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Die grüne Pest

Oktober 2, 2012

Vor kurzem hatte Arne Hoffmann auf genderama die Grünen kritisiert und sich dabei auf den Forsa-Chef Manfred Güllner bezogen. Dieser meinte in einem Spiegel-Interview, die Grünen seien eine Gefahr für die Demokratie, weil ihre Ansichten sich in vielen Parteien durchgesetzt hätten. Hoffmann meint:

„Wo der Mann recht hat, hat er recht. Ich bin gespannt auf sein Buch.“

Daß die Grünen die Demokratie gefährdeten, halte ich für ausgemachten Blödsinn. Manfred Güllner, dessen Umfrage-Institut regelmäßig Höchstwerte für die FDP voraussagt und der sich deshalb schon mal unangenehme Fragen gefallen lassen muß, sagt unter anderem Folgendes:

SPIEGEL: In Ihrem neuen Buch warnen Sie vor dem Einfluss der Grünen auf die Politik: Die „grüne Diktatur“ gefährde „den zweiten Versuch, die Demokratie in Deutschland dauerhaft zu etablieren“. Geht es nicht eine Nummer kleiner?

Güllner: Vielleicht. Aber diese Sorge ist tatsächlich die Quintessenz meiner Beobachtungen. Seit Gründung der Bundesrepublik habe ich verfolgt, wie mühsam die Deutschen zu Demokraten geworden sind. Deswegen bin ich extrem sensibel, wenn ich die Demokratie gefährdet sehe.

Wir haben also bereits eine grüne Diktatur in Deutschland, und wir sind laut Güllner immer noch bei dem Versuch, die Demokratie in unserem Lande zu etablieren.

Hier übernimmt Güllner ausgerechnet die Gutmenschen-Rhetorik, die eigentlich passend für linke Parteien oder die 68er-Bewegung ist, die ständig einen neuen Faschismus heraufziehen sehen und auch noch bei jedem noch so abwegigen Thema einen Auschwitz- oder Nazi-Bezug herstellen, um ihre eigenen Positionen zu befördern.

So geht’s weiter:

Ich will die Grünen um Gottes willen nicht mit den Nazis vergleichen. Doch rein soziologisch betrachtet, entstammte der ursprüngliche Nukleus dieser Bewegung in der Weimarer Zeit und später der Grünen-Bewegung dem gleichen antimodernen Segment der Gesellschaft, einem radikalisierten Teil der deutschen Mittelschicht.

Die Grünen und ihre Vorläufer entstammen also einem antimodernen Segment der Gesellschaft. So so. Was soll das heißen? Und was ist „antimodern“ denn genau, Herr Güllner? Sind die Gründer der grünen Protestbewegung irgendwie verwandt oder verschwägert mit der antimodernen Bewegung der Weimarer Republik? Da liegen ja immerhin 50 Jahre dazwischen. Hier rührt Güllner fröhlich in einer soziologischen Suppe, und es werden völlig willkürliche Bezüge und Zusammenhänge hergestellt, weil mal dies und jenes vielleicht irgendwie ähnlich zwischen diesen beiden Zeiterscheinungen war.

Man beachte, daß „die Moderne“ in der Zwischenzeit einiges an negativen Erscheinungen hervorgebracht hat. Man denke an die Umweltverschmutzung, die wirtschaftlichen Krisen durch Ölabhängigkeit, ein pervertierter Ökonomismus, der alle Lebensbereiche der Profitlogik zu unterwerfen versucht. Ja und dann war die Moderne der 20er Jahre irgendwie ganz anders konnotiert. Damals waren Umweltverschmutzung und Ressourcenknappheit noch Fremdwörter. Technischer Fortschritt war (zu Recht) noch etwas äußerst Spannendes und Faszinierendes.

Ja, das scheint ja äußerst vielschichtig zu sein mit dem „antimodern“. Vermutlich muß man ein Genie sein, um auf solche Gedanken kommen zu können.

Ob man „antimodern“ eingestellt ist, ist zunächst einmal völlig irrelevant. Entscheidend ist, wogegen sich die sogenannte antimoderne Kritik konkret richtet. Außerdem ist „antimodern“ eine ebenso offensichtliche und pauschale Denunziationsvokabel, wie sie typisch sind für ein undemokratisches und totalitäres Denken.

Manfred Güllner hat wohl einen Soziologie-Workshop bei Andreas Kemper besucht.

Natürlich gibt es auch eine Birkenstock-Fraktion bei den Grünen und anderen linken Parteien, ich kann aber nicht erkennen, daß die Grünen prinzipiell „antimodern“ seien. Vielmehr sehe ich solch ein Verhalten viel eher bei bürgerlich-christlichen Parteien, die ein Schulsystem, das die gesellschaftlichen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts widerspiegelt, zwanghaft verteidigen, die sich lange dem Gedanken der Nachhaltigkeit verweigerten und die auch in anderen Bereichen ein merkwürdiges Verhältnis zur Gegenwart pflegen. Es ist schon ein bißchen kurios, was Güllner hier verzapft.

Der Spiegel fragt:

Sie behaupten, dass die Grünen die Wähler von den Urnen vergraulen und diese schrumpfende Wahlbeteiligung die Demokratie unterminiert. Wie kommen Sie darauf?

Güllner antwortet:

Bei kommunalen Wahlen gibt es schon einen eindeutigen Zusammenhang: Je höher der Stimmenanteil der Grünen, umso niedriger die Wahlbeteiligung. Auch im internationalen Vergleich ist auffällig: Nirgendwo in den westlichen Staaten sank die Wahlbeteiligung in den vergangenen 30 Jahren so stark wie in Deutschland. Gleichzeitig wurden die Grünen hier besonders stark.

Mir geht es hier nicht darum, solche Deutungen zu widerlegen. Ich möchte lediglich darauf hinweisen, daß es sich hier eben nur um Deutungen handelt. Die vorliegenden Tatsachen können auch anders gedeutet werden. Nebenbei gibt es in Deutschland auch noch Landtags-, Bundestags- und Europawahlen. Hier scheint es das von Güllner behauptete Phänomen offenbar nicht zu geben. Man muß sich schon sehr beherrschen, wenn man diese Äußerungen von Herrn Güllner liest.

Grünwähler sind meist intelligenter als der Durchschnitt, haben jedenfalls laut Statistik höhere Schulabschlüsse. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, daß der relativ höhere Anteil der Grünwähler bei geringer Wahlbeteiligung schlicht und einfach darin begründet liegt, daß Grünen-Anhänger die besseren Demokraten sind.

Im Gegensatz zu Herrn Güllner spreche ich hier dezidiert von einer Deutung meinerseits, die keineswegs gesichert ist. Ich habe es nicht nötig, mir irgendetwas, das meinem Weltbild entspricht, als Realität zusammenzuphantasieren.

Noch einmal Güllner:

Die Grünen leiten aus ihren Prozenten einen angeblichen Auftrag zum Umkrempeln der Politik ab, der massenweise Wähler der unteren sozialen Schichten verprellt. In Baden-Württemberg hat Winfried Kretschmann voriges Jahr knapp 16 Prozent aller Wahlberechtigten hinter sich versammelt, leitet aber daraus ein Mandat für einen radikalen Politikwechsel ab. Kein Wunder, wenn sich da viele nicht mehr vertreten fühlen.

Dummerweise trifft diese Analyse auch auf alle anderen Parteien zu. Denn im Vergleich zur Gesamtzahl der Wahlberechtigten schneiden auch SPD, CDU und FDP recht mickrig ab. Die leiten daraus auch einen Wählerauftrag ab. Man muß sich wirklich beherrschen bei diesen Worten. Blöderweise koalieren die Grünen in Baden-Württemberg mit der SPD. Ganz grün wird die Diktatur dort also nicht ausfallen. Und dummerweise haben wir auch noch das Grundgesetz, das den Rest der Bevölkerung vor einem Terror der Mehrheit schützt. Und dann gibt es ja auch noch Wahlen, wo sich die Bevölkerung besinnen und anders entscheiden kann.

Irgendwie scheint Herr Güllner das Wesen der Demokratie nicht recht verstanden zu haben. Ich persönlich reagiere da sehr sensibel.

Zum allerletzten Mal noch einmal Güllner:

Die Grünen haben sich immer als die Gutmenschen präsentiert, die für Umweltschutz, Frieden und Frauenrechte sind. Wer kann schon dagegen sein? Da haben sich die anderen Parteien angepasst. Die Grünen erhielten zudem massive Unterstützung von Wissenschaftlern und einem großen Teil der deutschen Massenmedien. Diese wissenschaftlich-mediale Unterstützung lässt die Grünen größer wirken, als sie sind.

SPIEGEL: Werfen Sie das den Grünen vor?

Güllner: Diese Kritik gilt eher den Volksparteien. Die sind zu grün geworden, sehr zum Verdruss ihrer eigenen Stammwähler. Für die Grünen gilt: Sie vertreten nur eine Minderheit von sieben bis acht Prozent der Gesamtbevölkerung und sollten nicht so tun, als wären sie auch nur im Ansatz eine Volkspartei. Ihr Einfluss ist so gesehen unangemessen groß.

Tja, lieber Herr Güllner, so ist das eben, wenn jemand recht hat. Mit der Zeit übernimmt die Mehrheit der Gesellschaft (zumindest zum Teil) diese Ansichten. So war das auch mit den bösen Achtundsechzigern. Die Gesellschaft hatte schon immer progressive Kräfte, deren Ansichten sich mit der Zeit durchsetzten. Das gab es auch schon vor den Grünen.

So ähnlich lief das auch mit der Durchsetzung der Demokratie während der Französischen Revolution ab. Anschließend beklagten sich die reaktionären Kräfte und Staaten in Europa und bildeten eine „Heilige Allianz“, um den demokratischen Tendenzen in Europa Einhalt zu gebieten.

Güllner sieht für mich nicht gerade aus, als ob er Wähler einer linken Partei wäre. Wenn man das letzte Bundestagswahlergebnis der SPD auf die Zahl der Wahlberechtigten bezieht, so wird diese wohl auch nur auf ca. 15 Prozent der Stimmen gekommen sein. Auch die CDU wird wohl nur auf 20 bis 25 Prozent kommen. Ziemlich mickrig das Ganze.

Ich finde die Aussagen von Herrn Güllner ziemlich peinlich. Ich persönlich bin der erste, der auf die Grünen eindrischt, wenn es darum geht, sie zu kritisieren. Es ist ja nicht so, daß es dort nichts zu kritisieren gäbe. Ich habe die Einlassungen von Forsa-Chef Güllner hier einmal herausgestellt, weil sie so symptomatisch gerade für Menschen mit einer undemokratischen Haltung sind. Güllner kann nicht damit leben, daß sich das bürgerlich-konservative Lager auf dem absteigenden Ast befindet und sich ökologisch-soziales Denken zunehmend durchsetzt. Da greift er in die Demagogie-Trickkiste und faselt etwas von Diktatur und angeblicher Demokratieschädigung durch die Grünen, was sehr offenlichtlich auf schwachen Beinen steht. Haben nicht die Achtundsechziger einen wichtigen Impuls für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit gesetzt? Wurde nicht die Kultur der Bürgerbeteiligung und -initiativen maßgeblich von den „antimodernen“ Grünen mitbestimmt?

Güllner eröffnet also irgendwelche willkürlichen und suggestiven Nebengleise, weil er nicht Manns genug ist, den politischen Gegner anzuerkennen. Wie so häufig bei solchem Firlefanz treffen die Vorwürfe von Herrn Güllner auf ihn selbst zu.

Damit hier auch kein Verdacht aufkommt, ich sei unkritisch gegenüber den Grünen, hier zwei Beiträge von mir, die ich in letzter Zeit verfaßt hatte. Zuerst zum Thema häusliche Gewalt bei den Berliner Grünen:

Sehr geehrte Frau Böhm, ich hoffe, Sie wissen, daß partnerschaftliche Gewalt in gleichem Maße auch von Frauen ausgeht. Hier nehmen sich Männer und Frauen nichts. Ich bitte Sie, diese unerträgliche Frauenförderideologie aufzugeben und damit endlich eine moderne Partei zu werden. Gewalt von Frauen gegen Männer, Mißbrauch von Schutzgesetzen und Falschbeschuldigungen sind das wirkliche Tabu. Frauen als Täter und Männer als Opfer – Das ist ein tatsächliches Tabu.

Ich hoffe, die Grünen geben hier ihre Engstirnigkeit auf und werden ihrem Ruf und Selbstverständnis als alternative Partei gerecht. Falls Sie es noch nicht wissen: Studien zur häuslichen Gewalt kommen überall auf der Welt zu dem immer gleichen Ergebnis. Männer und Frauen nehmen sich nichts, was partnerschaftliche Gewalt anbelangt. Ich frage mich, wie lange Sie als Grüne noch an der Gleichberechtigungs- und Frauenförderideologie festhalten wollen. Z.B. angesichts der 23%-Lohndifferenzpropaganda, die jedes Jahr neu erschallt. Grüne und auch andere Parteien ignorieren hier zwanghaft, daß die 23% nicht auf „Benachteiligung“ zurückzuführen sind, sondern auf unterschiedliche Berufswahl, Karriereambitionen, Überstundenzahl, Gehaltsverhandlung etc. pp. Es handelt sich ausnahmslos um legitime Faktoren.

Wenn Sie als Partei für mich wählbar bleiben wollen, widmen Sie sich bitte den wirklichen Tabus in unserer Gesellschaft. Damit würden Sie auch dem verbreiteten Bild des dümmlichen Gutmenschentums, das viele Menschen von den Grünen haben, entgegenwirken. Trauen Sie sich mal was und hinterfragen Sie gewisse Dinge. Hier mal ein Anfang: http://manndat.de/feministische-mythen

(Lustig ist die Antwort eines anderen Kommentators, die ich darauf erhielt.)

Und dann noch bei den Bundesgrünen wegen ihrer dümmlichen Kampagne „Lieber eine Frau als irgendein Kerl“. Auf diese Kampagne bin ich auch erst durch WGVDL oder Genderama gestoßen:

Ich bin selbst langjähriger Grünwähler. Bitte hört doch endlich mal mit diesem Frauengesäusel auf und werdet eine moderne Partei!

Frauen interessieren sich weniger für Politik, also ist es auch nicht verwunderlich, daß es weniger weibliche Mitglieder in Parteien gibt.

Da kann man sich noch so sehr die Welt zurechtgendern. Männer und Frauen sind verschieden.

Bitte schafft die Frauenquote in Euren Fraktionen ab. Das wäre der nächste Schritt zu mehr Gleichberechtigung.

Dann werden Männer nicht mehr für ihr Engagement bestraft.

Ihr scheint den Zahn der Zeit nicht mitbekommen zu haben. Die grüne Frauenfixierung wirkt heutzutage nur noch albern und antiquiert. Ihr seid in den Siebziger Jahren stecken geblieben.

Hier mal ein Blog, wo man sich alternative Informationen besorgen kann: http://genderama.blogspot.com/

PS: Arne Hoffmann wird es sicherlich freuen, daß sein Lieblingsportal „Politically Incorrect“ sich ebenfalls positiv auf Güllner bezogen hat und dessen Thesen lobt.

„Die bürgerliche Kernschmelze“ – Cordt Schnibben (im Artikel bereits verlinkt)

12 Kommentare
  1. Deutschland braucht eine nicht-grüne Ökopartei, z. B. die Partei FW, die ÖDP oder die Tierschutzpartei. Widernatürliche Homosexualität muss zurückgedrängt werden. Und Autosexualität muss stark begrenzt werden. Mehr dazu auf meinem Blog.

  2. Ergänzung: Autosexualität ist selbstbezogene Sexualität.

  3. Arne Hoffmann permalink

    Ach, Politically Incorrect bezieht sich auch positiv auf Harald Eia soweit ich das mitbekommen habe. Ganz so einfach, dass eine Meinung automatisch entwertet ist, sobald ihr PI zustimmt, kann man es sich auch nicht machen. Ansonsten ist dein Beitrag aber ein lesenswerter Gegenstandpunkt. Mir geht bei den Grünen vor allem die haarsträubende Geschlechterpolitik auf die Nüsse; bei vielen anderen Themen wären wir einer Meinung. Insofern war mein Blogeintrag sicherlich einer meiner sehr, sehr, sehr seltenen polemischen Beiträge …🙂

  4. Arne Hoffmann permalink

    Nachtrag: Ich glaube, ich habe noch ein „sehr“ vergessen.

  5. @ Arne Hoffmann

    Mir geht bei den Grünen vor allem die haarsträubende Geschlechterpolitik auf die Nüsse; bei vielen anderen Themen wären wir einer Meinung.

    Bei den Linken ist die Geschlechterpolitik ja letztlich überall gleich, und bei den anderen ist sie auch eher am Zeitgeist orientiert. Mich nerven die Grünen hier auch. Aber mir ist dieses Thema letztlich nicht so wichtig, daß es wahlentscheidend wäre. Ist ja auch irgendwie logisch.

    Es scheint sich jetzt langsam zu bewahrheiten, daß die Geschlechterpolitik bei den Konservativen nicht gut aufgehoben ist, weil sie bildlich gesprochen lieber einen Schritt zurückgehen als zwei nach vorne. Die Linken müssen jetzt auch noch den zweiten Schritt gehen, und es ist für mich offensichtlich, daß sie viel besser zu diesem Schritt in der Lage sind als die Konservativen.

    Das wird sich wohl in Zukunft bewahrheiten. Die Linken sind geistig beweglicher und blicken mehr durch bzw. besitzen alles in allem mehr Humanität (vielleicht abgesehen von der Linkspartei).

    Das mit PI habe ich nur erwähnt, weil es schon dafür spricht, daß Güllner Müll erzählt. Daß die Grünen oder manche von ihnen durchaus etwas beseelt und gutmenschlich daherkommen, stimmt ja. Das tun aber letztlich alle Parteien bei ihren Themen. Das ist auch tatsächlich eine Gefahr, daß Dinge zum Mantra werden und sich verselbständigen und nur noch von der Autorität des vermeintlich Guten leben. Dieser Habitus und diese Selbstgewißheit sind in der Tat problematisch.

    Da fallen mir wie gesagt aber auch andere Parteien ein, und unsere Demokratie ist wohl nicht in Gefahr.

  6. ichpostenuraufhatr permalink

    Ich finde Hoffmanns Identicon entlarventd. Ist jemandem aufgefallen daß es eine verdeckte Swastika (vuganisch: Hakenkreuz) mit Doppelhaken ist. Wers nicht glaubt: Hinsetzen, Anschauen, Nachdenken.

    Die Rechtslastigkeit der Herrn Hoffmann ist damit zweifelsfrei bewiesen.

  7. Ist mir auch schon aufgefallen. Er hat ja auch die gleichen Initialen wie unser Führer oder wie Aribert Heim. Das war ein Nazi-Kriegsverbrecher. Eine Art Josef Mengele.

    Man kann darüber ja lachen. Aber ich zweifele trotzdem immer ein bißchen an der Welt und meinen Mitmenschen, wenn ich diese feministischen Denunziationen sehe und dann noch, wieviel normale Journalisten auf diesen Zug aufspringen.

    Man denke nur an diese Realsatire, die Hoffmann mal geschildert hat. Isolde Aigner oder wie die hieß. Das sind wirklich Geisteskranke, nur traut es sich kein Journalist, das auszusprechen.

  8. ichpostenuraufhatr permalink

    „Das sind wirklich Geisteskranke, nur traut es sich kein Journalist, das auszusprechen“ Warum Krankheit vermuten, wo es Dummheit auch tut?
    Ansonsten finde ich man sollte Mädchenseilschaft durch das jiddische „Schicksengaltiv“ ersetzen.
    Cetero censeo – immer fröhlich und vergnügt.

  9. Die herkömmlichen Religionen (z. B. der Islam – auch eine grüne Pest) und der Atheismus müssen bekämpft werden. Jeder Mensch sollte zumindest Pantheist sein. Besser ist es, ein Freireligiöser zu sein. Zudem darf es keine Freigabe von Drogen geben. Abtreibungen dürfen nur in Ausnahmefällen (Vergewaltigung, Gefahr für Mutter oder Kind) erlaubt sein. Es darf keine Sonderrechte für Homosexuelle geben; z. B. kein Adoptionsrecht. Denn die Homosexuellen würden die Kinder in ihrem (der Homosexuellen) Sinne erziehen. Mehr dazu auf meinem Blog.

  10. Schoppe permalink

    „Es scheint sich jetzt langsam zu bewahrheiten, daß die Geschlechterpolitik bei den Konservativen nicht gut aufgehoben ist, weil sie bildlich gesprochen lieber einen Schritt zurückgehen als zwei nach vorne. Die Linken müssen jetzt auch noch den zweiten Schritt gehen, und es ist für mich offensichtlich, daß sie viel besser zu diesem Schritt in der Lage sind als die Konservativen.“
    Glaub ich nicht, gerade bei den Grünen nicht. Die haben sich mit ihrer Geschlechterpolitik in eine Position manövriert, in der sie es sich gar nicht mehr leisten können, eben diese Politik ernsthaft zu reflektieren. Bei keiner anderen Partei gibt es so starke Geschlechterunterschiede in der Wählerschaft, laut der jüngst veröffentlichten Leipziger Studie zu Parteinpräferenzen besteht die grüne Anhängerschaft zu über 70 Prozent aus Frauen. (http://www.spiegel.de/fotostrecke/studie-zur-wahlverhalten-piratenwaehler-besorgt-fdp-anhaenger-reicht-fotostrecke-87260-2.html) Wer möchte da schon allzu offen über männerfeindlichen Sexismus bei den Grünen sprechen?

    Vor allem aber brauchen die Grünen die Geschlechterpolitik, um sich noch irgendwie als „linke“ Partei fühlen zu können. Sie sind de facto längst (gemeinsam mit der FDP) DIE Partei der Besserverdienenden, unter der rot-grünen Regierung sind die Unterschiede zwischen arm und reich massiv gewachsen (und unter Schwarz-gelb tatsächlich eher geschrumpft!), und eine der ersten Entscheidungen des neuen grünen Ministerpräseidenten von BW war, 12000 Lehrerstellen zu streichen – das ist keine Problem für die wohlhabende grüne Wählerschaft, aber für die, deren Kinder auf öffentliche Bildungsangebote angewiesen sind. Die Liste der Beispiele ließe sich fortsetzen.

    Die Inszenierung eines Geschlechterkampfes bietet angesichts einer solchen Politik (die früher als „Klassenkampf von oben“ etikettiert worden wäre) eine Möglichkeit, die klassischen linken Frontstellungen in der Auseinandersetzung um eine gerechtere Gesellschaft zu simulieren: gegen eine vorgeblich omnipräsente männliche Herrschaft, für eine Förderung der Unterdrückten, welche selbstredend weiblich sind. Selbst die Forderung einer Frauenquote im Management, klassische Politik einer Privilegierung der Privilegierten, kann da allen Ernstes zu einer zentralen Gerechtigkeitsfrage der Gesellschaft emporgejazzt werden.

    Es hat also keinen großen Sinn, zwischen einer prinzipiell progressiven, aufgeklärten, sozial bewussten grünen Partei auf der einen und ihrer verfehlten Geschlechterpolitik auf der anderen Seite zu unterscheiden. Die Grünen brauchen ihren sexistischen Feminismus als Substitut einer linken Politik – wenn sie ihn nicht hätten, müssten sie sich am Ende noch ernsthaft überlegen, wie eine realitische linke, also aufgeklärte und an sozialer Gerechtigkeit orientierte Politik heute ehrlicherweise aussehen könnte.
    Und wo kämen wir denn da hin…

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