ausgemacht werden, die für uns Antifeministen typisch sind. Die Nazis hatten ebenfalls ein Zerrbild des Juden entworfen, um sämtliche Juden diskreditieren zu können. Genauso wie damals werden heute die niederträchtigsten Anschuldigungen und Verleumdungen produziert, um eine Art antifeministischen Untermenschen zu kreieren.

    Diese Analyse ist sicherlich etwas sophisticated für einen Feministen und er wird sich empört abwenden:

    „Was? Ausgerechnet diese rechten Kerle vergleichen uns mit den ‚Diskursmethoden‘ der Nazis? Ungeheuerlich!“

    Tja, so weit sind wir noch nicht, daß Feministen dies einsehen. Das wird auch nie geschehen. Welcher Altnazi hätte je Reue gezeigt?

    Ich benutze auch das Beispiel der Nazis oder anderer totalitärer Systeme, um daran die „Sekundärargumentation“ zu verdeutlichen, die immer wieder verwendet wird: Bestimmte Kunst ist z.B. „entartet“, was auch immer dies heißen mag. Deshalb muß sie vollkommen entfernt werden. Dieser oder jener Mensch ist „konterrevolutionär“, das darf nicht sein. Oder in bezug auf uns Männerrechtler: Die haben die gleiche Geschlechterkonzeption wie Rechtsextremisten. Die popeln genauso oft wie Hermann Göring. Die essen genauso Frühstück und Mittag wie Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern.

    Die Geschichte wird gnädig sein und uns vom Feminismus erlösen. Ich muß mich zwar selbst auch manchmal zur Räson rufen, aber ich lebe in der Sicherheit, daß dieser ganze Irrsinn recht bald der Vergangenheit angehören wird. Diese Sicherheit kann man aus vielerlei Gründen ziehen, was hier auszuführen zu viel Raum in Anspruch nehmen würde. Ich möchte auch bei den Weltuntergangsmaskulisten dafür werben, sich auf Wichtigeres zu konzentrieren und dem Feminismus nicht all zu viel Bedeutung beizumessen. Über ihn wird die Geschichte hinweggehen wie noch über jedes andere Lügensystem.

    Dazu muß man nur mal junge Frauen von heute fragen, die bei Binnen-i, Doppelnennung oder „sexistischen Überraschungseiern“ nur noch Bahnhof verstehen.

    Bei der einfachen Bevölkerung verfangen am meisten sachliches Auftreten und Argumente. Die läßt sich nicht von übermäßigem Eifer anstecken. Der schreckt eher ab. Man muß damit leben, daß der Feminismus einen langsamen Tod sterben wird. Im übrigen führt all zu kämpferisches Auftreten auch zu einer gewissen Skepsis bei Unbeteiligten, und man untergräbt damit seine Möglichkeiten.

    Abschließend möchte ich noch meinen unfaßbar bösen Kommentar bei Herrn Schulz abdrucken, der wohl zu viel für einen an Objektivität und Neutralität orientierten Wissenschaftler war und deshalb leider nicht veröffentlicht werden konnte:

    Meiner Meinung nach wird keine Frauendominanz behauptet, sondern eine permanente Frauenbevorzugung durch Politik, Medien und Justiz, was denke ich auch der Realität entspricht.

    Es hat ja niemand etwas gegen Frauen in Aufsichtsräten oder Führungspositionen, nur sollen Frauen dort nicht auf Kosten von Männern hingelangen, indem diese “positiv diskriminiert” werden, wie es so schön heißt.

    Viele Männerrechtler vertreten durchaus ein neutrales Rollenbild, haben hier also keine Vorgaben. Ich finde die Studie von Rosenbrock sehr unseriös, da er sich wie Thomas Gesterkamp oder Andreas Kemper nur auf ein paar schrullige Typen im wgvdl-Forum fixiert und auf verschiedene Weise versucht, seriöse Vertreter zu diffamieren.

    Die Männerrechtsbewegung setzt sich nicht für irgendwelche Rollenbilder ein – im Gegensatz zum Feminismus oder zu den Gender Studies -, sondern kritisiert die Frauenbevorzugung und Männerbenachteiligung und -abwertung in unserer Gesellschaft.

    Sie können von verschiedenen Vertretern der Männerrechtsbewegung immer wieder Bekenntnisse zur Gleichberechtigung sehen. Nur ist Gleichstellung etwas anderes als Gleichberechtigung, denn erstere setzt pauschal eine essentielle Gleichheit der Geschlechter voraus.

    Haben Sie sich denn schon mal die Homepage von MANNdat angeschaut?

    Offenbar kannten Sie MANNdat ja bis zur Lektüre der Studie von Rosenbrock nicht.

    PS: Meine Blogadresse hatte ich wohlweislich nicht angegeben, da ich mir denken kann, daß einige Menschen von den Inhalten überfordert sind.

    Vielleicht stellen sich die Juden ja doch noch als ganz nette Menschen heraus.

    6 Kommentare
    1. Omti permalink

      Sehr schön, ein weiterer Artikel über den feministischen Unsinn. Ich frage mich immer wie du dir die Zeit nimmst diesen Trotteln sachlich zu schreiben, wenn du sowieso weißt das sie deine Texte eh nicht freigeben.
      Ich mein, im Grunde genommen ist die radikalisierung ein Vorteil für uns. Die Gruppe radikalisiert sich immer mehr, aber dankbarerweise die Gesellschaft nicht. Die Leute reagieren zum Glück nicht so auf eine über Männerrechtler geifernde Feministin wie auf einen über Juden geifernden Nazi vor 75 Jahren.

      Wenn schon höflich formulierte Kritik als Hass deklariert wird, man siehe die neuesten Beispiele auf Hatr: http://hatr.org/hate/zgi01t4h7bvsfq9ipvlf und http://hatr.org/hate/vhuc537c5t7ut8vskuq7 .
      Zum Glück isolieren sie sich damit nur von den Leuten und nicht die Leute von der Opfergruppe. Ich denke wenn das so weiter geht, dann kann man den Feminismus als während der Machtergreifungsphase gescheiterten Totalitarismus auffassen.

      Danke für den interessanten Beitrag,
      Omti

    2. Ich schreibe ja nicht mehr so oft in feministischen Blogs, eigentlich kaum noch. Ich müßte eigentlich auch mal wieder bei stürmer.org erscheinen. Ich habe zuletzt bei der Mädchenherrschaft zwei Kommentare geschrieben, die aber nicht so veröffentlichenswert sind, weil recht entlarvend. Einen habe ich auch bei Helga soundso hinterlassen. Zu der Sache mit Assange.

      Ich meine, was Assange gemacht hat, ist schon nicht in Ordnung, wenn ich das jetzt so lese mit im Schlaf Sex gehabt und so. Früher ging es ja nur um ein gerissenes Kondom.

      Ich kenne die Einzelheiten nicht, es ist aber trotzdem hanebüchen und stinkt. Ich denke nur an die Twitter-Meldungen am nächsten Tag durch die eine Frau. Es stinkt bis zum Himmel und sieht sehr nach Instrumentalisierung und Mißbrauch der schwedischen Vergewaltigungsrechtsprechung aus.

    3. Leszek permalink

      „Manifold, ein sich als rechts-libertär verstehender Maskulist, vertritt ausdrücklich ein nichtnormatives Geschlechterbild. Er hat also keine Idealvorstellungen, nach denen sich die Geschlechter zu richten hätten. Arne Hoffmann, ein linker Protagonist der Männerbewegung, vertritt hier ebenfalls keine normativen Ansichten, wenn ich ihn richtig verstehe. Alles andere wäre ja auch ein bißchen hirnrissig.“

      Ja, Du verstehst Arne Hoffmann hier richtig. Normatives Geschlechterbilder oder gar traditionelle Geschlechterrollen als Leitbild werden im linken und liberalen Flügel der Männerrechtsbewegung fast durch die Bank weg abgelehnt.
      Arne Hoffmann und Wolfgang Wenger als zwei der bekanntesten Vertreter des linken Flügels der Männerrechtsbewegung haben sich immer klar dagegen ausgesprochen.
      Ebenso natürlich Warren Farrell, der weltweit bekannteste und einflussreichste Männerrechtler.

      Und auch Savvakkis und Manifold als zwei bekante Vertreter des eher konservativen Spektrums der Männerrechtsbewegung vertreten hinsichtlich der Frage der Normierung von Geschlechterbilden klar liberale Positionen und lehnen traditionelle Geschlechterrollen genauso ab wie jedes andere Leitbild, dem sich das Individuum zu beugen hätte.

      Nur im radikalen Flügel der Männerbewegung bei Leuten wie Thomas Lentze etc. gibt es diese Bejahung normativer Geschlechterbilder tatsächlich. Aber das ist zum Glück nur eine Minderheit

      Traditionelle Geschlechterrollen und Genderismus sind nur zwei Seiten der selben Medaille, beides Umerziehungsideologien, die dem menschlichen Individuum nicht gerecht werden können, das eine in letzter Konsequenz so normativ und restriktiv wie das andere.
      Beides falsche Abstraktionen, die dem konkreten realen Individuum irrationale Über-Ich-Inhalte in den Kopf setzen wollen, wie es zu sein hat: „ganz Mann“, „ganz Frau“ (Traditionalismus) oder „nicht zu männlich“, „nicht zu weiblich“ (Genderismus).

      Die von den „Anti-Maskulisten“ aufgestellte Behauptung, Männerrechtler würden mehrheitliche normative Geschlechterbilder und traditionelle Geschlechterrollen vertreten, ist eine ihrer zahlreichen Propagandalügen.

      In Wahrheit ist es gerade der vorherrschende Feminismus, der normative Geschlechterbilder vertritt – z.T. im Sinne eines verschleierten Traditionalismus der Männer in die Versorger- und Beschützerrolle hineindrängen will („Es muss noch viel, viel, viel mehr für Frauen getan werden“) verbunden mit Spott, wenn sich Männer gegen reale Benachteiligungen wehren („Heul doch“) und einer Vielzahl negativer Geschlechterklischees über Männer (potentielle Vergewaltiger, patriarchalische Gewalttäter). Der vorherrschende Feminismus ist selbst genau das, was er Männerrechtlern vorwirft.

      Agiert der vorherrschende Feminismus in vielerlei Hinsicht als verschleierter Traditionalismus, so wird er nur dann „nicht-traditionell“ (allerdings keinesfalls in einem emanzipatorischen Sinne), wenn es darum geht männliches Selbstbewusstsein und männliche Selbstbehauptungsfähigkeit zu schwächen – die Funktion genderistischer Umerziehung, am besten von klein auf durch „geschlechtssensible Pädagogik“.

      Der vorherrschende Feminismus (Radikalfeminismus, Genderfeminismus, Staatsfeminismus) behindert die Emanzipation von Männern und Frauen und muss deshalb überwunden werden.
      Diese Kritik gilt nicht für jene dissidenten Strömungen des Feminismus (z.B. Equity-Feminismus, Individual-Feminismus, Teile des französischen liberalen Feminismus), die die obige Kritik des vorherrschenden Feminismus teilen und eine wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter anstreben.

    4. Hallo Leszek, du linker Hund,

      Nur im radikalen Flügel der Männerbewegung bei Leuten wie Thomas Lentze etc. gibt es diese Bejahung normativer Geschlechterbilder tatsächlich. Aber das ist zum Glück nur eine Minderheit

      Die vertreten ja nicht nur irgendwelche angeblich vorgesehenen Rollen von Mann und Frau, sondern sogar die Minderwertigkeit der Frau und dergleichen. So etwas finde ich vielleicht aus einer unkorrekten und humorvollen Perspektive lustig, aber nur als Karikatur. Die meinen das ja ernst. Anhand genauso willkürlicher Konstruktionen, wie wir sie bei Antje Schrupp finden.

      In Wahrheit ist es gerade der vorherrschende Feminismus, der normative Geschlechterbilder vertritt – z.T. im Sinne eines verschleierten Traditionalismus der Männer in die Versorger- und Beschützerrolle hineindrängen will (“Es muss noch viel, viel, viel mehr für Frauen getan werden”) verbunden mit Spott, wenn sich Männer gegen reale Benachteiligungen wehren (“Heul doch”) und einer Vielzahl negativer Geschlechterklischees über Männer (potentielle Vergewaltiger, patriarchalische Gewalttäter). Der vorherrschende Feminismus ist selbst genau das, was er Männerrechtlern vorwirft.

      Das sehe ich auch so. Feministinnen sind eigentlich die Frauen mit den größten Minderwertigkeitskomplexen, die Probleme haben, die normale Frauen gar nicht interessieren.
      Eine normale Frau stört sich nicht am generischen Maskulinum oder respektiert andere Frauen, die den Nachnamen ihres Mannes annehmen.

      Feministinnen können nicht akzeptieren, daß „traditionelle“ Geschlechterbilder genauso legitim sind wie „progressive“.

      Das Absurde an dem Ganzen ist ja, daß man pauschal bestimmte Anschauungen und Lebensstile mit dem Label „Unfreiheit“ belegt und die anderen genehmen Anschauungen mit dem Label „Freiheit, Fortschritt, Gleichberechtigung“.

      Diese Dumpfbackenprozesse sind für mich immer wieder beklemmend. Ich meine, die Leute haben doch Abitur und sind Alphamädchen. Wirklich null Abstraktionsniveau. Und in der Politik und im öffentlichen Leben werden diese willkürlichen zeitgeistigen Wertungen nach Belieben reproduziert und propagiert. Man hat keinen abstrakten Begriff von Gleichberechtigung und Wahlfreiheit, die anzustreben wären, sondern verknüpft sie pauschal mit irgendwelchen Lebensentwürfen.

      Wie du schreibst haben progressive Normen die konservativen abgelöst. Es ist zwar schon seit den 20ern und 60ern ein deutliches Mehr an Freiheit entstanden, aber nun müssen wir uns überwiegend von progressiven Normen und Einengungen befreien. Man muß zum Beispiel begreifen, daß Quoten und hohe Prozentanteile von Frauen nicht per se etwas mit Gleichberechtigung zu tun haben, da wir nicht wissen, ob Männer und Frauen „gleich“ sind, und da, selbst wenn dies der Fall wäre, solch eine „Geschlechtsregulierung“ einen unzulässigen Eingriff in unsere Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte darstellen würde.

      Das ist ja das Absurde an diesem Schwachsinn: Bitte jetzt festhalten! Achtung:

      Männer und Männer sind auch gleich.

      Leiten wir daraus irgendwelche Geschlechterregulierungen ab? Dürfen „gleiche“ Geschlechter nicht unterschiedlich leben?

      Man kommt da wirklich vom hundertsten ins tausendste. Es traut sich nur keiner, diese Hirnrissigkeiten auszusprechen. Auch was es denn bedeuten soll, daß Männer und Frauen angeblich „gleich“ sind.

      Vom Unterschied der juristischen und essentiellen Gleichheit ganz zu schweigen.

      Ich glaube, ich bin hochbegabt.

      Oder wir haben es nur mit Beta-Mädchen und einer Gamma-Öffentlichkeit zu tun.

    5. Dumerjan permalink

      Reb Kirk, habest Du nicht vergessen die Bejkeles auf dem Titele von dem Büchele von dem Kempele?

    6. Ich hab erst jetzt kapiert, was du damit meinst. Das sind wohl diese Klimperutensilien, die den orthodoxen Juden am Kopf hängen. Ich wollte auch ordentliche Hüte draufmachen, aber das war zu kompliziert. Ich hab das mit Paint gemacht. Ich bin nicht so firm in jüdischen Angelegenheiten.

      Hab nur mitbekommen, daß die extrem paranoid sind. Das ist richtig grotesk, was hier in Deutschland abläuft. Ich rede jetzt von jüdischen Blogs wie tapfer im nirgendwo z.B.

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