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Heterophober Übergriff in Berlin-Schöneberg

Schöneberg ist für Berlin das, was Köln für Deutschland ist – ein Sündenpfuhl aus Homo und Gomorrha. Normale Menschen können sich nur noch mit Polizeischutz dorthin wagen und müssen sich vor den immer häufiger werdenen Übergriffen militanter und aggressiver Homosexueller in Acht nehmen.

Die Berliner Polizei berichtet Folgendes:

Ein 26-jähriger Hundehalter hat gestern Abend einem Polizisten ins Bein gebissen.

Gegen 18 Uhr 10 führte der Tatverdächtige seinen Hund in Schöneberg „gassi“. An einem Blumenkübel vor einer Bäckerei in der Motzstraße hob der Hund sein Bein und erledigte sein „Geschäft“, wobei er auch einen darunter liegenden Teppich beschmutzte.

Von einem Gast der Bäckerei zur Rede gestellt, entwickelte sich ein Streitgespräch, in dessen Rahmen sich der Hundehalter „homophob“ beleidigt und bedroht fühlte und daraufhin dem ebenfalls 26-jährigen Gast Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Herbeigerufene Polizeibeamte haben den Tatverdächtigen an einem nahe gelegenen Imbiss mit seinem Lebensgefährten angetroffen. Als ihm der Tatvorwurf der gefährlichen Körperverletzung erklärt wurde, reagierte er aufgebracht und aggressiv und verweigerte die Herausgabe des Pfeffersprays. Als er nunmehr durchsucht werden sollte, schlug er heftig gegen die Arme des Beamten, woraufhin ihn dieser zu Boden brachte. Der Tatverdächtige biss ihm nun in die Innenseite des Oberschenkels, trat um sich und beleidigte die Polizisten. Er warf ihnen auch vor, nur Opfer von „Polizeigewalt“ zu werden, da er homosexuell wäre.

Der Beamte erlitt durch die Widerstandshandlungen und den Biss eine leicht blutende Wunde sowie ein Hämatom und musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden.
Nachdem sich der Tatverdächtige wieder beruhigt hatte, wurde er vor Ort entlassen.
Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und Beleidigung eingeleitet.

Die Berliner Polizei wird der grassierenden Homogewalt kaum noch Herr. Trotz Widerstands gegen die Staatsgewalt wurde der militante Homosexuelle nicht verhaftet und kann nun weiter die Bevölkerung malträtieren. Homosexuelle müssen sich nicht fürchten: Der Vorwurf der „Homophobie“ reicht, um einen Anlaß zur Gewalt zu finden.

In der Berliner Zeitung steht Folgendes:

„Dabei biss der Tatverdächtige, wissend, dass er HIV-erkrankt ist, dem Beamten in die Innenseite des Oberschenkels“, heißt es in der internen Mitteilung der Polizei. Der Beamte erlitt eine leicht blutende Wunde.

Christian M. selbst sagt jedoch, er sei nicht HIV-infiziert. Bis ein Test Klarheit bringt, können Wochen vergehen. Nach Angaben seiner Kollegen soll der 35-jährige Beamte Todesängste haben.

Immer mehr Menschen fordern Präventionsprogramme gegen Homogewalt. Die Politik sieht tatenlos zu.

Die Unterscheidung in „Männerbewegung“ und „Männerrechtsbewegung“

Auf seinem Blog betont der Soziologe Andreas Kemper, daß die von ihm sogenannte „Männerrechtsbewegung“ nicht zur „Männerbewegung“ gehöre. Beides seien verschiedene Phänomene. Was mag an dieser Feststellung so wichtig sein?

Für Kemper ist erstere Bewegung antifeministisch, während letztere profeministisch sei. Die „Männerbewegung“ sei in den Siebziger Jahren entstanden, habe sich für ein Hinterfragen von antiquierten Männlichkeitsbildern eingesetzt und sei auf klar feminismusfreundlichem Kurs gewesen. Kemper möchte nun nicht, daß auch Männer das Wort „Männerbewegung“ für sich in Anspruch nehmen, obwohl sie klar antifeministisch ausgerichtet sind.

Warum sollen heutige Männer nicht den Begriff Männerbewegung verwenden dürfen, nur weil dieser Begriff früher einmal anders konnotiert war? Ist der allgemeine Begriff „Männerbewegung“ fest verpachtet?

Man kann als Soziologe doch auch verschiedene Strömungen innerhalb einer Männerbewegung ausmachen und differenzieren. Warum also solch ein Brimborium um dieses Wort? Kann so etwas überhaupt einen wirklich ernst zu nehmenden Wissenschaftler interessieren? Niemand kann für sich in Anspruch nehmen, „die Männerbewegung“ zu sein. Es klingt ein bißchen absurd, wenn ein Soziologe mit wissenschaftlichem Anspruch solche Scharmützel und Bilderstürme aufführt.

Mit Meinungsäußerungen wie diesen entlarven sich die Vertreter der Gendergemeinde regelmäßig als politische Agitatoren und Ideologen. Kemper erträgt es nicht, daß sich jetzt etwas Männerbewegung schilt, das nicht mehr profeministisch ausgerichtet ist.

In seinen Schriften werden Männerbewegte regelmäßig als rechte oder rechtsextreme Sektierer dargestellt, die auf hinterhältige Weise in den gesellschaftlichen Diskurs eingreifen wollen. Man fühlt sich ein bißchen an die Judenparanoia der Nationalsozialisten erinnert. Die Schriften von Kemper sind von einem so offensichtlichen Haß auf Andersdenkende durchzogen, daß einem nur das Gruseln kommt, wenn man daran denkt, daß politische Stiftungen und Universitäten auf solche Salafisten zurückgreifen.

Und immer wieder fällt das Wort des „Antifeminismus“. Auch Thomas Gesterkamp oder Rolf Pohl geben Interviews in Zeitungen oder schreiben Artikel, in denen sie regelmäßig den Generalvorwurf des „Antifeminismus“ äußern, als wäre dieser bereits per se ein Unding. Das war es bereits. Eine Bewegung ist antifeministisch. Weitere Begründungen, was daran denn so schlimm ist, fehlen. Es erinnert ein bißchen daran, wie sich in der DDR oder anderen sozialistischen Staaten Vertreter des Systems darüber entrüsteten, irgendeine Initiative oder Meinungsäußerung sei „gegen den Sozialismus“ oder „konterrevolutionär“.
In diesen Momenten offenbaren die feministischen Akademiker, wes Geistes Kind sie sind. Diese Passagen zählen für mich immer zu dem Beklemmendsten, was man im Rahmen feministisch orientierter Wissenschaft lesen kann.

Es fehlt völlig die Fähigkeit, etwas grundsätzlich zu hinterfragen und wirklich autonom zu denken, wie es dem Selbstethos eines Wissenschaftlers entspricht. Kritik am Feminismus, wie sie von Männerrechtlern vorgebracht wird, wird nicht pariert, ihr wird nichts entgegnet. Sie ist einfach sakrosankt. Das war es. Daß man Feminismus auch als etwas negatives betrachten kann bzw. daß Feminismus nicht per se etwas Positives ist, kommt in dieser Welt nicht vor. An diesem Punkt wird auch die naiv-unterwürfige Psyche der profeministischen Männer deutlich. Man spürt förmlich, wie sie es mit der Angst zu tun bekommen, wenn jemand ihr Heiligtum, den Feminismus, hinterfragt.

Diesen Geisteszustand zeigen auch Andreas Kemper und all die anderen Soziologen und Gender-Beauftragten, die sich mit der Männerrechtsbewegung auseinandersetzen.

Der religiösen Anbetung des Feminismus ist nun auch die Unterscheidung in Männerrechtsbewegung auf der einen und Männerbewegung auf der anderen Seite geschuldet, die Kemper vornimmt.

Ein seriöser Wissenschaftler würde sich vermutlich kaum um solche Dinge kümmern. Er würde über Strömungen sprechen, die unterschiedliche Ansichten haben, und das war’s. Er würde wertneutral von einer mittlerweile historischen pro- und einer aktuellen antifeministischen Männerbewegung sprechen.

Der Begriff der Männerbewegung bleibt – von all dem unberührt – ohnehin ein allgemeiner und ist in jedem Fall richtig. Die aktuelle Männerbewegung mag mit der historischen wenig gemein haben, eine Männerbewegung ist es trotzdem. Ich finde es immer beklemmend, wenn ich solche Ausführungen wie die von Herrn Kemper lesen muß, der keinerlei Bewußtsein von seiner politischen Prostitution und Korruptheit hat. Er ist von Komplexen und Feindbildern getrieben und diese finden sich unmißverständlich in seinen Begriffsbildungen und Gewichtungen wieder.

Man kann von mir aus die heutigen Männerrechtler gerne als „Männerrechtsbewegung“ bezeichnen. Eine Männerbewegung bleibt es trotzdem. Auch deshalb, weil die heutige Problematik nicht nur in juristischen Benachteiligungen von Männern besteht, sondern vor allem darin, daß Männer ständig offen oder latent abgewertet werden.

Ob man nun von Männerbewegung oder Männerrechtsbewegung spricht, ist letztlich völlig unwichtig und offenkundig eine Art Ersatzbefriedigung für feministische Soziologen, die eine gesellschaftliche Strömung nicht neutral untersuchen wollen, sondern politische Urteile in Wissenschaft gießen möchten. Die Begriffsklauberei und Erbsenzählerei, die hier betrieben werden, und die Energie die dafür verwendet wird, sind ein nur zu deutlicher Beweis, daß das feministische Soziologenkartell um Andreas Kemper, Thomas Gesterkamp und Hinrich Rosenbrock nicht ernst zu nehmen ist und überwiegend interessengeleitete Wissenschaft betreibt.

Der Artikel von Kemper ist nicht zuletzt ein Sammelsurium von Widersprüchen, Fehlleistungen und politisch bedingter Unlogik. Hier mal ein größerer Ausschnitt, der bereits fast den gesamten Artikel abbildet:

Was die Männerbewegung ausmacht ist neben den Inhalten vor allem die personelle Zusammensetzung: es sind Männer, die sich kritisch mit Männlichkeit und Geschlechterfragen befassen. Die Männerbewegung unterscheidet sich von der Frauenbewegung dadurch, dass in der Männerbewegung Männer und in der Frauenbewegung Frauen organisiert sind. Inhaltlich sind beide Gruppierungen an den verschiedenen Feminismen orientiert.

Die Männerrechtsbewegung hingegen grenzt sich inhaltlich vom Feminismus und von der Frauenbewegung ab. In der Männerrechtsbewegung befinden sich auch Frauen wie Monika Ebeling und Christiane Hamprecht. Das heißt, die Männerrechtsbewegung ist im Gegensatz zur Männerbewegung gar nicht durch das Geschlecht ihrer Beteiligten konstituiert, sondern lediglich durch Inhalte. Die Männerrechtsbewegung kann somit schon kategorial nicht Teil der Männerbewegung sein. Hinzu kommen inhaltliche Divergenzen (Feminismen versus Maskulismus / Maskulisnismus), die sich in zentralen Punkten gegenseitig ausschließen.

In der Frauenbewegung sind also nur Frauen organisiert. Warum wird dann in den Kreisen, in denen Kemper verkehrt, sehr häufig die Wendung „FeministInnen“ verwendet, die auch Männer mit einschließt? Warum gibt es Männer, die sich als Feministen verstehen, und entsprechende T-Shirts mit Aufdrucken wie „This is what a feminist looks like“? Und warum wird von Feministinnen so häufig propagiert, daß es auch männliche Feministen gebe? In der selektiven Wahrnehmung eines Herrn Kemper muß so etwas ausgeblendet werden, um ein für seine Erklärungsbedürfnisse passendes Bild zu erzeugen.

Und da sich in der Männerrechtsbewegung auch Frauen befinden, kann also nicht von „Männerbewegung“ die Rede sein, denn dort dürfen sich ja nach Meinung von Kemper eigentlich nur Männer befinden. Aber gerade hier wird von Kemper und Co. nun häufig die Bezeichnung „Maskulisten“ gebraucht – ohne Binnen-i – was je irgendwie der Behauptung widerspricht, auch Frauen seien Teil der Männerrechtsbewegung. Wie soll man das verstehen? Eben noch wird ein angeblich eindeutiges Geschlechterbild der von Kemper besprochenen Gruppierungen erzeugt, aber dann stimmt dieses Geschlechterbild nicht mit den Bezeichnungen überein, die die angeblich so sprachsensiblen Feministen verwenden. Daß ausgerechnet die Propagandisten der geschlechtergerechten Sprache solche Kuriositäten produzieren.

Kemper scheint wirklich ein benachteiligtes Arbeiterkind gewesen zu sein, der den Gebrauch seines Intellekts erst mühsam als Erwachsener gelernt haben muß. Die Männerrechtsbewegung kann seiner Meinung nach also schon „kategorial“ nicht Teil der Männerbewegung sein. Hier scheint einer einen ganz schönen Überblick und Freude an rein formalen Konstruktionen zu haben – die nachweislich im Widerspruch zur Realität stehen.

Was für schöne kindlich-naive Gedankengänge. Und dann noch diese außerordentliche Relevanz von Kempers Feststellungen: Eine Männerrechtsbewegung kann nicht zur Männerbewegung gehören. Na wenn das mal nicht der kommende Max Weber oder Ulrich Beck ist, der uns hier belehrt?

In der Frauenbewegung sind nur Frauen aktiv – deshalb „FeministInnen“. In der Männerrechtsbewegung sind hingegen auch Frauen – deshalb „Maskulisten“. Soll man da lachen oder weinen?

Das sind die Begründungs- und Gedankenwelten eines akademischen Soziologen. Sprach- und Begriffseugenik haben hier noch nicht zu einem harmonischen Einklang gefunden.

Kemper schreibt weiter:

Das heißt, die Männerrechtsbewegung ist im Gegensatz zur Männerbewegung gar nicht durch das Geschlecht ihrer Beteiligten konstituiert, sondern lediglich durch Inhalte.

Dieser Satz schlägt ein wie eine Bombe. Wir Maskulisten zeichnen uns also durch Inhalte aus und nicht durch Geschlechtszugehörigkeit. Im Gegensatz zum Feminismus. Wie soll man das jetzt verstehen?

An dieser kindlichen Rhetorik und Argumentationsweise kann man kaum besser studieren, was für ein Pharisäer und Fanatiker Andreas Kemper ist. Es ist eine Art formalistisches Beckmessertum, ein Herumgestochere, ein unwürdiges unlogisches Fabulieren, Winkelziehen und Erbsenzählen, bis die gewünschte Wahrheit herauskommt – die ganz zufällig den politischen Ansichten unseres Soziologen entspricht.

Ob etwas nun Männerrechts- oder Männerbewegung sei, würde einen seriösen Soziologen kaum interessieren. Ein seriöser Soziologe würde sich auch gewiß nicht das Etikett „profeministisch“ verleihen – und dann noch vergnügt über pro- und antifeministische Strömungen zu Gericht sitzen.

Ich spreche bezüglich der feministischen Ideologie auch von einer sogenannten „nominalen Ersatzebene“ oder auch virtuellen Ersatzebene, auf der sich alles Mögliche herbeigezaubert wird, ohne daß man noch auf konkrete Realitäten Rücksicht nehmen oder sachbezogen argumentieren müßte. Das begrifflich-formale Gestikulieren mit Etiketten und Zuschreibungen ohne Argumentationsbezug wird zur Ersatzbefriedigung. Nirgends erkennt man besser, daß es sich um eine Ideologie handelt. Diese Sprach- und Hirnakrobatik, dieses Pharisäertum findet man bekanntlich auch in den Großideologien des 20. Jahrhunderts.

Und – um den Bogen zum Heute zu schlagen – auch in manchem Politikerstatement in heutigen Demokratien. Derzeit besonders lustig anzuschauen im US-Wahlkampf bei Mitt Romney, dem künftigen Accomplisher. Gegen Barack Obama werden die hirnrissigsten Nebenkriegsschauplätze eröffnet, nur um Obama irgendwie in Mißkredit bringen zu können.

Anstatt fair und respektvoll zu argumentieren, wird z.B. erörtert ob Obama überhaupt US-Bürger sei, oder bemängelt, daß unfaßbare dreimal ein Bin-Laden-Tötungskommando zurückbeordert wurde, bevor die christliche Vorsehung zum Tod dieses Abschaums führte.

Andreas Kemper und Hinrich Rosenbrock haben in den US-Republikanern würdige Lehrmeister. Mit ein bißchen Grips und Finesse kann man die Republikaner auch als „links“ darstellen. Dies dürfte Kemper wohl keine Probleme bereiten. Dann steht einer Kooperation nichts mehr im Wege.

Oh, welch Freude: Die Maskulisten kommen!

Endlich habe ich mal ein neues Thema, das nichts mit Homophobie zu tun hat und das mich wieder als ernst zu nehmenden Menschen rehabilitiert. Das habe ich Andreas Kemper zu verdanken. Dem verlorenen Arbeitersohn.

Kemper weiß sicherlich, daß gerade wir Maskulisten etwas für benachteiligte Arbeiterkinder übrig haben. Aus Dankbarkeit hat er jetzt wieder ein Buch über uns geschrieben. Über das WGVDL-Forum bin ich auf das neue Werk von Kemper gestoßen. Es hat den famosen Titel:

Die Maskulisten – organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum

Daß wir „organisiert“ und „vernetzt“ sind, ist immer eine wichtige Feststellung, wenn es darum geht, die Maskulisten zu beschreiben. Es ist aber neutral gemeint, nicht dämonisierend.

An dem Buch haben u.a. Thomas Gesterkamp, Ines Fritz, Hinrich Rosenbrock, Jörg Rupp und Isolde Aigner mitgeschrieben, also die volle Ladung politisch neutraler Gelehrtheit.

Auf der Verlagsseite wird das Buch wiefolgt dargestellt:

›Maskulismus‹ ist die Selbstbezeichnung des modernisierten Antifeminismus.
Der vorliegende Sammelband vereint aktuelle Forschungsergebnisse mit Erfahrungsberichten zum Maskulismus im deutschsprachigen Raum.

So geht’s weiter:

Im ersten Kapitel wird die Entwicklung des Maskulismus skizziert. Thomas Gesterkamp berichtet über die sich bereits in den 1990er Jahren etablierende Vaterrechtsbewegung. Jörg Rupp skizziert die Entwicklung der Männerrechtsbewegung von den Anfängen im Usenet und deren Ausbreitung im Web 2.0.

Hört sich ja ein bißchen an wie eine Epidemie oder Pest. Will man hier etwa über etwas Negatives berichten?

Die interne Debatte über den antifeministischen Oslo-Attentäter Breivik und die vermeintliche Spaltung der Männerrechtsbewegung untersucht Andreas Kemper.

Der Attentäter Breivik war also „antifeministisch“. Dies ist vermutlich positiv gemeint. Ist doch eine gute Sache. Und sein Antifeminismus ist ja auch verständlich, wenn er von einer feministischen Mutter mißhandelt wurde, die ihrem Sohn den Vater vorenthalten hatte.

Vielleicht hätte Breivik nicht Ersatzobjekte für seinen in der Kindheit entstandenen unermeßlichen und berechtigten Haß auf seine Mutter suchen müssen, wenn er sich als Erwachsener aufgemacht hätte, diesen zu fühlen, und wenn ihn die Gesellschaft dabei unterstützt hätte. Noch besser wäre es freilich für die Gesellschaft, dieser Haß wäre erst gar nicht entstanden und die zuständigen Instanzen hätten die Bedürfnisse eines Kindes ernster genommen – und Väter als Menschen anerkannt. In einem Gutachten wurde ausdrücklich festgestellt, daß Breiviks Mutter untauglich für seine Erziehung sei. Die Sorgerrechtsanträge durch den Vater und seine neue Frau wurden abgelehnt.

Alles wieder mal ein großes Rätsel, wie ein Mensch solch eine Destruktivität entfalten kann und woher seine politischen Ansichten kommen. Wir sind alle unglaublich ratlos und solch eine Tat ist einfach „unfaßbar“. Vermutlich alles biologisch vererbt.

Aber weiter im Text:

Auf der Grundlage von drei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten kann erstmals die Männerrechtsbewegung umfassender analysiert werden.
Isolde Aigner befasst sich mit antifeministischen Denkmustern im medialen Diskurs. Hinrich Rosenbrock stellt die Hauptideologien der Männerrechtsbewegung, nämlich Antifeminismus und männliche Opferideologie vor. Darauf geht auch Robert Claus in seiner Analyse von „AGENS“ und „MANNdat“ ein.

Männliche Opferideologie. Hört sich nicht so freundlich an. Aber lesen wir weiter. Noch ist nicht aller Tage Abend.

In einem weiteren Teil berichten FeministInnen von ihren Erfahrungen mit Maskulisten und deren Strategie „hate speech“. Ines Fritz berichtet über ihre Erfahrungen mit antifeministischen Bloggern – Ähnliches hat auch Gudrun Debus in der Piratenpartei mit der maskulistischen Männer-AG erlebt. Einen neuen Umgang mit der Strategie „hate speech“ versucht eine Gruppe, die das Projekt „hatr.org“ gestartet hat.

Beispiele für hate speech sind „Privilegienpimmel“ oder „potentieller Vergewaltiger“, die Maskulisten als Selbstbezeichnung wählen, um Feministinnen somit auf billige Weise zu denunzieren. Aber warum verdienen wir „Maskulisten“ in diesem Abschnitt eigentlich nicht das Binnen-i, wie es auch den „FeministInnen“ zugestanden wird? Auch Frauen kämpfen auf unserer Seite. Ist das Generische Maskulinum doch nicht so illegitim wie gedacht?

Ines Fritz berichtet über ihre Erfahrungen mit Maskulisten – und Gudrun Debus, das „Piratenweib“, auch. Sie hat „Ähnliches“ wie Frau Fritz in der Piratenpartei erlebt. Wobei wird es sich dabei wohl handeln? Klingt auch alles nicht sehr einladend. Soll dieses Buch etwa ein negatives Bild zeichnen? Wir wissen noch nicht, wo die Reise hingeht.

Wir sind also organisiert und benutzen Strategien. Ähnlich wie die Befreiungsbewegungen in Nordafrika oder die Demokratiebewegung in Rußland. Es könnte sich bei unserer Bewegung also durchaus auch um etwas Gutes handeln. Wer weiß, was uns in diesem Buch erwartet. Noch steht es in den Sternen.

Die Konturen der Maskulisten sind noch recht unscharf.

Schauen wir weiter im Text:

Kontrastiert man den Maskulismus mit den Geschlechterkonzeptionen von Rechtsextremisten, so werden die Ähnlichkeiten schnell deutlich. Daher widmet sich der letzte Teil dem Männer- und Frauenbild in rechtsextremistischen Gruppen.

Ich hoffe mal, daß rechtsextremistische Gruppen ein positives Männer- und Frauenbild haben. Denn sonst hätten die Maskulisten ja ein negatives. Aber „den Maskulismus“ gibt es ja bekanntlich gar nicht. Also wird es bestimmt eine breite Vielfalt an Geschlechterkonzeptionen dort geben. Vielleicht konzipieren manche Maskulisten die Geschlechter sogar überhaupt nicht, was einem revolutionären Akt gleich käme – ähnlich der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten.

Eigentlich können wir ganz beruhigt sein. Denn es werden bestimmt auch dissidente „Geschlechterkonzeptionen“ wie in rechtsextremen Gruppen gesellschaftlich akzeptiert. Es sind ja gerade die Gender Studies, denen wir eine stete Liberalisierung des Klimas verdanken, sodaß jetzt jede – aber wirklich auch jede – Geschlechterkonzeption akzeptiert wird.

Wenn ich es recht sehe, steht nichts Schlimmes zu befürchten durch dieses Buch. Alles in allem kommen die Maskulisten ganz gut darin weg:
-antifeministisch
-selbstbewußte, sich vom Mainstream absetzende Geschlechterkonzeption
-strategisch operierend
-organisiert und vernetzt
-modernisiert

Wir Maskulisten werden in diesem Buch wohl ganz gut wegkommen.

Normativität am Beispiel vom Blog „Alles Evolution“

Normativität ist der abstrakte Begriff für eine voreingenommene Haltung. Er beschreibt bestimmte gesellschaftliche Wertsetzungen und Abwehrbedürfnisse, die es verhindern, daß Fragestellungen neutral und nüchtern behandelt werden können. Gegenwärtig wird dies deutlich am Beschneidungsthema oder an der Debatte um das israelkritische Gedicht von Günter Grass.

Daß bei diesen Themen eine normative Haltung in der Gesellschaft vorliegt, wird daran deutlich, daß weniger Sachargumente für die Beschneidung oder gegen Günter Grass vorgebracht werden, sondern gleich unter einem enormen Maß an Empörung allerlei Mutmaßungen darüber angestellt werden, welch finstere Motive wohl die Ursache dafür sein mögen, daß Grass Israel kritisiert oder daß Menschen die jüdische und muslimische Beschneidung ablehnen und verbieten wollen. Ich erinnere hier auch an die Worte unserer Kanzlerin, Deutschland würde sich zu einer „Komikernation“ machen, wenn es die religiöse Beschneidung verbiete.

Auch die Qualität der Sachargumente für Beschneidung verrät eine gewisse Voreingenommenheit, wenn argumentiert wird, daß das „Infektionsrisiko“ bei beschnittenen Männern geringer sei. Es gibt bekanntlich auch humanere und selbstbestimmtere Möglichkeiten, das Infektionsrisiko zu senken, die nicht erfordern, daß kleine Babys ohne Narkose wie am Spieß schreien müssen und schon zu Beginn ihres Lebens traumatisiert werden. Normativität verrät sich regelmäßig durch offensichtliche logische Inkonsistenzen und Schwachstellen, die unmißverständlich deutlich machen, daß ein Tabu verliegt, eine unangenehme Wahrheit, die umschifft werden muß.

Wie jeder weiß, waren im Christentum auch schon viele Dinge einmal „unabdingbar“, um ein „guter Gläubiger“ sein zu können. Auf solch religiösen Nippes können heute viele Menschen verzichten, ohne an ihrer Religiosität Abstriche machen zu müssen.

Wenn also keine Sachargumente mehr helfen, dann muß etwas anderes her. Kritiker der religiösen Beschneidungspraxis haben nämlich eigentlich etwas ganz anderes im Sinne als die körperliche und seelische Unversehrtheit eines Kindes. Es geht ihnen nicht um eine humanere Welt und die Abschaffung eines hirnrissigen religiösen Artefakts. In Wirklichkeit sind sie „antisemitisch“ und „islamophob“. Hinter plausiblen Sachargumenten steckt also in Wirklichkeit eine zutiefst finstere Haltung, deren Träger Juden und Moslems an den Kragen wollen und ihnen feindlich gesonnen sind.

Dies ist also der wirkliche Hintergrund vermeintlich ernst zu nehmender Sachargumente!

Hierbei denkt man sich natürlich: Na und? Dann sind wir eben antisemitisch und islamophob. Richtig. Die sachlichen Gründe gegen Beschneidung bleiben ja trotzdem bestehen – auch bei den finstersten Absichten.

Diese hier parodierte Paranoia ist das Hauptmerkmal einer normativen Haltung. Die Sachebene wird also über diverse pauschale Unterstellungen und Verknüpfungen vergewaltigt, damit nur ja nicht z.B. das religiöse Lügensystem hinterfragt oder als solches erkannt werden muß. Hinter religiösen Vorschriften steht natürlich der Machtanspruch der Kirchen, die gerne bestimmen wollen, wie Menschen zu glauben und was sie dafür zu tun haben.

Wenn Menschen meinen, fünfmal am Tag beten und sich vorher Hände und Füße waschen zu müssen, oder unbedingt eine Beschneidung als religiöse Essenz betrachten wollen, dann dürfen sie dies als Erwachsene gerne tun. Einem Kind darf eine medizinisch nicht indizierte Beschneidung nicht aufgezwungen werden.

Die gleichen hier geschilderten Mechanismen der Paranoia und Denunziation herrschen auch beim Thema Homosexualität vor. Wer Homosexualität auf sexuellen Mißbrauch in der Kindheit zurückführt, hat hierfür nicht etwa triftige Gründe, sondern ist unter anderem „homophob“, ein „Homohasser“ oder ein „christlicher Fundamentalist“.

Diese Abwehrhaltung kann man auch bei Christian und seinem Blog „Alles Evolution“ finden. Christian behandelt in einem Beitrag das Problem, daß biologische Erklärungen politisch von „rechten“ Gruppen vereinnahmt werden könnten und daß Feminismuskritik als „rechts“ dargestellt werden könne, welches sein Leser Chomsky aufwirft. Dies sei schädlich für eine Männerbewegung. Daher solle man unsere Geschlechtlichkeit nicht so dezidiert biologisch erklären, wie Christian dies tut. Natürlich ist diese Argumentation Unfug, denn einem Wissenschaftler muß es qua Berufung und Ethos egal sein, was mit seiner Forschung geschieht. Ein Wissenschaftler hat sich nicht dafür zu interesieren, was böswillige Kräfte mit seinen Forschungen unter Umständen tun, sondern dafür, daß seine Forschung seriös und weltanschaulich neutral ist. Ebenso muß sich jeder seriöse Mensch in der Männerbewegung der Wahrheit verpflichtet fühlen, egal ob diese nun allgemein goutiert wird oder nicht.

Man könnte dem vielmehr entgegensetzen: Die feministische Biologismus-Paranoia eignet sich gerade dazu, um ein weiteres Mal den fragwürdigen Geisteszustand dieses Personenkreises zu illustrieren.

Christian und andere argumentieren nun zu recht gegen eine solche Vereinnahmung von Wissenschaft für politische Interessen. Denn nichts anderes stellt Chomskys Mahnung dar. Chomsky möchte nicht, daß biologische Erklärungen von rechts vereinnahmt werden können und sorgt damit dafür, daß Forschung de facto für seine, also eher linke Interessen vereinnahmt, kastriert und in die Schranken gewiesen wird. Die Beschreibung der Realität kann sich nicht nach politischen Wunschvorstellungen richten. Nach dem Motto: Lieber nicht zu viele biologische Begründungszusammenhänge herstellen. Da droht Unheil von rechts.

Genau diese geistige Haltung, wie sie Chomsky an den Tag legt, ist der Totengräber von Wissenschaft und das Parademerkmal der Gender-Ideologie und des Feminismus.

Nun zu Christian. Er verteidigt in seiner Replik auf Chomsky biologische Erklärungsversuche folgendermaßen:

Wenn die sexuelle Orientierung biologisch festgelegt ist, und das pränatal und permanent, dann ist Homosexualität keine Sünde, sondern schlichtweg eine andere Programmierung. Wenn dies noch nicht einmal etwas mit Genen, sondern auch mit der Anzahl älterer Brüder oder dem Hormonspiegel der Mutter zu tun hat, dann wird die Basis dafür, dass man Homosexuelle abwertet aus meiner Sicht noch viel geringer. Ich glaube, dass bei Aufnahme dieser Entstehungsgeschichte in Schulbücher Homophobie wesentlich besser bekämpft werden kann als nur mit Toleranzprogrammen.

Jetzt könnte man noch sarkastisch hinzufügen, daß doch hoffentlich auch noch andere Erklärungsmöglichkeiten der „sexuellen Orientierung“ verfolgt werden dürfen und daß diese die gleiche neutrale Würdigung erfahren mögen, auch wenn sie zu keiner Legitimation von „Homosexualität“ führen. Christian gibt hier also absurderweise den „negativen Chomsky“, indem er ausdrückt: Hey Leute, ist doch gar nicht so schlimm, das mit der Biologie. Denn die Biologie kann für das politische Ziel einer Legitimierung der „Homosexualität“ dienen.

Bei Chomsky sind biologische Erklärungen also blöd, weil sie für konservative Rollenvorstellungen mißbraucht werden können. Bei Christian erhält die biologische Perspektive Absolution, da man sie nun für die Legitimation von Homosexualität mißbrauchen kann. Beide Male geht es um einen Mißbrauch von Wissenschaft und um ein Eindringen politischer und weltanschaulicher Motive. Christian und Chomsky haben also mehr gemein, als sie vermuten.

Vor diesem Hintergrund ist es natürlich zum Wegwerfen, wenn jemandem wie mir ständig irgendwelche weltanschaulichen Befangenheiten unterstellt werden – natürlich ohne die geringsten Belege.

Diese Ausführungen zeigen, daß Christian das Problem der Normativität nicht verstanden hat. Dies wird auch an vielen anderen Aussagen auf seinem Blog deutlich.

Die einzig richtige Antwort auf Ansinnen wie die von Chomsky wäre natürlich, sich gänzlich von einer politischen Kontextuierung von Forschung zu distanzieren. Christian bringt nun das Kunststück fertig, einer möglichen politischen Vereinnahmung (von rechts) eine andere politische Vereinnahmung (von links) entgegenzusetzen, und meint, dies wäre jetzt die Antwort. Denn hier kann Biologie auf einmal für etwas „Gutes“, „Wünschenswertes“ benutzt werden.

An Zeilen wie diesen wird deutlich, daß Christian keine neutrale Haltung zur Frage der Homosexualität hat, sondern klar eine politische Agenda hat: Die biologische Legitimierung von Homosexualität. Christians normative Haltung zeigt sich beispielsweise auch darin, daß er meint, Homosexualität sei „geächtet“. Dies würde die zahlreichen belegten pathologischen Eigenheiten eines homosexuellen Lebensstils ausreichend erklären.

Wie geächtet Homosexualität im westlichen Kulturkreis ist, kann man ja daran sehen, daß immer noch nicht 2 Millionen Menschen zum Christopher Street Day in Berlin oder Köln gehen und daß dafür nicht die gesamte Stadt zur Verfügung steht, sondern nur das Zentrum. Hirnrissiger geht’s nun wirklich nicht. Gestern sah ich zufällig bei Spiegel Online diesen Artikel, der ebenfalls zeigt, wie „geächtet“ Homolaner in unserer Gesellschaft immer noch sind.

Es erübrigt sich hier festzustellen, daß eine Toleranz gegenüber Homosexuellen auch bei einem pathologischen Charakter der Homosexualität ohne weiteres umgesetzt werden kann. Dieses gesellschaftliche Ziel ist natürlich völlig unabhängig von der Ursache der Homosexualität. Ebenso ist auch das gesellschaftliche Ziel der Gleichberechtigung völlig unabhängig von der Ursache unserer Geschlechtsunterschiede.

Immerhin geht es nicht mehr um die Frage, ob sich die Erde um die Sonne dreht oder umgedreht und inwieweit dies wohl Blasphemie sei oder nicht. Es tut sich also etwas mit der Menschheit.

Ich wollte an diesem Beispiel nur mal kurz zeigen, daß Christian, der sich als Speerspitze von Wissenschaftlichkeit und Objektivität versteht, zwar viele Studien und Hypothesen zitieren kann, aber offenbar nicht versteht, daß Wissenschaft unabhängig sein muß und auch keine Angst haben darf vor außerordentlich gering geschätzten Erklärungsmöglichkeiten. Sobald es um die von ihm favorisierte Natürlichkeit von Homosexualität geht, legt er die hehren Ansprüche, die er eben noch bei Chomsky anlegt, beiseite.

Für mich ist es beklemmend, wie man als wissenschaftlich orientierter Mensch nicht den enormen gesellschaftlichen Druck realisieren kann, der auf einer naturalisierenden Erklärung der Homosexualität liegt. Also das Gutmenschentum, das mit diesem Thema verbunden ist.

Dies alles ist umso verwunderlicher, als Christian ja durchaus fähig ist, an anderer Stelle feministisches Gutmenschentum zu hinterfragen, wo die gleichen gesellschaftlichen Abwehr- und Verleugnungsstrukturen vorhanden sind wie bei der Homophilie.

Zur Ehrenrettung von Chomsky möchte ich noch anfügen, daß dieser im oberen Viertel des besagten Threads recht gekonnt die lächerlichen und scholastischen biologischen Erklärungsbemühungen in bezug auf Homosexualität zu hinterfragen weiß. Ich steige jetzt auch immer mehr dahinter und es wird immer absurder, wie diese „Erklärungen“ funktionieren, je mehr man dort einsteigt.

Nachtrag:
Die „Ächtung“ der Homosexualität war in den 90er Jahren sicherlich noch viel stärker als heute, wie man folgendem Gespräch bei Harald Schmidt entnehmen kann. Der österreichische Künstler und Selbstdarsteller Hermes Phettberg spricht hier offen über seine homosexuellen und sadomasochistischen Gelüste.
Das Gespräch ist zwar auf einer gewissen Ebene recht lustig, zeigt gleichzeitig aber auch in erschütternder Weise, wie dekadent, indifferent und nihilistisch unsere Gesellschaft unter dem Deckmantel der Toleranz und Fortschrittlichkeit mittlerweile geworden ist. Man kann sich im Video ein glaubwürdiges Bild davon verschaffen, wie „natürlich“ und „unbedenklich“ Homosexualität und Sadomasochismus sind.

Aus aktuellem Anlaß finde ich es sehr beschämend, daß Arne Hoffmann diese Schwachsinnsideologie auch noch nach Kräften unterstützt und sich selbst in solch ein Lügensystem flüchtet. Der eben angegebene Link zum Genderama-Artikel funktioniert nicht, da vermutlich Blogspot etwas gegen den Inhalt hat. Der Artikel lautet:

„Freiheit für Gewaltpornos gefordert: Markus Theunert stößt zu Sado-Maso-Flügel der Männerbewegung“

Man kann ihn sich aktuell auf der Hauptseite noch ansehen und wird ihn vermutlich auch im Monatsarchiv Juli finden. Der gleiche Arne Hoffmann, der sich gegen Beschneidung von Jungen einsetzt, macht sich hier mit einer menschenverachtenden Ideologie gemein, mit deren Hilfe sich SM-Anhänger ihre sexuell konnotierten traumatischen Erfahrungen vom Leibe halten. Mal in der Rolle des passiv-devot Leidenden. Mal als aktiv-sadistischer Part, der sich am Leid anderer erregt.

Auf den „SM-Flügel“ der Männerbewegung kann ich gerne verzichten.

Sie haben es schon wieder getan!

Es ist schon wieder geschehen. Frauen werden durch mediale Berichterstattung diskriminiert. Kürzlich wurden die Töchter der spanischen Fußballnationalmannschaft verbal nicht berücksichtigt. Jetzt ist der Tennissport dran.

Die britische Zeitschrift Mail on Sunday titelt, daß ein Tennisspieler des Vereinigten Königreichs als erster nach 76 Jahren das Wimbledon-Tennisturnier gewinnen könnte. Das chronisch von Minderwertigkeitsgefühlen gebeutelte britische Volk zittert also mit Andy Murray und hofft, daß er die Nationalehre der englischen Rasse nach einem Dreivierteljahrhundert der Agonie wiederherstelle:

We’re ALL praying for you, Andy! Wimbledon, Centre Court, 2pm, and a record TV audience will hold its breath as Murray tries to become the first British winner for 76 years.

Wo werden jetzt Frauen hier genau diskriminiert? Das sagt uns die Mädchenmannschaft:

Was oder besser wen The Mail on Sunday hier gekonnt ignoriert ist die britische Wimbledonsiegerin Virgina Wade, die 1977 das Turnier gegen die Niederländerin Betty Stöve gewann.

Andy Murray würde die britische Nationalehre also erst nach 35 Jahren der Agonie wiederherstellen und nicht erst nach 76 Jahren. Na immerhin ist er ein Mann. Und der letzte Brite gewann eben vor 76 Jahren.

Die weiteren Ausführungen bei der Mädchenmannschaft sind ein schönes Beispiel dafür, auf welch krude Weise sich Feministinnen die Welt jedes Mal zurechtlügen, damit ihre Opferkonstruktionen auch bestand haben und als scheinbar gerechtfertigt erscheinen. Zunächst stellt die Autorin Folgendes fest:

Darüber hinaus ist dieser Titel übrigens ein wunderbares Beispiel für zwei Dinge: Selbst die vermeindlich so genderneutrale englische Sprache ist genau das eben nicht. Und: Entgegen der Aussagen der Menschen, die sich durch weibliche Formen, Binnen-Is oder gar Unterstriche in ihrem Lesefluss gestört fühlen, sollte sich keine Frau der Welt darauf verlassen, dass sie bei der männlichen Form schon mitgemeint sein wird.

Man kann sich ja gerne darüber echauffieren, daß Frauen hier nun sehr benachteiligt werden. Absurd wird es aber, wenn man sich folgende Twitter-Meldung anguckt:

NO Mail on Sunday, Murray will NOT be the first British winner in 76 years. Virginia Wade exists. WOMEN EXIST:

Beide Äußerungen zeigen eine völlige Unkenntnis von sprachlichen Zusammenhängen. Dies ist auch das Grundproblem bei der „feministischen Linguistik“ und der Kritik am Generischen Maskulinum. Hierzu möchte ich mal ein paar Verlautbarungen von mir geben, da ein wesentlicher Aspekt in der Auseinandersetzung mit der feministischen Sprachverhunzung bisher weitgehend unberücksichtigt bleibt: Die Kontextualität von Sprache.

Hier liegt nämlich der eigentliche Kritikpunkt, nicht in in einer angeblichen Verwechslung von Sexus und Genus, wie es häufig von Feminismuskritikern angeführt wird. Diese Argumentationsschiene führt am eigentlichen Problem vorbei. Das Wort „Person“ beispielsweise ist per se geschlechtsneutral, auch wenn es vom Genus her weiblich ist. Das Wort „Bürger“ hingegen ist per se männlich. Sowohl vom Sexus als auch vom Genus her. Eine weibliche Konnotation des Wortes „Bürger“ wird also erst über den Kontext hergestellt, über sprachliche Konventionen. Der Hinweis auf geschlechtsneutrale Wörter wie „Person“, „Gast“ oder „Staatsoberhaupt“ ist also fehl am Platze, da diese bereits vor aller Kontextualität geschlechtsneutral sind. Das generische Maskulinum stellt hingegen erst durch den Kontext das gewünschte Geschlecht bzw. die gewünschten Geschlechter her.

Stuttgarter Bürger engagieren sich gegen das Bahnhofsprojekt.

Die sprachliche Konvention lautet hier: Allgemeine unpersönliche Ausführungen sind geschlechtsneutral. Daher auch: „männliche Studenten“, wenn es nur um den männlichen Teil dieser Gruppe gehen soll.

Ich bin ein Spätzünder.

Wenn diesen Satz eine Frau sagt, weiß jeder, daß es um eine „Statusmeldung“ geht. Der Inhalt interessiert, nicht das Geschlecht. Das Geschlecht ergibt sich von selbst.

Beide Beispiele schließen kontextuell Frauen mit ein, obwohl männliche Formen verwendet werden.

Hier liegt des Pudels Kern. Die bisher formulierte Kritik an der feministischen Spracheugenik, wie man sie auch im Internet lesen kann, ist leider pseudoakademisch und geht am wesentlichen Problem vorbei. Dort wird ständig auf den Unterschied von Sexus und Genus hingewiesen, die im Deutschen nicht identisch sein müssen. Die hierfür verwendeten Beispielwörter stellen wie gezeigt die Geschlechtsneutralität nicht über den Kontext her, sondern sind sowieso geschlechtsneutral. Sie können also nicht als Beispiel herhalten für eine Legitimität des Generischen Maskulinums.

Zurück zu unserem eigentlichen Problem: Der sprachlichen Entsorgung von Frauen bei sportlichen Großereignissen. Die so sprachaffinen Feministinnen haben also noch nicht realisiert, daß Sprache vor allem eines ist: Kontext. Wir regeln hunderte Dinge implizit und kontextuell, um uns so den sprachlichen Alltag zu erleichtern. So funktioniert Sprache. Feministinnen hingegen vergewaltigen die Sprache formalistisch, um so die heiß ersehnte Benachteiligung feststellen zu können.

Dieses „Ritual des Formalismus“ findet man, wie jeder weiß, auch bei anderen feministischen Obsessionen wie der Lohndifferenzpropaganda.

Warum sagen konkrete einzelne Frauen eigentlich Dinge wie: Ich bin Nichtraucher. Ich bin Berliner. Ich bin Student.

Weil das Geschlecht nicht interessiert. Jedenfalls uns normale Menschen nicht. Entweder sehen wir das Geschlecht konkret vor uns. Kontext. Oder wir wissen, daß mit Bürgern, Schülern, Fußgängern, Klingonen und Romulanern sowohl Männer als auch Frauen dieser Bevölkerungsgruppen gemeint sind. Kontext eben.

So funktioniert Sprache. So machen wir es uns einfach.

Feministinnen haben also wesentliche sprachliche Zusammenhänge noch nicht begriffen. Das Begreifen dieser Dinge würde allerdings zu einem plötzlichen und ungewollten „Benachteiligungsschwund“ führen, der politisch wohl nicht als wünschenswert betrachtet wird.

Wenn nun in der Mail on Sunday vom ersten Wimbledon-Gewinner seit 76 Jahren gesprochen wird, so handelt es sich offensichtlich um den ersten männlichen Gewinner seit 76 Jahren. Auch das Englische kennt Geschlechter. Sonst könnten Briten und Amis gar nicht zwischen einem männlichen und einem weiblichen „winner“ unterscheiden. Hier zeigt sich sehr schön, was Kontext bedeutet. Darüberhinaus kennt das Englische auch explizit männliche und weibliche Formen wie actress und actor oder steward und stewardess. Gerade im so „genderneutralen“ Englisch läßt sich schön die Bedeutung von Kontextualität von Sprache verdeutlichen. Da hat sich die Mädchenmannschaft-Autorin wohl etwas vertan mit ihrer Analyse.

Das Englische ist also gerade ein Ausweis dafür, wie unsinnig die feministische Sprachkritik ist. Hier wird noch viel deutlicher, wie Inhalte vorbei an jedweder formalen Begrenzung über Kontexte hergestellt werden. Was ist nur aus unseren besser ausgebildeten Alphamädchen geworden, die nur noch von gläserner Decke und männlichem Machismo von den ihnen angemessenen und wohlverdienten Spitzenpositionen ferngehalten werden?

Ist es schon so weit gekommen, daß ein rechtsextremer, antisemitischer Maskulist mit Legasthenie und Rechtschreibschwäche einer Feministin sprachliche Zusammenhänge erklären muß? In welchen Zeiten leben wir?

Man kann nur hoffen, daß der Feminismus bald ausstirbt.

Männlichkeit und Weiblichkeit existieren also in der Sprache unabhängig davon, ob sie explizit und formal benannt werden. Wir einfachen Leute kapieren das einfach so. Wir brauchen kein Binnen-i. Keine Doppelnennungen, keinen Unterstrich. Wir kriegen das einfach so auf die Reihe.

Daß Feministinnen offenbar auch anderweitig ein bißchen unterbeleuchtet sind, was Sprache anbelangt, sieht man an folgenden Textpassagen aus den oben zitierten Abschnitten:

Was oder besser wen The Mail on Sunday hier gekonnt ignoriert ist die britische Wimbledonsiegerin Virgina Wade

Selbst die vermeindlich so genderneutrale englische Sprache

Und: Entgegen der Aussagen

Ein Kommafehler, ein Rechtschreibfehler und ein Kasus-Fehler. „Entgegen“ verlangt immer den Dativ. Nicht den Genitiv. Zum Trost unserer Mannsweiber sei gesagt, daß diese „Genitivitis“ auch in vielen seriösen Zeitungen und Radiosendungen anzutreffen ist. Weil es ein bißchen intellektueller und sophisticated klingt. Man kann recht häufig den Genitiv hinter Präpositionen wie „entgegen“, „nahe“, „samt“ oder „entsprechend“ lesen, obwohl diese zwingend den Dativ verlangen.

Ich sage immer: Das ist der Intellektuellen-Genitiv als Pendant zum Proleten-Dativ, den Leute wie Bastian Sick mit Buchtiteln wie „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ karikieren. Manchmal ist auch der Genitiv dem Dativ dessen Tod.

Die Emanzipation der Männer schreitet voran. Unsere sprachlichen Fertigkeiten verbessern sich offenkundig.

Aber was bringt uns das, wenn sich die sprachlichen Kenntnisse von Feministinnen rapide verschlechtern?

Gleichberechtigung ist nicht dadurch zu haben, daß ein Geschlecht immer weiter abdriftet.